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Sport Fußballfans in Niedersachsen feiern friedlich und fröhlich
Sportbuzzer Sport Fußballfans in Niedersachsen feiern friedlich und fröhlich
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12:24 04.07.2010
Mit Autokorsos haben die Fans am Sonnabend den 4:0-Sieg gefeiert.
Mit Autokorsos haben die Fans am Sonnabend den 4:0-Sieg gefeiert. Quelle: Florian Petrow
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„Beklagt hat sich niemand und nächste Woche ist ja auch alles vorbei“, sagte ein Bremer Polizist. Manchen störte allerdings die Lautstärke, mit der einige Fans bis in die Nacht hinein feierten: „Ich denke mal, die Vuvuzela war mit Schuld“, sagte ein Braunschweiger Polizist. Wie er teilten die meisten Beamten die Freude der Fans, auch wenn es in der Nacht verstärkt zu Ruhestörungen kam.

Die dumpfen Klänge der Vuvuzela gingen offensichtlich einem 20-Jährigen aus der Nähe von Nordstemmen erheblich auf die Nerven. Er schlug einem 37 Jahre alten Fan, der den grandiosen Sieg der deutschen Nationalmannschaft vehement mit seiner Tröte feierte, kurzerhand eine Bierflasche auf den Kopf. Als Antwort bekam der junge Mann einige Faustschläge ins Gesicht. Auch andernorts wurden kleinere Schlägereien gemeldet, meist von betrunkenen Fans angezettelt. Doch dass sei „der normale Wahnsinn“, sagte mehrere Polizisten.

In Bremerhaven freuten sich Fans und Polizisten gemeinsam über den Erfolg der Deutschen in Südafrika. So malten die Fans den Beamten schwarz-rot-goldene Fahnen auf die Wangen, reichten ihnen kühle Getränke und die weibliche Fans verteilten gerne Freuden-Küsschen an die Ordnungshüter.

Für einige Fußball-Freunde endete die Siegesfeier allerdings im Krankenhaus. „Während des Spiels war es ruhig, aber danach hatten wir gut zu tun“, sagte Dr. Mathias Denter vom Osnabrücker Klinikum. Dort wurden in der Nacht etwa zehn Patienten, dass sind etwa doppelt soviel wie an anderen Wochenenden, mit Unfallverletzungen wie Schnittwunden und Sturzverletzungen behandelt. Häufig habe Alkohol eine Rolle gespielt. Durch schwarz-rot-gelbe Zeichen waren die Patienten als Fußballfans zu identifizieren.

Die Hitze spielte in Osnabrück weniger eine Rolle, ein Gewitter hatte die Temperaturen sinken lassen. Im Braunschweiger Klinikum war dagegen die Zahl der Herz-Kreislaufpatienten gestiegen. Die Sanitäter hatten auch beim Public Viewing in Hannover mehr zu tun als sonst. Mit Wasserschläuchen sorgte die Feuerwehr für Abkühlung bei den rund 18.000 Fans, die zu den zentralen Plätzen Parkbühne und Stammestraße gekommen waren.

dpa

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