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Sport Gift im Spiel
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06:57 20.05.2014
Auch im WM-Ball „Brazuca“ wurden laut Greenpeace giftige Chemikalien gefunden. Quelle: dpa/Archiv
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Hamburg

Einige der Stoffe störten das Hormonsystem, schädigten die Fruchtbarkeit oder könnten das Tumorwachstum fördern, warnte die Organisation am Montag. Träger der Kleidungsstücke seien zwar nicht unmittelbar gefährdet, Einwohner der Produktionsländer aber schon.

Greenpeace ließ nach eigenen Angaben 21 Fußballschuhe, sieben Fußball-T-Shirts, vier Torwarthandschuhe und den WM-Fußball „Brazuca“ von unabhängigen Laboren untersuchen. 16 Produkte stammten von Adidas, 15 von Nike und zwei von Puma. Alle Artikel wurden aus Anlass der bevorstehenden Fußball-WM in Brasilien auf den Markt gebracht, 20 von ihnen sind für Kinder bestimmt.

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Die Laboranalysen wiesen laut Greenpeace perfluorierte Chemikalien (PFC), Nonylphenolethoxylate (NPE), Phthalate, Dimethylformamid (DMF) und weitere Schadstoffe nach. Besonders stark belastet waren Schuhe und Handschuhe von Adidas. Insgesamt wurden laut Greenpeace in 17 der 21 getesteten Schuhmodelle und in zwei der vier Handschuhe PFC gefunden. Die Chemikalien werden wegen schmutz- und wasserabweisender Eigenschaften verwendet.

Sie könnten das Hormonsystem stören, mit negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane und das Immunsystem. NPE, die ebenfalls das Hormonsystem stören könnten, seien in 16 Schuhen, zwei Handschuhen, einem T-Shirt entdeckt worden. Im WM-Ball stecken pro Kilogramm 20 Milligramm NPE.

Das Tragen der Kleidungsstücke schädige zwar nicht unmittelbar die Gesundheit, erklärte Greenpeace. Die Chemikalien von Produkten und Fabriken landeten aber in der Nahrungskette in den Herstellungsländern. Die meisten Produkte seien in China oder Indonesien hergestellt worden. Adidas betonte, sämtliche von Greenpeace veröffentlichten Werte erfüllten „alle gesetzlichen Vorgaben“.

Auch zeigten die Angaben der Umweltorganisation, „dass ein vorsätzlicher Einsatz der Substanzen nicht stattgefunden hat“. Adidas arbeite „intensiv“ daran, die Freisetzung gefährlicher Chemikalien „weitestgehend zu eliminieren und zu reduzieren“. Auch Puma teilte mit, die kritisierten Fußballschuhe erfüllten „alle gesetzlichen Vorgaben“.

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