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Sport HSV im Sturzflug - Hoffenheim gewinnt mit 5:1
Sportbuzzer Sport HSV im Sturzflug - Hoffenheim gewinnt mit 5:1
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17:56 25.04.2010
Die Hoffenheimer Chinedu Obasi (links) und Sejad Salihovic bejubeln den Treffer zum 4:1 durch Obasi.
Die Hoffenheimer Chinedu Obasi (links) und Sejad Salihovic bejubeln den Treffer zum 4:1 durch Obasi. Quelle: dpa
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Durch die höchste Saisonniederlage ist der Bundesligazug nach Europa für die Hanseaten zwei Spieltage vor Saisonende bei fünf Punkten Rückstand auf Platz sechs abgefahren. „Wir sind chancenlos, uns über die Bundesliga für Europa zu qualifizieren. Das ist natürlich ein bitterer Saisonverlauf“, sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann. Zu allem Überfluss sah der in der 56. Minute eingewechselte Tolgay Arslan kurz vor Schluss wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Total frustriert trotteten die Verlierer vom Platz. „Da fehlen mir die Worte. So wie wir heute aufgetreten sind, das ist unverantwortlich“, wetterte Piotr Trochowski. „Ich bin fassungslos und kann es nicht erklären“, meinte der glücklose Mladen Petric.

Dagegen war Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem Ende der 1899er Negativserie von sieben sieglosen Spielen glücklich und erleichtert. „Das tut unheimlich gut. Das war heute auch für die Fans ein guter Tag. Natürlich haben uns die zwei frühen Tore gut getan. Ich glaube, wir haben heute in einem Spiel so viele Tore geschossen wie in den letzten sechs, sieben Spielen nicht“, meinte Rangnick.

Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel beim FC Fulham präsentierte sich der HSV in einem katastrophalen Zustand und konnte kaum Hoffnungen auf das Erreichen des Endspiels im eigenen Stadion wecken. Vor 30 150 Zuschauern sorgten Vedad Ibisevic in der 2. und 11. Minute und Chinedu Obasi (31./72.) jeweils mit einem Doppelpack sowie Sejad Salihovic (77.) für den verdienten Erfolg der TSG. Für den HSV traf Robert Tesche (65.).

Mit der Rückkehr zum Spaß-Fußball bereiteten die Kraichgauer ihrem Mäzen Dietmar Hopp ein vorzeitiges Geschenk zu dessen 70. Geburtstag an diesem Montag. „Heute sind sehr schöne Erinnerungen wach geworden. Es war ein tolles Geschenk“, sagte Hopp gerührt, der mit Manager Jan Schindelmeiser und Coach Rangnick noch viele schöne Siege erleben möchte: „Ja, wir machen mit beiden weiter.“

Der Auftritt des Gastgebers in Hälfte eins erinnerte an die Gala in der Vorsaison, als der damalige Aufsteiger den Bundesliga-Dino mit 3:0 besiegt hatte. „Hinten nix, in der Mitte nix und vorne nix - macht 0:3“, kommentierte Hoffmann zur Pause im Fernsehsender „Sky“ den teilweise lustlos wirkenden Auftritt der Gäste.

Die luden den Gastgeber mit haarsträubenden Fehlern förmlich zum Toreschießen ein. Schon nach 78 Sekunden patzte Joris Mathijsen gegen Ibisevic, der das Geschenk dankend annahm. Neun Minuten später war der bosnische Stürmer bei einer Flanke von Andreas Beck mit dem Kopf erneut zur Stelle und erhöhte sein Trefferkonto auf zwölf. Auch beim dritten Gegentor von Obasi, der nach Vorarbeit von Christian Eichner nur noch einzuschieben brauchte, sah die HSV-Abwehr alt aus.

Auf der Gegenseite erlebte Daniel Haas, der den wegen eines Muskelfaserrisses fehlenden Timo Hildebrand vertrat, im Hoffenheimer Gehäuse einen ruhigen Nachmittag. Lediglich bei einem Freistoß von Trochowski (41.) musste Haas eingreifen. Ansonsten blieb der HSV blass und ließ über weite Strecken Bundesliga-Format vermissen.

Hoffmanns Hoffnungen auf eine Steigerung nach dem Wechsel erfüllten sich nicht. Hoffenheim dominierte weiter nach Belieben und hätte die Führung durch Ibisevic (52.), der nur den Pfosten traf, ausbauen können. Erst nach einer Stunde kam der Nordclub etwas besser ins Spiel und durch Petric, der aufgrund akuter Personalprobleme von Beginn an ran musste, zu einer Chance. Tesche düpierte kurz darauf den zu weit vor dem Tor stehenden Haas mit einem Heber aus 25 Metern, doch Obasi stellte bei einem Konter den alten Abstand wieder her. Salihovic setzte dann den Schlusspunkt.

dpa