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Sport HSV lässt Muskeln spielen - THW Kiel bleibt dran
Sportbuzzer Sport HSV lässt Muskeln spielen - THW Kiel bleibt dran
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13:27 12.12.2010
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Zielstrebig, aggressiv, erfolgshungrig: Der HSV Hamburg hat seine Muskeln spielen lassen und dank des 14. Sieges in Serie seine Ausnahmestellung in der Handball-Bundesliga untermauert. Der Spitzenreiter besiegte am 15. Spieltag die TSG Ludwigshafen- Friesenheim überlegen mit 39:25 (17:7) und lechzt nach seiner ersten Meisterschaft. Dennoch fand HSV-Coach Martin Schwalb Kritikpunkte. „Wir können mit dem Ergebnis gut leben, auch wenn nicht alles so glänzt, wie es das Ergebnis vorgaukeln will“, sagte er. Der HSV führt die Tabelle souverän mit 28:2 Zählern an.

In Schlagdistanz bleibt Titelverteidiger THW Kiel. Die zuletzt schwächelnden „Zebras“ gewannen gegen Kellerkind TSV Hannover- Burgdorf locker mit 37:26 (21:13). Im Mittelpunkt stand vor allem das starke Comeback von Kim Andersson nach achtmonatiger Verletzungspause wegen eines Knorpelschadens im Knie. „Ich freue mich sehr, denn er hatte in den vergangenen Monaten sehr gelitten“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason. Die schwedische Blitz-Verpflichtung Robert Arrhenius avancierte neben Christian Zeitz mit sieben Treffern zum besten Torschützen der Partie.

Herausragend war auch die Leistung von HSV-Spielmacher Michael Kraus gegen die TSG. 10 307 Zuschauer in der O2 World Hamburg bekamen nicht nur feinen Tempohandball serviert, sondern auch zehn Tore (davon drei Siebenmeter) des 27-Jährigen. Der HSV konnte sogar etwas Kraft für das schwere Spiel im Achtelfinale des DHB-Pokals an diesem Dienstag bei den Füchsen Berlin sparen. Rekordmeister Kiel muss einen Tag später beim TuS N-Lübbecke ran.

Im ersten Spiel unter dem neuen Coach Markus Baur trotzten die Ostwestfalen dem SC Magdeburg am Samstag ein 29:29 (15:16) ab. Sieben Minuten vor Schluss lag der TuS noch mit 24:28 zurück. „Ich muss den Jungs ein Riesenkompliment machen, dass sie das Ding noch gedreht haben“, meinte Baur, Weltmeister von 2007.

Den sechsten Tabellenplatz festigte die SG Flensburg-Handewitt dank eines 38:25 (19:10)-Erfolgs gegen die HBW Balingen-Weilstetten. Auch hier stand ein „verlorener Sohn“ im Mittelpunkt. Erstmals seit dem 29. Dezember 2009 stand Kreisläufer Michael Knudsen (Knieverletzung) wieder auf dem Parkett. „Diesmal kann ich fast nichts Negatives sagen“, meinte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. Grund zur Freude gab es bei Schlusslicht DHC Rheinland nicht: Der Club verlor gegen die HSG Wetzlar mit 25:26 (14:10).

dpa