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Sport Hamburger SV schlägt Meister Dortmund 3:2
Sportbuzzer Sport Hamburger SV schlägt Meister Dortmund 3:2
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10:25 23.09.2012
Hamburgs Trainer Thorsten Fink umarmt Heung-Min Son nach dessen Tor zum 3:1.
Hamburgs Trainer Thorsten Fink umarmt Heung-Min Son nach dessen Tor zum 3:1. Quelle: dpa
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Hamburg

Die Profis des Hamburger SV wollten nach ihrem ersten Saisonsieg gar nicht mehr den Rasen verlassen. Wie Balsam wirkten nach dem 3:2 (1:0) gegen Meister Borussia Dortmund die Lobgesänge des begeisterten Publikums, das sich in der ausverkauften Hamburger Arena von den Plätzen erhoben hatte. Der HSV feierte nach drei Niederlagen seine ersten Punkte in der Fußball-Bundesliga und ist raus aus der Abstiegszone. Borussia Dortmund musste dagegen das Ende einer grandiosen Erfolgsserie von zuvor 31 Spielen ohne Niederlage hinnehmen. „Unsere Serie ist gerissen“, bestätigte BVB-Trainer Jürgen Klopp, um dann anzukündigen: „Wir werden trotzdem weitermachen.“

HSV-Trainer Thorsten Fink war erleichtert. „Wir haben eine kämpferisch starke Leistung gezeigt, deshalb geht der Sieg  in Ordnung. Wir waren effektiv“, meinte der Coach. Einen gewaltigen Anteil am Sieg hat der gefeierte Rückkehrer Rafael van der Vaart. Der 29 Jahre alte niederländischen Nationalspieler gab die Pässe zu zwei Toren, wurde von seinem Mitspielern gesucht und ackerte auch im Rückwärtsgang. „Wir wollten zeigen, dass wir eine Mannschaft sind“, sagte der 13-Millionen-Euro-Einkauf.

Zweimal Son Heung-Min (2., 59. Minute) sowie Ivo Ilicevic (56.) erzielten die Hamburger Treffer; Ivan Perisic (46., 60.) war zweimal für den BVB erfolgreich. „Am Ende war es ein richtiges Spektakel mit Chancen ohne Ende für uns“, befand BVB-Coach Klopp. Der BVB warf in der letzten halben Stunde alles nach vorn. Die Schwarz-Gelben belagerten das Tor der Hamburger geradezu und erspielten sich Chance um Chance. Der eingewechselte Maximilian Beister musste den Ball nach einem Kopfball von Neven Subotic gar von der Linie schlagen (71.).

In der Abwehrschlacht zeichnete sich HSV-Schlussmann René Adler mehrfach als sicherer Rückhalt aus und hielt den Sieg der Hamburger fest. „Wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Wir haben die Gegentore mit vorbereitet und selbst Chancen gehabt, die zum Sieg hätten reichen müssen“, sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

Dabei hatte er auch das erste Hamburger Tor im Sinn. Die Dortmunder waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da lagen sie schon mit 0:1 hinten. Rafael van der Vaart sprintete auf dem linken Flügel davon, flankte gefühlvoll in den Strafraum, wo Son aus Nahdistanz nach 101 Sekunden einköpfte. Noch schneller als der HSV zu Spielbeginn war Borussia mit Anpfiff zur zweiten Hälfte. Nach 30 Sekunden flankte Perisic im hohen Bogen über den überraschten Torwart René Adler hinweg ins Tor.

Den Dortmundern fehlte es nach dem schweren Champions-League-Spiel an Frische. „Es ist schwer, nach Champions-League-Spielen gegen Mannschaften zu spielen, die unten drinstehen“, meinte Fink, dessen Marschroute aufgegangen war. „Das war ein sehr schlechter Anfang von uns“, entgegnete Klopp. Die Hamburger demonstrierten verlorenes Selbstbewusstsein und wollen jetzt nachlegen. Fink: „Wir wollen nichts mehr verschenken.“

Die Ergebnisse des 4. Spieltags

1. FC Nürnberg

Eintracht Frankfurt

1:2

FC Schalke 04

Bayern München

0:2

VfL Wolfsburg

SpVgg Greuther Fürth

1:1

FSV Mainz 05

FC Augsburg

2:0

Hamburger SV

Borussia Dortmund

3:2

Fortuna Düsseldorf

SC Freiburg

0:0

Bayer Leverkusen

Borussia Mönchengladbach

So. (15.30 Uhr)

Werder Bremen

VfB Stuttgart

So. (17.30 Uhr)

1899 Hoffenheim

Hannover 96

So. (17.30 Uhr)



Die Tabelle nach dem 4. Spieltag (Stand: Sonnabend, 18 Uhr)

Platz

Mannschaft

Punkte

1

Bayern München

12

2

Eintracht Frankfurt

12

3

Hannover 96

7

4

Borussia Dortmund

7

5

FC Schalke 04

7

6

1. FC Nürnberg

7

7

Fortuna Düsseldorf

6

8

SC Freiburg

5

9

VfL Wolfsburg

5

10

Mönchengladbach

4

11

FSV Mainz 05

4

12

SpVgg Greuther Fürth

4

13

Werder Bremen

3

14

Bayer 04 Leverkusen

3

15

Hamburger SV

3

16

FC Augsburg

1

17

VfB Stuttgart

1

18

1899 Hoffenheim

0

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

23.09.2012
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