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Sport Huntelaar rettet müde Schalker
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19:53 01.04.2012
Schalkes Klaas Jan Huntelaar erzielt das Tor zum 1:1 per Foulelfmeter gegen Hoffenheims Torwart Tom Starke.
Schalkes Klaas Jan Huntelaar erzielt das Tor zum 1:1 per Foulelfmeter gegen Hoffenheims Torwart Tom Starke. Quelle: dpa
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Sinsheim

Tor-Garant Klaas-Jan Huntelaar hat Schalke 04 vor der zweiten Pleite innerhalb von drei Tagen bewahrt. Mit seinem 23. Saisontor in der Fußball-Bundesliga sicherte der Niederländer (80.) am Sonntag per verwandeltem Foulelfmeter zum 1:1 (0:1)-Endstand bei 1899 Hoffenheim seinem Team einen wichtigen Teilerfolg im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation. Zugleich war das Remis ein kleiner Trost für die bittere 2:4-Niederlage in der Europa League am Donnerstag gegen Athletic Bilbao. Die Schalker haben als Tabellendritter mit 54 Punkten nun drei Zähler Vorsprung auf Verfolger Borussia Mönchengladbach, der zuvor bei Hannover 96 mit 1:2 verloren hatte.

Die Hoffenheimer waren ebenfalls durch einen Foulelfmeter von Sejad Salihovic (30.) in Front gegangen, nachdem ausgerechnet Schalkes Torwart-Rückkehrer Lars Unnerstall Sven Schipplock im Strafraum ungeschickt gelegt hatte. Die Hoffnungen auf den ersten Heimerfolg seit dem 22. Oktober (1:0 gegen Mönchengladbach) erfüllten sich allerdings wieder nicht.

„Zum Ende ging uns die Kraft aus. Die Jungs haben alles gegeben. Das hat mir gut gefallen“, meinte Hoffenheims Trainer Markus Babbel, der den Foulelfmeter gegen sein Team als „lächerlich“ bezeichnete. Fairerweise sah er auch den Strafstoß für seine Mannschaft als nicht berechtigt an: „Da sind wir dann pari.“

Die wichtigste Personalie bei den Gästen gab es vor dem Spiel: Sechs Wochen nach seiner Schulterverletzung kehrte Unnerstall zurück. Er und nicht Routinier Mathias Schober ersetzte den ehemaligen Nationaltorwart Timo Hildebrand, der sich gegen Bilbao schwer verletzt hatte. „Ich habe nicht damit gerechnet, so früh wieder zu spielen. Das hat aber gut gepasst“, sagte Unnerstall, der die Punkteteilung gerecht fand: „Aufgrund der ersten Halbzeit müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben uns noch einmal gefangen.“

An dem 21 Jahre alten Keeper hatte es nicht gelegen, dass es für die Schalker zunächst nicht gut aussah. Der Champions-League-Aspirant stand noch immer unter dem Eindruck des deprimierenden Europapokal-Abends. Von der gefürchteten Offensiv-Abteilung mit Raúl, Huntelaar und Jefferson Farfan war kaum etwas zu sehen, Spielmacher Lewis Holtby fiel nur wenig ein, die Defensive wirkte verunsichert.

Umso unverständlicher, dass die Hoffenheimer aus der Schalker Schwäche zu wenig machten. Die erste Möglichkeit der Gastgeber war der verwandelte Elfmeter. Erst danach erspielten sich die Kraichgauer Chancen: Sebastian Rudy (34.) verpasste knapp das Tor, Roberto Firminio (38.) wurde in letzter Sekunde von Kyriakos Papadopoulos gestoppt, kurz vor der Pause sorgte Firminio noch einmal für Gefahr mit seinem 25-Meter-Knaller. Zuvor hatte Tom Starke gegen Schalkes Stürmerstar Raúl retten müssen.

Nach dem Wechsel wurde die Partie unterhaltsamer. Das lag vor allem an den Gästen. Zwischen der 56. und 61. Minute gab es Torraumszenen im Minutentakt: Schalkes Farfan scheiterte aus kürzester Entfernung am erneut großartig reagierenden Starke. Nach dem anschließenden Eckball verhinderte Fabian Johnson nach einem Kopfball von Jermaine Jones auf der Linie den Ausgleich. Danach vergaben Firminio, Salihovic und Jannik Vestergaard Chancen, die Führung auszubauen.

Mit zunehmender Spieldauer war den Schalkern der Kräfteverlust anzumerken. Doch ausgerechnet der eingewechselte Ex-Hoffenheimer Chinedu Obasi brachte die Gäste ins Spiel zurück. Er holte den Elfmeter heraus, den Huntelaar verwandelte. Kurz zuvor hatte der Niederländer nur die Latte getroffen (78.). In der Schlussphase hätten die Gäste sogar noch den Sieg herausschießen können.

frx/dpa

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