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Sport „Vampir“ Suárez: „Bin auf Gegenspieler gefallen“
Sportbuzzer Sport „Vampir“ Suárez: „Bin auf Gegenspieler gefallen“
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10:32 29.06.2014
Vor dem WM-Achtelfinale Kolumbien-Uruguay drehte sich alles um den gesperrten "Vampir" Luis Suárez. Quelle: dpa/afp
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Rio de Janeiro

"Hallo zusammen. Ich schreibe, um mich für all die entgegengebrachte Unterstützung und Zuneigung zu bedanken", teilte Uruguays Stürmer via Twitter mit. In seiner Stellungnahme an die Disziplinar-Kommission des Weltverbandes FIFA hatte der Torschützenkönig der englischen Premier League einen Biss gegen den Italiener Giorgio Chiellini abgestritten. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

"Ich habe mein Gleichgewicht verloren und bin auf meinen Gegenspieler gefallen. In diesem Moment traf mein Gesicht den Spieler, was einen kleinen Erguss und scharfe Schmerzen in den Zähnen verursachte", hatte Suárez zu Protokoll gegeben. Es sei in keinem Fall "ein Biss oder der Versuch eines Bisses" gewesen.

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Die FIFA war seiner Argumentation nicht gefolgt. Der 27 Jahre alte Suárez war nach seiner Beiß-Attacke gegen Chiellini im letzten Vorrundenspiel vom Fußball-Weltverband für neun Pflichtspiele gesperrt worden. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken (82.000 Euro) bezahlen und darf vier Monate nicht im Fußball tätig sein.

Disziplinar-Komitee völlig unabhängig

Der Fußball-Weltverband FIFA hat im Fall Luis Suárez peinlich genau auf die Unabhängigkeit des urteilenden Disziplinarkomitees geachtet. Unter dem Vorsitz des Schweizers Claudio Sulser kamen bei der Entscheidung zur Sperre des Nationalspielers aus Uruguay ausschließlich Disziplinar-Komitee-Mitglieder zum Einsatz, deren Nationen nicht bei der WM in Brasilien vertreten sind. Das geht aus der Urteilsbegründung der FIFA hervor, die dem SID vorliegt.

Neben Sulser war demnach Lim Kia Tong aus Singapur stellvertretender Vorsitzender bei der Untersuchung des Falles. Weitere Mitglieder des Komitees in dieser Entscheidung waren: Raymond Hack aus Südafrika, Ariel Alvarado (Panama), Norman George von den Cookinseln, der Pakistaner Nayyar Haider und Martin Hong aus Hongkong.

Die FIFA hatte sich zuvor nicht über die genaue Zusammensetzung des Gremiums äußern wollen. Sprecherin Delia Fischer betonte jedoch, dass das Disziplinar-Komitee "völlig unabhängig" von anderen Organisationen der FIFA handle und entscheide. Eine Einflussnahme von außen sei damit ausgeschlossen.

sid

28.06.2014