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15:11 25.05.2014
Hadert noch mit seinen Patellasehnenbeschwerden: Bastian Schweinsteiger. Er kann ebensowenig trainieren für Philipp Lahm und Manuel Neuer. Quelle: dpa
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St. Leonhard

Keiner der drei Leistungsträger konnte am Sonntag beim Medientag im DFB-Quartier in St. Leonhard eine optimistische Prognose für den Einstieg in die Arbeit mit dem Team auf dem Fußballplatz abgeben. Das gemeinsame Ziel bleibt jedoch, bis zum Start der Weltmeisterschaft in Brasilien im Vollbesitz der Kräfte zu sein.

"Wir haben noch Zeit bis zum ersten Spiel", erklärte Schweinsteiger mit Blick auf das erste Gruppenspiel der deutschen Mannschaft am 16. Juni gegen Portugal. "Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht", sagte Lahm, der sich ebenso wie Torhüter Neuer im DFB-Pokalfinale verletzt hatte. Auch eine Woche nach dem 2:0-Sieg gegen Borussia Dortmund könne er "im Moment noch nicht laufen", berichtete der 30-jährige Lahm: "Ich muss sehen, wie das Sprunggelenk auf Belastung reagiert." Im Hinblick auf das WM-Turnier mache er sich aber "keine Sorgen", sagte Lahm auch mit Blick auf die Gesamtsituation.

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"Die Leute, die angeschlagen sind, sind alles Spieler, die Biss haben", begründete auch Neuer seinen Optimismus mit Blickrichtung Brasilien. Der 28-Jährige kam immerhin ohne Stützbinde an der rechten Schulter zu den Pressegesprächen aller Spieler im Teamhotel. "Im Moment bin ich den ganzen Tag in Behandlung", berichtete die deutsche Nummer 1. Hinsichtlich des Heilungsverlaufs sei er "voll im Zeitplan". Die Rückkehr auf der Platz musste auch er offen lassen: "Ich möchte so früh wie möglich zur Mannschaft dazustoßen."

Schweinsteiger hat weiter mit Patellasehnenbeschwerden zu kämpfen. "Es geht besser", berichtete der Mittelfeldspieler. "Man muss von Tag zu Tag schauen, dementsprechend verläuft der Aufbau", sagte der bislang individuell trainierende Vize-Kapitän: "Wenn man nicht trainieren kann mit der Mannschaft, nervt es", gestand der 101-malige Nationalspieler, der seine dritte WM spielen möchte. Um seine Mitreise nach Brasilien sorge er sich aber nicht.

Auch der Dortmunder Marcel Schmelzer wird wegen einer Prellung am linken Knie in der WM-Vorbereitung zurückgeworfen. Der linke Außenverteidiger hatte bereits im Pokalfinale einen Schlag auf sein Schussbein abbekommen. Das habe sich beim Training in Südtirol am Donnerstag wiederholt, berichtete Schmelzer. Größere Schäden am Knie seien von den Medizinern ausgeschlossen worden. Er werde sich aber bei Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt nochmals in Behandlung begeben, kündigte der 26-Jährige an. Von Mesut Özil kamen am Sonntag immerhin positive Nachrichten. Er fühle sich nach einer Erkältung schon wieder recht gut.

dpa

Pinkel-Affäre

Kein WM-Ausschluss für Großkreutz

Kevin Großkreutz muss nach seinem Pinkel-Eklat in einem Berliner Hotel nicht den Ausschluss aus dem deutschen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft befürchten. "Wir haben ihm gesagt, dass wir so etwas bei der Nationalmannschaft nicht tolerieren. Wir haben ernst mit ihm gesprochen", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff am Sonntag in der Sendung "Doppelpass" von Sport1. Gleichzeitig führte Bierhoff an: "Aber man muss sagen, das sind junge Kerle, sehr emotional." Und: "Wir sollten ihn nicht zu sehr fertig machen", sagte Bierhoff. Durch Berichte war publik geworden, dass Dortmund-Profi Großkreutz nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Bayern München vor einer Woche in alkoholisiertem Zustand vor Zeugen gegen eine Säule in einer Hotel-Lobby uriniert haben soll. Zudem soll er einen Hotelgast angepöbelt haben. Großkreutz hat sich für sein Verhalten inzwischen entschuldigt. "Er ist Nationalspieler und als Nationalspieler muss er Vorbild sein, auch mit seinem Verhalten außerhalb des Platzes", sagte Bierhoff.

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