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Sport Leverkusen stoppt Ticketverkauf von viagogo
Sportbuzzer Sport Leverkusen stoppt Ticketverkauf von viagogo
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21:58 06.08.2013
Der online Tickethändler viagogo darf keine Fußballtickets vom Bundesligisten Bayer Leverkusen mehr verkaufen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Leverkusen

Die Online-Ticketbörse viagogo darf nach Angaben von Bayer Leverkusen vorerst keine Eintrittskarten des Fußball- Bundesligisten vor Verkaufsstart anbieten. Die Rheinländer erwirkten beim Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen, teilte Bayer am Dienstag mit. Demnach sei es viagogo untersagt, Tickets für Partien der Leverkusener zu offerieren, bevor diese vom Club oder autorisierten Dritten angeboten werden. Darüber hinaus dürfe die Online-Plattform nicht den Eindruck erwecken, es bestehe ein Vertrags- oder Kooperationsverhältnis. Das Gericht war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Viagogo teilte schriftlich auf dpa-Anfrage mit, dass dem Unternehmen bislang keine einstweilige Verfügung vorliege. Zudem habe man nie behauptet, offizieller Partner von Leverkusen zu sein. "Fakt ist: Es ist völlig legal, Tickets für Bayer 04 Leverkusen und alle anderen Bundesliga-Clubs über viagogos Webseite zu kaufen und zu verkaufen", sagte Unternehmenssprecher Steve Roest.

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"Wir haben uns im Sinne unserer Fans entschieden, den blühenden Schwarzmarkt für Fußballtickets auf viagogo nicht länger zu dulden und hiergegen auch juristisch vorzugehen", erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. "Wenn im Internet nun lange bevor wir selbst Tickets verkaufen, bereits für fast die ganze Saison vermeintlich Tickets angeboten werden - und dies zu deutlich überteuerten Preisen - hat dies das Fass zum Überlaufen gebracht." Der Verein wies zudem daraufhin, dass erworbene Karten generell ausschließlich privat genutzt werden dürften und ein kommerzieller Weiterverkauf nicht gestattet sei.

Viagogo wird von Fußball-Fans vieler Vereine kritisiert. Der Vorwurf lautet, dass der Zweitvertrieb die regulären Preise in die Höhe treibt und ein legalisierter Schwarzmarkt entstehe. Zuletzt hatte der FC Schalke das Vertragsverhältnis gekündigt.

dpa

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