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Sport Madlungs Tor „Gold wert“ - Hoeneß plant Finale
Sportbuzzer Sport Madlungs Tor „Gold wert“ - Hoeneß plant Finale
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17:27 02.04.2010
Wolfburgs Abwehrspieler Alexander Madlung (links) nach seinem Kopfball-Tor kurz vor dem Spielende.
Wolfburgs Abwehrspieler Alexander Madlung (links) nach seinem Kopfball-Tor kurz vor dem Spielende. Quelle: dpa
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Verloren und dennoch das Finale fest im Blick. Für Dieter Hoeneß scheint die Endspiel-Teilnahme des VfL Wolfsburg in der Europa League schon ausgemacht, obwohl der deutsche Meister nach dem 1:2 beim FC Fulham im Viertelfinal-Hinspiel noch ein hartes Stück Arbeit verrichten muss, um überhaupt ins Halbfinale zu kommen. Dennoch verblüffte der VfL-Manager am Donnerstagabend nach der Pleite im Londoner „Craven Cottage“ mit seiner Einschätzung zur doppelten Herausforderung in der Bundesliga und im Fußball-Europacup: „Das Ende ist in Sicht. Es sind noch zehn Spiele.“ Bei nur noch sechs Ligapartien gehen Hoeneß’ Planungen im Europacup somit bereits über das Rückspiel am kommenden Donnerstag und mögliche Halbfinalspiele hinaus bis zum 12. Mai, dem Tag des Finales in Hamburg.

Alexander Madlungs Kopfball-Tor (89. Minute) kurz vor Ende der intensiven, aber spielerisch bescheidenen Partie ließ die Niederlage bei den heimstarken „Cottagers“ fast wie einen Teilerfolg aussehen. Durch einen Doppelschlag Fulhams binnen vier Minuten schien der VfL im Rückspiel schon vor einer Herkulesaufgabe zu stehen. „Dass wir zwei Tore so leicht herschenken, ist schon bitter“, sagte Trainer Lorenz-Günther Köstner. Bobby Zamora (59. Minute) und Damien Duff (63.) hatten Abwehrschwächen vor allem von Innenverteidiger Andrea Barzagli konsequent bestraft, ehe Madlung eine VfL-Chance zum ersehnten Auswärtstor nutzte und die Situation deutlich verbesserte. „Das Tor war Gold wert“, befand Hoeneß. „Wäre es beim 0:2 geblieben, wäre es schwer geworden“, fügte Nationalspieler Christian Gentner hinzu. So aber ist der Glaube ans Weiterkommen groß. „Gegen Villarreal und Kasan haben wir auch auswärts getroffen und mussten das Rückspiel gewinnen. Die Mannschaft kann das. Ich bin sicher, dass wir das wieder schaffen“, sagte Hoeneß. Im Rückspiel wollen die „Wölfe“ nun zu Hause ihre spielerische Überlegenheit ausspielen. „Mit den Fans im Rücken wird das ein ganz anderes Spiel“, sagte Gentner.

Auch wenn Wolfsburg sich durch das späte Tor im Europacup auf Kurs wähnt, gilt: „Wir werden die Bundesliga nicht abschenken“, wie Zvjezdan Misimovic versichert. Mit einem Sieg am Ostersonntag gegen Hoffenheim soll die Aufholjagd fortgesetzt werden, um am Ende einer eigentlich verkorksten Saison doch noch über die Liga die Qualifikation für den Europacup zu sichern. „Wir sind jetzt wieder auf Tuchfühlung. Gegen Hoffenheim können wir drei Punkte holen und sollten das auch. Dann ist auch in der Liga noch alles drin“, sagte Misimovic. Noch liegt der VfL mit vier Punkten Rückstand auf den sechsten Platz, der in dieser Saison mit großer Wahrscheinlichkeit für die Europacup-Qualifikation genügt, auf Rang neun.

Eine Heimschmach wie das 1:5 gegen Hertha BSC nach dem Kraftakt im Achtelfinal-Rückspiel gegen Rubin Kasan soll sich nicht wiederholen. „Das Spiel ist allen an die Nieren gegangen. Ich glaube nicht, dass so etwas noch einmal passiert“, sagte Köstner. Trotz Barzaglis Fehler und der Doppelbelastung will er die Startelf zum dritten Mal unverändert lassen: „Nach dem Spiel hatte ich das Gefühl, nichts ändern zu müssen.“

lni