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Sport Magdalena Neuner gewinnt Sprint-Wertung
Sportbuzzer Sport Magdalena Neuner gewinnt Sprint-Wertung
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13:16 17.03.2011
Magdalena Neuner, zehnmalige Biathlon-Weltmeisterin, ist auch angeschlagen schneller als die Konkurrenz.
Magdalena Neuner, zehnmalige Biathlon-Weltmeisterin, ist auch angeschlagen schneller als die Konkurrenz.
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Weil sie kränkelt, wollte Magdalena Neuner am Morgen am liebsten im Bett bleiben. Schließlich startete sie dennoch – und siegte. Damit gewann sie die Sprint-Wertung und ist wieder im Rennen um die Gesamtwertung. Beflügelt von ihren grandiosen WM-Erfolgen hat Magdalena Neuner durch ihren Sieg auch im Kampf um die Große Kristallkugel die Konkurrenz unter Druck gesetzt. Trotz gesundheitlicher Probleme feierte die dreimalige Russland-Weltmeisterin am Donnerstag beim Weltcup-Finale in Oslo ihren fünften Biathlon-Saisonerfolg.

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin völlig entspannt und ohne Erwartungen ins Rennen gegangen. Ich bin glücklich, dass es geklappt hat“, sagte Neuner, die mit 31,3 Sekunden Vorsprung die Norwegerin Tora Berger auf Platz zwei verwies. Dritte wurde Darja Domratschewa aus Weißrussland. Das gute deutsche Mannschaftsergebnis rundeten Andrea Henkel als Siebte und Kathrin Hitzer auf Rang acht ab.

Am Morgen war nicht mal klar, ob Neuner in die Loipe geht oder nicht. „Ich war schon etwas hin- und hergerissen in der Früh, was ich machen soll. Ich habe mich auch nicht warm gemacht vor dem Wettkampf, weil ich gar nicht die Kraft dazu hatte. Ich habe mir gesagt, zur Not steige ich aus, wenn es gar nicht läuft“, erzählte die 24-Jährige. Während dem Rennen merkte sie aber, „da geht noch was. Aber meine Bronchien habe ich sicher ziemlich geschädigt.“

Den Ruhetag werde sie wahrscheinlich im Bett verbringen, mit pflanzlichen Hustentropfen will Neuner gegen den Husten ankämpfen. „Ich versuche zu inhalieren, viel zu schlafen. Eine Magnetfeldmatte haben wir dabei, ich kann schon ein bisschen was machen“, erzählte Neuner.

An der Wiege des nordischen Skisports spielten die Konkurrenten der zweimaligen Olympiasiegerin aber auch in die Karten. Die Weltcup-Führende Mäkäräinen hatte angesichts von 25 Punkten Vorsprung schon die Hand an der Kleinen Kristallkugel. Doch die Finnin kam nur auf den enttäuschenden 19. Platz. Noch ärger erwischte es Einzel-Weltmeisterin Helena Ekholm als 38.

In der Gesamtwertung verdrängte Neuner damit Ekholm vom zweiten Platz und hat vor dem Verfolger- am Samstag sowie dem Massenstart-Rennen am Sonntag nur noch 22 Punkte Rückstand auf Mäkäräinen. Trotzdem verschwendet die zehnmalige Weltmeisterin keinen Gedanken an eine Titelverteidigung der Weltcup-Gesamtwertung - zumindest offiziell. „Irgendwie denke ich da nicht drüber nach. Für mich war das überhaupt kein Thema - bis jetzt. Wir können uns überraschen lassen. Es kommt immer anders als man denkt“, meinte die Wallgauerin völlig entspannt. Auch Disziplin-Trainer Gerald Hönig war einmal mehr beeindruckt von seiner Vorzeige-Athletin. „Heute früh war das nicht abzusehen. Lena ist angeschlagen und mit keiner großen Erwartungshaltung ins Rennen gegangen. Beeindruckend, was sie geleistet hat“, sagte er.

Ihren Heimvorteil konnte Miriam Gössner unterdessen nicht nutzen. Vor den Augen ihrer norwegischen Mutter Siv und ihrer Cousine musste die 20-Jährige insgesamt sechs Strafrunden laufen und wurde nur 35.

dpa

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