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Sport Mikekäfer
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11:47 28.04.2010
Von Der Platzwart
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Minus zehn Tore in zwei Spielen kannte man vorher eher vom Basketball. Doch Hannover wäre nicht die coolste Ecke Deutschlands, wenn man sich davon aus der Ruhe bringen lassen würde. Eigentlich sei, so heißt es, bis auf eine historische 0:7-Klatsche und eine knappe 0:3-Niederlage gar nichts passiert, Platz 17 als Ruhezone für den Liga-Endspurt geradezu ideal.

Dafür geht’s ab Sonnabend richtig zur Sache, dann kommt Stimmung in die Bude, vorbei mit Larifari und bedeutungslosen Spielen um Platz 12. Also holt man in Hannover die Rechenschieber raus und freut sich auf zwei richtige Endspiele. Drei Punkte im Spiel gegen Gladbach sind dabei fest einkalkuliert, auch wenn die Gladbacher natürlich wie bekloppt kämpfen werden, es geht für die schließlich um Platz 11 in der Tabelle. Optimistisch stimmt ein Blick in die Historie, April 1970, 1:0 gegen Gladbach nach einem 2:7 gegen die Bayern. Das kann kein Zufall sein, das ist Schicksal.

Genauso wie die Tatsache, dass sich 96-Stürmer Mike Hanke (Spitzname seit dem Leverkusen-Spiel: Mikekäfer) gegen Gladbach aller Wahrscheinlichkeit nach die vorerst wohl letzte Chance bietet, sich doch noch für die Weltmeisterschaft in Südafrika zu empfehlen. Mit fünf Buden gegen Gladbach, fünf Buden gegen Bochum und zehn Titelgeschichten in der „Bild“ ist Hanke im Kader, Kuranyi ist draußen, und allen inklusive dem Bundestrainer ist geholfen. Löw und Bierhoff müssten im Anschluss an die WM nicht zum HSV, 96 nicht nach Paderborn, und 96-Trainer Mirko Slomka könnte ein wenig entspannter in die Zukunft blicken. Mit Entsetzen hatte Slomka am Montag den Rausschmiss von Erfolgstrainer und Europa-League-Schreck Bruno Labbadia registriert. Gefeuert, obwohl Labbadias Mannschaft bei der Niederlage in Hoffenheim sogar ein Tor geschossen hatte – ein für hannoversche Verhältnisse unfassbarer Vorgang. Slomka hat reagiert. Ein Tor gegen Gladbach ist seitdem Pflicht, sicher ist sicher.

96-Präsident Martin Kind hat am Wochenende mal über den Kellerrand geblickt und war beim Eishockey. Kind verfolgt den entscheidenden Sieg der Scorpions, danach weiß er: Meisterschaft ist auch keine Lösung, 10.000 Zuschauer hätte 96 selbst in der 3. Liga. Augsburg ist schlagbar.

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