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Sport Nach dem Finaleinzug träumen die Bayern vom Titel
Sportbuzzer Sport Nach dem Finaleinzug träumen die Bayern vom Titel
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09:59 28.04.2010
Die Bayern wollen am 22. Mai in Madrid den Titel in der Königsklasse holen.
Die Bayern wollen am 22. Mai in Madrid den Titel in der Königsklasse holen. Quelle: dpa
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Die Bayern wollen den Titel: „Ich sage heute: Diese Mannschaft verdient es auch, die Champions League zu gewinnen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch in seiner Bankettrede zwei Stunden nach dem 3:0-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon. Die Saison könne mit der Chance auf den Gewinn von Meisterschaft, DFB-Pokal und der Champions League „historisch werden“, ergänzte Rummenigge.

Die Bayern hoffen nun, dass im Endspiel gegen Titelverteidiger FC Barcelona oder Inter Mailand auch Franck Ribéry wieder mitwirken darf. Die Europäische Fußball-Union will am Mittwoch über das Strafmaß für den französischen Nationalspieler entscheiden, der beim 1:0-Hinspielsieg gegen Lyon wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen hatte und beim Rückspiel darum automatisch aussetzen musste. „Es ist schon öfter passiert, dass ein Spieler nach einer Roten Karte nur für ein Spiel gesperrt worden ist. Wir haben Hoffnung für das Finale“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Bayern München kann im Finale der Champions League zudem auf einen millionenschweren Geldsegen hoffen. Neun Millionen Euro erhält der Sieger von Madrid als Titel-Prämie von der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Der unterlegene Finalist ist immerhin mit 5,2 Millionen Euro dabei. Als Titelgewinner könnte der deutsche Rekordmeister damit in der Königsklasse in dieser Saison rund 60 Millionen Euro einnehmen. Die Bayern kommen nach dem Halbfinalerfolg auf mindestens 25,4 Millionen Euro an UEFA-Prämien, bei einem Finalsieg steigert sich dieser Betrag auf 29,2 Millionen.

Hinzu kommen die Gelder aus dem sogenannten Markt-Pool, deren Höhe erfolgsbezogen ist. Die Bayern können aus dem deutschen Anteil mit einem Betrag von mindestens 15 Millionen Euro rechnen. Dazu kommen noch die Zuschauereinnahmen aus den sechs Heimspielen von ebenfalls um die 15 Millionen Euro.

In den Jubel über den Einzug ins Finale haben sich bei Spielern und Verantwortlichen auch sorgenvolle Gedanken um ihren Teamkollegen Anatoli Timoschtschuk gemischt. Der 31 Jahre alte Ukrainer hatte am Dienstagabend offiziell wegen einer Magen-Darm-Erkrankung gefehlt. Der wahre Grund war aber viel schlimmer, wie Bayern-Präsident Uli Hoeneß anschließend verriet. „Jetzt kann ich es ja erzählen“, sagte Hoeneß im Pay-TV-Sender Sky. Die Mannschaft habe auch für Timoschtschuk gespielt, der mit seiner Frau Nadija in einem Münchner Krankenhaus sei. Die ungeborenen Zwillinge des Paares seien „gefährdet“, berichtete Hoeneß: „Die Fruchtblase ist im sechsten Monat geplatzt - es ist eine dramatische Geschichte. Das haben wir natürlich nicht bekanntgegeben. Wir hoffen alle von hier, dass es ihm gut geht. Wir haben ihm und seiner Frau den Sieg gewidmet.“

dpa

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