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Sport 2014 kommt die Formel Turbo
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15:26 23.11.2013
In Brasilien tritt Sebastian Vettel ein letztes nach den bisherigen Formel-1-Regeln an. In der nächsten Saison kommt der Umbruch. Quelle: dpa
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São Paulo

Nach einer Radikalreform startet die Formel 1 im kommenden Jahr mit neuem Sound und neuer Optik durch. Hinter verschlossenen Werkstüren arbeiten Branchenführer Red Bull und die Verfolger mit Hochdruck schon lange an den Rennwagen für 2014. Ob es ein Augen- und Ohrenschmaus wird, zeigt sich spätestens am 28. Januar, wenn die neue Jagd auf Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel mit dem Testauftakt im südspanischen Jerez Fahrt aufnimmt.

Dann wird vieles kaum mehr sein, wie es einmal war. Statt der V8-Saugmotoren treiben V6-Turboaggregate die Wagen an. Die Spitzen der Autos hängen tiefer - maximal 18,5 Zentimeter - überm Asphalt, der Knick in der Nase wird verboten und die Frontflügel werden breiter. Hinzu kommen weitreichende technische Veränderungen unter dem Chassis. Ein limitierter Spritverbrauch und ein Strafenkatalog für Verkehrssünder - wer zu viele Punkte sammelt, wird beim nächsten Rennen „zwangsgeparkt“.

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Der Führerscheinentzug bereitet den Fahrern und Teamspitzen jedoch die geringsten Sorgen. „Der Motor wird eine entscheidende Rolle spielen“, prophezeite Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko. Selbst mit einem optimalen Chassis - jener Teil des Wagens, den Red Bull selbst baut, während Renault den Antriebsstrang liefert - könne man einen Rückstand von 50 bis 100 PS einfach nicht mehr aufholen.

Zwischen 600 und 640 PS sollen die neuen Triebwerke leisten, hinzu kommt allerdings die enorm gesteigerte Zusatz-Power. Waren es bis zu diesem Jahr noch 82 PS für 6,7 Sekunden pro Runde durch KERS (Kinetic Energy Recovery System), liefern die neuen Energiespeicher (ERS/Energy Recovery System) ab 2014 satte 160 PS - und das für maximal 33,3 Sekunden. „Wir werden für Qualifying und Rennen, fürs Überholen, fürs Verteidigen der Position und für die optimale Rundenzeit die Energie ganz unterschiedlich einsetzen“, erklärte Rob White, Leiter der Formel-1-Motorenentwicklung bei Renault.

Vor allem Mercedes und Ferrari setzen auf den Vorteil, ihr Auto samt Motor aus einem Guss zu produzieren. „Das ist ein signifikanter Nutzen“, sagte Silberpfeil-Teamchef Ross Brawn vor dem letzten Saisonrennen in Brasilien. Der Motor sei zwar nicht das einzig ausschlaggebende Merkmal in der kommenden Saison, aber mehr als in den vergangenen Jahren. Daher sei er auch leicht optimistisch, dass Mercedes 2014 einen Lauf haben könne.

Alle Teams werden aber mit noch mehr Hochdruck als sonst alles daran setzen müssen, die komplett neuen Autos so schnell wie möglich zu verstehen, Mängel zu beheben und Vorteile weiter auszubauen. Angesichts der Komplexität keine leichte Aufgabe. „Die Herausforderung wird sein, ein zuverlässiges und gleichzeitig schnelles Auto zu bauen, wobei die Integration des Antriebsstranges eine wichtige Rolle spielen wird“, sagte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn der dpa: „Zudem entscheidend wird auch das Management mehrerer Faktoren wie etwa der Reifen und des Benzinverbrauchs sein.“

In Sachen Sprit sind zumindest die Voraussetzungen klar. 100 Kilogramm, was rund 135 Litern entspricht, stehen zur Verfügung. Schon jetzt bahnt sich aber in Sachen Reifen der nächste Zoff an. Der leidgeprüfte Hersteller Pirelli fragte bei den Teams nach einem Test im kommenden Monat in Bahrain an. Die Gummi-Experten brauchen unbedingt verwertbare Daten.

Sollte ein Team alleine die neuen Reifen zunächst testen können, würde das zu einer recht unfairen Situation führen, monierte aber Mercedes-Teamchef Brawn. Die Rivalen von Ferrari signalisierten hingegen Interesse, getreu dem Motto: Besser einer als keiner. Noch bevor die alte Saison beendet ist, wirft die kommende ihre Schatten voraus.

dpa

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