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Sport Nigerias Präsident hebt Rückzug des Fußballnationalteams auf
Sportbuzzer Sport Nigerias Präsident hebt Rückzug des Fußballnationalteams auf
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19:32 05.07.2010
Nigerias Präsident hat den Bann für „Super Eagles“ aufgehoben.
Nigerias Präsident hat den Bann für „Super Eagles“ aufgehoben. Quelle: dpa
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„Die Regierung war so großzügig, den Bann zum Wohle des nigerianischen Fußballs aufzuheben“, sagte der neu ernannte Präsident des Nigerianischen Fußballverbandes NFF, Aminu Maigari, in Abuja. Der Weltverband wollte noch keinen Kommentar abgeben, kündigte aber für den Abend eine Erklärung an.

Zuvor hatte die FIFA mit einer Suspendierung gedroht und Nigeria eine Frist bis Montagabend (18.00 Uhr) gesetzt. Jonathan hatte nach dem sieglosen Ausscheiden der „Super Eagles“ in der Vorrunde der Fußball-WM in Südafrika am Mittwoch den nationalen Verband eigenmächtig aufgelöst und die Nationalmannschaft für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen. Dies widerspricht den FIFA-Statuten, die jede staatliche Einmischung in die Angelegenheiten der nationalen Verbände verbieten.

Am Wochenende hatte der NFF seine bisherige Verbandsleitung abgesetzt und Maigari zum neuen Vorsitzenden ernannt. Maigari entschuldigte sich bei der Regierung für die schlechte Leistung der Nationalmannschaft und appellierte an den Präsidenten, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Mehrere nigerianische Fußballexperten hatten Jonathans Entscheidung zunächst gelobt. „Es ist eine gute Entscheidung“, sagte Abdulmumini Aminu, ehemaliger Vorsitzender des nigerianischen Fußballverbands NFF. „Ghana und Mosambik haben einst ähnliche Maßnahmen getroffen und sind stärker zurück gekehrt.“ Der nigerianische Fußball habe so nach der als unbefriedigend angesehenen Leistung der „Super Eagles“ bei der WM in Südafrika eine bessere Chance für einen Neuanfang.

Auch der ehemalige Nationalspieler Waidi Akanni unterstützte Johnathan. „Wenn das unserem Fußball den einstigen Ruhm zurück einbringt, bin ich dafür“, sagte er der Zeitung „The Guardian“. „Ein Vorstand, der nicht weiß, wie er den Sport nach vorne bewegt, sollte abtreten.“

dpa