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12:00 08.09.2013
Novak Djokovic und Rafael Nadal während des French-Open-Halbfinals im Juni 2013. Quelle: dpa
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New York

Vor einem Jahr musste sich Rafael Nadal das Endspiel der US Open im Fernsehen anschauen. Sieben Monate konnte und durfte der Spanier wegen seiner langwierigen Knieverletzung kein Tennis spielen. 12 Monate später steht der 27-Jährige bei dem Grand-Slam-Spektakel in New York im Finale - und kann seine schier unglaubliche Comeback-Saison mit einem weiteren Titel krönen.

Nummer eins gegen Nummer zwei, Novak Djokovic gegen Rafael Nadal - die Dramaturgie für das letzte große Turnier der Saison hätte besser nicht sein können. Nach dem Achtelfinal-Aus von Roger Federer und dem Viertelfinal-Scheitern von Andy Murray duellieren sich die beiden Ausnahmeerscheinungen dieser Saison am Montag (23.00 Uhr MESZ/Eurosport) in der größten Tennis-Arena der Welt. Wenn der 26 Jahre alte Serbe und sein ein Jahr älterer Kontrahent das Arthur Ashe Stadium betreten werden, wartet das insgesamt 37. direkte Aufeinandertreffen auf die elektrisierten Fans. Zweimal schon standen sie sich hier im Endspiel gegenüber.

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2010 gewann Nadal in vier Sätzen, 2011 hieß der Sieger nach vier Sätzen Djokovic. "Ich würde lieber gegen jemand anderen spielen, aber so ist es nun mal", scherzte Nadal nach seinem mühelosen Halbfinal-Sieg gegen den Franzosen Richard Gasquet. "Seien wir doch mal ehrlich, in einem Finale würde ich lieber gegen einen spielen, gegen den ich größere Chancen hätte zu gewinnen", sagte der Linkshänder in einer Mischung aus Respekt, Koketterie und ernst gemeintem Understatement. Natürlich ist ein Finale gegen die Nummer eins der Welt die denkbar schwerste Herausforderung. Djokovic wird unabhängig vom Ausgang des Matches seine Spitzenposition in der Branchenwertung verteidigen.

Der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger hat 2011 hier in Flushing Meadows das Endspiel gegen Nadal für sich entschieden und spielte auch in der 2013er-Auflage bislang überzeugend auf. Selbst als es mal nicht so gut lief und er im Halbfinale gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka in die Defensive geriet, gelang dem Entfesselungskünstler aus Belgrad noch ein Sieg in fünf Sätzen. Und dennoch sollte der phänomenale Nadal im Vorteil sein. 21:15 heißt es im Vergleich mit Djokovic. Seine Jahresbilanz muss sich für jeden Gegner, ob er nun Ryan Harrison wie in Runde eins, Ivan Dodig in Runde drei, Philipp Kohlschreiber im Achtelfinale oder eben Djokovic im Endspiel heißt, beängstigend lesen: 59 Partien hat Nadal seit seinem Comeback Anfang 2013 bestritten und nur drei verloren.

Zwölf Turniere hat er gespielt, elfmal stand er im Finale, neunmal holte er den Titel. Nur in Wimbledon schied er in Runde eins aus. Auf dem Weg in sein 18. Endspiel bei einem der vier größten Turniere hat Nadal nur einen Satz abgegeben - gegen Kohlschreiber. Auf Hartplatz ist er nun seit 21 Spielen ungeschlagen und hat auf dem Betonbelag in diesem Jahr noch keine Niederlage kassiert.

"Ohne jeden Zweifel ist er im Moment des beste Spieler des Jahres.Er ist der ultimative Kämpfer da draußen auf dem Platz. Er gibt keinen Ball verloren und spielt gerade wahrscheinlich das beste Tennis, das er jemals auf Hartplatz gespielt hat", sagte Djokovic über den früher so gerne Sandplatz-Spezialisten titulierten Nadal. Es ist also alles angerichtet für den Showdown vor 23 000 Zuschauern in Flushing Meadows. "Es macht mich sehr glücklich, hier im Finale zu sein, das allein ist ein großartiges Resultat", sagte Nadal. "Nach dem, was letztes Jahr war, ist es ein Traum für mich."

dpa

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