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Sport Psychologe Marlovits betreut VfL-Profis
Sportbuzzer Sport Psychologe Marlovits betreut VfL-Profis
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17:21 13.01.2015
Ein Kondolenzbuch liegt nach dem Tod des Fußballspielers Junior Malanda in der Volkswagen Arena, dem Stadion des VfL Wolfsburg, aus. Quelle: Peter Steffen/dpa
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Kapstadt

Die Fußball-Profis des VfL Wolfsburg erhalten während ihres Trainingslagers in Südafrika professionelle Hilfe von einem erfahrenen Sportpsychologen. Der Bundesligaclub hat nach dem Unfalltod von Junior Malanda den seit vielen Jahren im Spitzensport tätigen Psychotherapeuten Andreas Marlovits mit nach Kapstadt genommen. Er soll dort die insgesamt 25 Spieler betreuen, die nach der Todesnachricht am vorigen Samstag völlig geschockt waren und sich laut Manager Klaus Allofs in einem «fürchterlichen Zustand» befanden. 2009 hatte Marlovits den Spielern und Verantwortlichen von Hannover 96 geholfen, über den Suizid von Nationaltorhüter Robert Enke hinwegzukommen.

«Es ist notwendig, dass man in so einer Situation professionell begleitet wird», erklärte Allofs am Dienstag. Er stellte den neuen Mitarbeiter im Wolfsburger Team-Hotel in Kapstadt vor. «Wir wollen das nicht verstecken und sind offensiv mit dem Thema umgegangen», fügte der Geschäftsführer hinzu. Marlovits selbst soll im Hintergrund arbeiten. Er bleibt zunächst bis zum Ende des Trainingslagers am nächsten Sonntag bei der Mannschaft, danach wolle man sehen, wie es weitergeht.

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Laut Allofs sind sowohl Einzel- als auch Gruppen-Gespräche der Spieler mit dem Psychologen vorgesehen. «Trauerarbeit verläuft bei 25 Menschen nicht parallel», erklärte der VfL-Manager und frühere Nationalspieler.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking, die bei der ersten Trainingseinheit im Athlone-Stadion mit einer Schweigeminute ihrem gestorbenen Mitspieler gedacht hatte, bereitete sich am Dienstag mit einer Doppel-Schicht auf das erste Testspiel gegen Ajax Cape Town an diesem Mittwoch (18 Uhr) vor. Der Einsatz von Torwart Diego Benaglio ist dabei fraglich. Der Schweizer fehlte ebenso wie Co-Trainer Dirk Bremser wegen eines grippalen Infekts.

Mindestens drei Wochen müssen die Wolfsburger auf Josuha Guilavogui verzichten. Der französische Mittelfeldspieler, der am Sonntagabend nicht mit nach Kapstadt geflogen, soll am Mittwoch in Berlin wegen anhaltender Leisten-Beschwerden operiert werden.

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