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Sport Die Rückkehr des Kunstschützen
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08:45 14.02.2015
Von Christian Purbs
Moritz Stoppelkamp hat für sein Rekordtor gegen Hannover 96 seine eigene Allee bekommen.
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Hannover

Es muss schon etwas ganz Besonderes vorgefallen sein, wenn ein Bundesligaverein eine Allee vor seinem Stadion nach einem Spieler benennt. Okay, die Länge der Allee ist mit
82,3 Metern eher bescheiden. Aber immerhin. Gewidmet hat der SC Paderborn diesen Fußweg vor der Benteler-Arena seinem Profi Moritz Stoppelkamp, nachdem sich der Mittelfeldspieler am
20. September vergangenen Jahres mit seinem Tor zum 2:0 gegen Hannover 96 in die Fußball-Geschichtsbücher eingetragen hatte. Ein Treffer aus 82,3 Metern, das hatte es in 51 Jahren Bundesliga noch nicht gegeben. Gut möglich, dass die „Stoppelkamp-Allee“ an einen Rekord für die Ewigkeit erinnert.

Ob die „Roten“ Stoppelkamp im Rückspiel in Hannover schon vom Paderborner Strafraum an Begleitschutz geben würden, wurde Tayfun Korkut kürzlich gefragt. Der 96-Trainer schmunzelte, wohlwissend, dass seiner Mannschaft so ein Gegentor so schnell nicht noch einmal passieren wird, der Paderborner Kunstschütze allerdings auch immer für eine außergewöhnliche Aktion gut ist. Dreimal hat Stoppelkamp in dieser Saison für den Aufsteiger getroffen, sein letztes Erfolgserlebnis feierte der 28-Jährige jedoch bereits Anfang Oktober beim 2:2 in Leverkusen.

Sein Rekordtor gegen die „Roten“, für die Stoppelkamp von 2010 bis 2012  spielte, war für ihn auch ein Stück weit Vergangenheitsbewältigung. „Mir sind tausend Dinge durch den Kopf gegangen. Es war ja keine schöne Zeit in Hannover. Natürlich war das eine Genugtuung“, sagte der Offensivspieler, der nach seinem Wechsel von 1860 München beim Aufsteiger zu einer festen Größe geworden ist, nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel.

Es hat jedoch wenig mit Genugtuung zu tun, wenn der Paderborner am Sonntag in Hannover unbedingt wieder treffen möchte. Nach einer furiosen Hinrunde ist der Aufsteiger in der Tabelle bis auf den 15. Platz abgerutscht und seit 419 Minuten ohne Treffer. Diese bittere Bilanz will der SCP unbedingt beenden. Ein Tor soll endlich her – aus welcher Entfernung auch immer.

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