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Sport Schünemann prüft Bahnverbot für randalierende Fußballfans
Sportbuzzer Sport Schünemann prüft Bahnverbot für randalierende Fußballfans
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15:40 16.06.2011
Niedersachsens Innenminister Schünemann prüft ein Bahnverbot für Hooligans und gewaltbereite Fußballfans. Quelle: dpa (Archivbild)
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Hannover

Über das Stadionverbot hinaus solle ein Beförderungsverbot für die Bundesliga-Spiele für Fans geprüft werden, die durch Gewalttaten bereits aufgefallen seien. „Das wird ein Thema bei der nächsten Innenministerkonferenz sein.“ Gezeigt habe sich, dass es die meiste Gewalt inzwischen nicht mehr in den Fußballstadien, sondern auf der An- und Abreise gebe.

Nach Randalen zwischen Fans von Hannover 96 und dem FC St. Pauli prüft auch die Bundespolizei in Hannover ein Beförderungsverbot für einzelne der beteiligten Fans. Mitte April waren beide Gruppen auf der Rückfahrt von unterschiedlichen Partien aneinandergeraten, als sich ihre Züge im Bahnhof von Uelzen begegneten. Bei der Ankunft in Hannover zündeten rund 500 Hannoveraner Pyrotechnik und brachen Sitzkissen aus den Waggons und warfen sie auf den Bahnsteig. Für zwei der Beteiligten werde ein Beförderungsverbot vorbereitet, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. „Das wird weiter vorangetrieben.“

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Die 96er sollen damals nach Polizeiangaben die Paulianer zunächst beschimpft und verbal provoziert haben. Anschließend versuchten hannoversche Fans immer wieder, die Gleise zu überqueren, um auf die Hamburger loszugehen. Die Polizei trennte die beiden Gruppen, die seit Jahren ein feindschaftliches Verhältnis zueinander pflegen. Dabei setzten die Beamten auch Schlagstöcke ein. Wegen der Auseinandersetzungen musste der Bahnhof Uelzen rund eine halbe Stunde gesperrt werden. 23 Züge waren davon betroffen.

Damit nicht genug. Nachdem die 500 Fans aus Hannover um kurz vor 22 Uhr ihre Fahrt mit einem ICE ab Uelzen fortgesetzt hatten, randalierten sie in dem Schnellzug. Bei der Ankunft im hannoverschen Hauptbahnhof zündeten sie Feuerwerkskörper und rissen Sitzkissen in den Waggons heraus, die sie anschließend auf den Bahnsteig warfen. Die Polizei nahm die Chaoten in Empfang und notierte die Personalien von einigen der Beteiligten.

dpa/tm

16.06.2011
Uwe Janssen 16.06.2011