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Sport Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ecclestone
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16:10 20.07.2012
Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen den Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Quelle: dpa
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München

Die Staatsanwaltschaft München sammelt weitere Bausteine für eine Anklage gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Der wegen Bestechlichkeit bereits verurteilte frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowksy hat inzwischen als Zeuge im Verfahren gegen den Briten bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Wie „Süddeutsche Zeitung" und „Münchner Merkur" am Freitag übereinstimmend berichteten, hat er dabei sein Geständnis aus dem Prozess wiederholt und Ecclestone beschuldigt, ihm 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben.

Weder die Staatsanwaltschaft noch die Anwälte von Ecclestone und Gribkowsky wollten sich dazu äußern. Ecclestone bestreitet die Vorwürfe. Ob der 81-Jährige am Wochenende zum Formel-1-Rennen auf den Hockenheimring kommt, konnte am Freitag zunächst noch niemand bestätigen.

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Gribkowsky war im Juni wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte gestanden, von Ecclestone rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld angenommen zu haben.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Gribkowsky konnte deshalb nicht zu einer Zeugenaussage im Ecclestone-Verfahren gezwungen werden. Allerdings hofft er, dass die Justiz ihm bei den Haftbedingungen entgegenkommt oder dass er vor dem Antritt seiner Strafhaft vielleicht noch aus der Untersuchungshaft freikommt.

Gribkowsky hat auch angekündigt, dass er die Bestechungsgelder nach Deutschland zurückholen und den Schaden nach Kräften wiedergutmachen will. Die BayernLB und das Finanzamt wollen von Gribkowsky insgesamt rund 48 Millionen Euro haben. Wenn sich Anhaltspunkte für Schadenersatzansprüche gegen Ecclestone ergeben sollten, würde man auch die konsequent geltend machen, sagte ein Banksprecher.

Ecclestone beteuert seine Unschuld und hatte vor Gericht als Zeuge erklärt, er sei von Gribkowsky mit Steuergeschichten in Großbritannien erpresst worden. Für die Richter im Gribkowsky-Prozess dagegen war Ecclestone die treibende Kraft bei der Bestechung.

dpa

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