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Sport Streik legt WM-Spielort lahm
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07:11 21.05.2014
Mit Bussen wurden Hauptverkehrsstraßen in Sao Paulo blockiert. Quelle: dpa
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Sao Paulo

15 geschlossene Busbahnhöfe, mindestens 205 Linien im Stillstand, quergestellte Fahrzeuge als Barrikaden, Rekordstau von 261 Kilometern in São Paulo: Der Streik der Busfahrer und Schaffner legte am Dienstagabend den Verkehr in der 12-Millionen-Stadt lahm. Auch ein Protestmarsch der städtischen Lehrer trug zu einem weiteren Chaos-Tag in der WM-Stadt bei. Durch den Busstreik waren laut des städtischen Verkehrsamtes rund 230.000 Passagiere, größtenteils auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, betroffen. Im Stadtteil Grajaú zündete eine wütende Menge bei der Räumung eines besetzten Grundstücks durch die Polizei mindestens fünf Busse an, drei Fahrzeuge brannten total aus.

Über 10.000 streikende Lehrer blockierten zudem auf ihrem Protestmarsch in der Innenstadt zeitweilig wichtige Verkehrsadern. São Paulos Bürgermeister Fernando Haddad klassifizierte den Ausstand als "unverantwortlich und unzulässig" und sprach von einem Sabotageakt, weil mit der Bus-Gewerkschaft schon ein Kompromiss über Lohnerhöhung und Zusatzleistungen vereinbart worden sei.

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Streik auch bei der Polizei

Die Metropole, in der am 12. Juni das WM-Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien, drei weitere Vorrundenpartien sowie je ein Achtel- und ein Halbfinale stattfinden, war schon im vergangenen Jahr während des Confed Cups Zentrum der Protestkundgebungen gewesen.

In der Stadt Belém haben derweil Proteste die Ausstellung des WM-Pokals verhindert. Wütende Demonstranten bewarfen das Ausstellungsgebäude am Dienstag mit Steinen und Stöcken, wie die Tageszeitung "O Estado de São Paulo" berichtete. Die Organisatoren brachen die Ausstellung daraufhin ab und brachten die goldene Trophäe in Sicherheit.

Ein turbulenter Tag steht dem WM-Gastgeber auch heute bevor: Die Zivilpolizisten von 14 Bundesstaaten kündigten am Dienstag einen Streik an. Mit der 24-stündigen Arbeitsniederlegung am Mittwoch sollten höhere Löhne erkämpft werden, hieß es auf der Website der Polizeigewerkschaft. In sechs der betroffenen Bundesstaaten sind WM-Spielorte.

sid/afp/dpa/zys

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