Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sport TSV Havelse ist zum Traumlos verdammt
Sportbuzzer Sport TSV Havelse ist zum Traumlos verdammt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:15 26.08.2012
Von Björn Franz
Nach dem Sieg gegen Nürnberg muss sich der TSV Havelse jetzt ein neuen Platz für das nächste Spiel suchen. Quelle: Petrow
Anzeige
Garbsen

Die Bühne ist bereitet. Am Sonnabend wollen die Regionalliga-Fußballer des TSV Havelse nach dem Punktspiel gegen den SV Meppen (14 Uhr) in geselliger Runde ihrem nächsten Höhepunkt entgegenfiebern. Bei Möbel Hesse in Garbsen steigt von 20 Uhr an die „TSV-Pokalparty“, deren Höhepunkt gegen 23 Uhr die Auslosung der 2. Runde im DFB-Pokalwettbewerb sein soll. Doch Havelses Manager Stefan Pralle blickt dem Spektakel alles andere als sorgenfrei entgegen. Denn wo seine Mannschaft die Heimpartie am 30. oder 31. Oktober austragen wird, weiß er beim besten Willen nicht.

Da das Flutlicht im heimischen Wilhelm-Langrehr-Stadion, in dem das Team von Trainer André Breitenreiter am Sonntag mit dem 3:2-Sieg über den Bundesligisten 1. FC Nürnberg für eine riesige Pokalüberraschung sorgte, nicht fernsehtauglich ist, kann der TSV dort nicht am Dienstag- oder Mittwochabend auflaufen. Doch die Umzugsmöglichkeiten sind begrenzt. Weder das Rudolf-Kalweit-Stadion von Arminia Hannover noch das Stadion des OSV Hannover oder das Leine-Stadion in Letter sind für ein DFB-Pokalspiel am Abend geeignet. Bliebe also nur die AWD-Arena des großen Nachbarn Hannover 96. Doch um das auch nur halbwegs zu füllen, benötigen die Havelser schon ein Traumlos der Marke Bayern München oder Borussia Dortmund.

Anzeige

Also kommt alles auf Nationalmannschafts-Kotrainer Hansi Flick an, der die Paarungen der 2. Runde am Sonnabend gemeinsam mit Schauspielerin Sophia Thomalla ermitteln wird. Als einer von sieben Dritt- oder Viertligisten haben die Havelser dabei ein Heimspiel garantiert - und erhalten einen der 25 verbliebenen Erst- und Zweitligisten zugelost. Flick könnte unmittelbar nach dem Garbsener Regionalligisten also tatsächlich den großen FC Bayern aus dem anderen Topf fischen, den Double-Gewinner aus Dortmund, die „Königsblauen“ von Schalke 04 - oder aber auch den FC Sandhausen.

Zwar wäre eine Partie gegen den Zweitligaaufsteiger sportlich durchaus reizvoll. Doch im 49000 Zuschauer fassenden 96-Stadion würde bei ihr wohl allenfalls jeder zehnte Platz besetzt werden. „Ohne den Sandhausenern oder auch Erzgebirge Aue zu nahe treten zu wollen: Ich weiß beim besten Willen nicht, wo wir gegen sie antreten sollten“, sagt Pralle daher fast schon entschuldigend. Bliebe noch die lokale Variante: ein Derby gegen 96. „Das wäre aus organisatorischer Sicht völlig unproblematisch“, meint Pralle, der wegen des möglichen Umzugs bereits ein lockeres Gespräch mit 96-Klubchef Martin Kind geführt hat. Doch den Reiz eines „Pokalschlagers“ würde der Vergleich, den es regelmäßig bei Freundschaftsspielen gibt, nicht wirklich haben. Und so sind die Havelser am Sonnabend also praktisch zum Traumlos verdammt.

Sport HAZ-Fielmann-Fußballschule - Am liebsten noch ein bisschen nachsitzen
Christian Purbs 22.08.2012
22.08.2012
Sport Ende des Aufschwungs - Handball-Clubs müssen sparen
22.08.2012