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Sport Termindiskussion um die „Nacht von Hannover“
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18:06 23.08.2010
Von Stefan Knopf
Cadel Evans gewinnt den Super Cup der Hannoverschen Volksbank und ist Sieger. Quelle: Ulrich zur Nieden

Um kurz nach Mitternacht machten sie das Publikum nass. Danilo Hondo war der Erste, der bei der Siegerehrung bei der „Nacht von Hannover“ den Korken knallen ließ, und kaum hatte der Gewinner des Dernyrennens mit einem breiten Grinsen eine Ladung Sekt auf die Zuschauer regnen lassen, die zu nah am Podium standen, da knallte es auch schon zum zweiten Mal: Cadel Evans, dem Sieger des Hauptrennens, war es ganz offensichtlich noch zu trocken unter dem sommerlichen hannoverschen Nachthimmel.

Mit Evans stand am Ende des Radsportspektakels ein Fahrer auf dem Treppchen, der gar nicht da gewesen wäre, wenn alles nach Plan gelaufen wäre. Mehrere Profis hatten ihre Zusage für die „Nacht“ wegen Terminkollision mit anderen Rennen wieder zurückziehen müssen, erst am Dienstag konnten die Veranstalter den aktuellen Weltmeister kurzfristig als Nachverpflichtung präsentieren; im Nachhinein nicht nur aus Prestigegründen ein Glücksfall, doch die Diskussion, ob die „Nacht“ auf dem neuen Termin Ende August wirklich gut aufgehoben ist oder ob sie nicht doch wieder näher an die Tour de France heranrücken sollte, wie es noch vor drei Jahren der Fall war, ist in vollem Gange.

„Wir werden uns mit der Stadt und mit Hannover Marketing zusammensetzen“, sagt Michael Kramer, der Pressesprecher der „Nacht“. Große Differenzen sind dabei nicht zu erwarten: „Wir sind uns einig, dass der Termin nicht so gut ist. Aber das ist alles eine Frage der Machbarkeit.“

Mit dem neuen Termin wollte die Stadt die Überschneidung von „Nacht“ und Maschseefest beenden, womöglich wird auch darüber noch einmal neu diskutiert. Obgleich es dabei durchaus im Detail haken kann, wie Kramer sagt: So klagten unter anderem Bierlieferanten, dass sie weder genügend Bierwagen noch genügend Personal hätten, um beide Veranstaltungen parallel versorgen zu können. „Manchmal sind es ganz profane Dinge“, sagt Kramer. „Aber wenn es ginge, hätten wir gerne wieder den Freitag nach der Tour, ganz klar.“

Unstrittig sei dagegen, dass auch künftig rund um die Oper gefahren werde. Ein Zurück an die Markthalle werde es aus Imagegründen nicht geben, sagt Kramer. „Wir wussten, dass an der Oper eine andere Atmosphäre herrschen wird als in dem Kessel rund um die Markthalle. Aber der Kurs steht außerhalb jeder Diskussion.“

Dass die neue Strecke eine ungleich schönere Kulisse besitzt, ist auch bei den meisten Zuschauern unstrittig. 30 000 waren es offiziellen Angaben zufolge am Freitagabend – und demzufolge so wenige wie lange nicht. „Unserer Auffassung nach waren definitiv mehr Zuschauer da als im vergangenen Jahr“, sagt Kramer, als die Polizei noch 50 000 Besucher geschätzt hatte. Doch damals sei ein anderer Einsatzleiter vor Ort gewesen: „Wir haben die hohen Zahlen der vergangenen Jahre nicht kommentiert und tun das auch dieses Jahr nicht.“

Womöglich ist die Zuschauerzahl, die alljährlich durch Hannovers Nacht wabert, zweitrangig, solange die Stimmung an der Strecke stimmt. „So wie es jetzt gelaufen ist, ist es okay“, sagt Kramer.

Das fand übrigens auch Evans, der sich am Sonnabend nach seiner Weiterreise nach Mailand extra noch per E-Mail bei den Veranstaltern meldete und nicht nur vorsichtig für 2011 vorgefühlt hat, sondern sich noch einmal ausdrücklich bedanken wollte. „Das hat noch nie ein Fahrer getan“, stellt Kramer verblüfft fest.

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