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21:46 08.12.2013
Foto: Wolfsburg (l) hat nach dem Sieg in Freiburg allen Grund zum Jubeln - die Braunschweiger sind nach der Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin geknickt.
Wolfsburg (l) hat nach dem Sieg in Freiburg allen Grund zum Jubeln - die Braunschweiger sind nach der Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin geknickt. Quelle: dpa/r.
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Braunschweig/Freiburg

Wolfsburger Effizienz

Christian Streich wollte über die nächste Heimniederlage des SC Freiburg am liebsten erstmal nur wenige Worte verlieren. Einsilbig analysierte der Trainer zunächst das 0:3 (0:2) des zu Hause chronisch schwachen Tabellen-16. gegen den immer stärker werdenden VfL Wolfsburg, der nun schon Fünfter ist. Später sprach Streich von einer "vollständig verkehrten Welt", da die Breisgauer im Drei-Tage-Rhythmus spielen müssten, ein Verein wie der VfL hingegen eine komplette Woche zur Vorbereitung auf seine nächste Herausforderung nutzen könne.

Durch die Pleite verpassten die Freiburger vor dem entscheidenden Europa-League-Gruppenspiel am Donnerstag gegen den FC Sevilla den Sprung aus der Gefahrenzone der Fußball-Bundesliga und bleiben auf dem Relegationsrang. "Wir haben das Spiel zu Beginn der ersten Halbzeit verloren", stellte der verdrießlich dreinblickende Streich nach dem frühen Doppelschlag von Maximilian Arnold (8.) und Ivica Olic (11.) zurecht fest. Marcel Schäfer (90.+1) erzielte den lange überfälligen dritten Treffer für den erstarkten VfL. Nach nunmehr sieben Partien ohne Niederlage zählen die Niedersachsen zu den heißen Anwärtern auf einen Europapokalplatz im kommenden Jahr.

Herhas Erfolg hat einen Namen

Hertha-Rückkehrer Ronny hat im Duell der Aufsteiger den Unterschied ausgemacht. Dank seiner Vorlagen gewannen die Berliner 2:0 (1:0) bei Eintracht Braunschweig und können sich in der Fußball-Bundesliga wieder nach oben orientieren. Beim Tabellenletzten traf Adrián Ramos am Sonntagabend in der 20. Minute nach einem Ronny-Eckball zur Führung, Tolga Cigerci (80.) sorgte nach weiterer Vorlage des Brasilianers mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die Entscheidung. "Ronny hat nicht zum ersten Mal seine außergewöhnlichen Qualitäten gezeigt, das war mit spielentscheidend", lobte Hertha-Manager Michael Preetz am "Sky"-Mikrofon und Trainer Jos Luhuukay stellte treffend fest: "Ronny ist ein guter Passgeber, das ist Qualität.".

Vor 23 100 Zuschauern im ausverkauften Stadion blieben die Braunschweiger Gastgeber, bei denen in der Schlussphase Timo Perthel wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah, auch im vierten Spiel in Serie ohne Tor - damit stellten sie ihren Negativrekord aus dem Jahr 1985 ein. "Ich kann wieder einmal meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte Trainer Thorsten Lieberknecht und nannte als Rezept zur baldigen Besserung: "Zwei Nächte schlecht schlafen, aufstehen und Nutella-Brot essen." Mit 22 Punkten ist Hertha schon nach dem 15. Spieltag deutlich über dem Hinrunden-Soll. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen sind die Berliner weiter Tabellensiebter, verkürzten aber den Abstand auf den Europa-League-Rang sechs auf zwei Punkte. Braunschweig bleibt mit acht Zählern Tabellenletzter. 

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