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Sport Wasserballer proben den Aufstand
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17:13 11.01.2015
Von Norbert Fettback
Die Bundesligaclubs sind sich einig: Wasserball-Bundestrainer Nebojsa Novoselac soll gehen.n. Quelle: dpa
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Hannover

Bei der angestrebten Wachablösung auf dem Posten des Wasserball-Bundestrainers werden Rivalitäten unter den Spitzenklubs ausgeblendet. Auf einer Zusammenkunft in Hannover haben sich die Bundesligisten, aus deren Reihen Nationalspieler kommen, zu einer Koalition zusammengefunden. „Alle Vereine, deren Vertreter anwesend waren, haben sich gegen Nebojsa Novoselac ausgesprochen“, sagt Waspo-Coach Karsten Seehafer.

„Sie sind sich einig, sich für eine Übergangszeit selbst einzubringen.“ So könne die Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben der Nationalmannschaft koordiniert durch die Trainer aus Spandau, Duisburg und Hannover erfolgen. Dies sei Hans-Jörg Barth, dem Vorsitzenden der Fachsparte Wasserball im Deutschen Schwimm-Verband (DSV), signalisiert worden. Barth will dem DSV-Präsidium demnächst einen „einvernehmlichen Vorschlag“ vorlegen, wie er sagte.

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Gegen die weitere Zusammenarbeit mit Novoselac hatte die komplette Nationalmannschaft in einem Schreiben an den DSV votiert. Bei der Verbandsspitze soll der Serbe aber Fürsprecher haben. Für Bernd Seidensticker, der als Waspo-Chef wie auch Seehafer an dem Treffen teilnahm, ist eine schnelle Entscheidung unabdingbar. „Deutschland darf die Olympischen Spiele nicht erneut verpassen“, sagt er. „Wenn wir 2016 in Rio dabei sein wollen, muss man zusammenhalten und über Nichtigkeiten hinwegsehen.“

Seidensticker würde sich einer Lösung, dass Seehafer kommissarisch als Bundestrainer agiert, nicht verschließen. Seehafer selbst wäre dazu nur bereit, wenn er sich „einer Allianz der Vereine“ gewiss sein könne, wie er sagte. Als Kandidat gehandelt wird auch der frühere Waspo-Spieler Sören Mackeben.

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