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Sport Wird Diego vom VfL Wolfsburg in die 4. Liga verbannt?
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16:32 18.05.2011
Zickiger Star: Diego ist sich keiner Schuld bewusst. Quelle: dpa
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Diego in Meuselwitz, Plauen und Havelse - das ist die kurioseste Variante bei den Spekulationen über die Zukunft des zickigen Stars. Die Vorstellung, dass Felix Magath den brasilianischen Nationalspieler zur Strafe für seine Arbeitsverweigerung im letzten Saisonspiel mit der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg in der 4. Liga kicken lässt, dürfte viele Fußballfans amüsieren. Doch noch ist keine Entscheidung gefallen. Magath hält sich für die Zukunft des umstrittenen Starspielers alle Optionen offen. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden, weder in die eine noch in die andere Richtung", sagte der Trainer und Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch. Er dementierte damit auch, dass Diego nie wieder für den VfL in der 1. Liga spielen werde. "Bis zum Beginn der Saisonvorbereitung ist noch genügend Zeit, ein Gespräch mit Diego zu führen", sagte Magath.

Vom Aufsichtsratsvorsitzenden Francisco Javier Garcia Sanz habe er Rückendeckung, jede seiner Entscheidungen im Fall Diego werde akzeptiert. Diego ist längst nach Brasilien heimgeflogen, aber er bleibt in Wolfsburg das beherrschende Thema. "Botafogo will VfL-Diva Diego verpflichten", schreibt die "Wolfsburger Nachrichten", während die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" titelt: "Diego droht Sperre." Und die "Bild" behauptet: "Magath verbannt Diego." Er werde bei Magath nicht mehr spielen, heißt es. Für rund zehn Millionen Euro Ablöse könne er wechseln oder müsse in der 4. Liga spielen - also gegen Clubs wie ZFC Meuselwitz, VFC Plauen oder TSV Havelse.

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An Diego ein Exempel zu statuieren, wäre Magath zuzutrauen. Diese Form von Sanktionierung müsste bei der Volkswagen-Tochtergesellschaft VfL Wolfsburg-Fußball GmbH auch nicht am Geld scheitern. Aber es wäre eine sehr, sehr kostspielige Variante, vor allem weil der VfL Ersatz bräuchte und ähnlich begabte Spieler rar und teuer sind. Noch scheint Magath die Hoffnung auf Läuterung nicht aufgegeben zu haben. Ein Entschuldigung des Brasilianers, die es vor seiner Heimreise nicht gegeben hatte, könnte noch helfen. Schließlich weiß er um Diegos fußballerische Möglichkeiten, der Coach und Manager wollte um den Spielmacher eine neue Mannschaft für höhere Ansprüche aufbauen. Die Spekulationen und Gerüchte werden den Club noch eine Weile begleiten, zumal sich viele Fans eine Rückkehr zum VfL nach der Flucht vor dem existenziell entscheidenden Spiel in Hoffenheim kaum vorstellen können. Für sie sind die Abmahnung und die Geldstrafe in angeblich sechsstelliger Höhe kein ausreichendes Strafmaß.

Die einfachste Lösung wäre ein Transfer. Botafogo Rio de Janeiro und der FC Santos sind nach Angaben brasilianischer Medien interessiert. "Wir verfolgen den Fall Diego und unsere Vertreter in Europa sind mit dem Spieler in ständigem Kontakt", wird Santos- Clubpräsident Luis Alvaro de Oliveira Ribeiro zitiert. Dass die Clubs in seinem Heimatland sich Ablöse und Gehalt von Diego leisten können, ist indes zu bezweifeln.

dpa

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