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Alle Klippen umschifft

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17:24 19.06.2020
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Eine Einschränkung gibt es noch, denn der für den 27. Juni angesetzte Verbandstag müsste den Vorschlag des Niedersächsischen Fußballverbandes durchwinken und sie Saison mit Aufsteigern ohne Absteiger abbrechen.

Die SG wäre in diesem Fall trotz der noch ausstehenden Spiele ein verdienter Aufsteiger, das Team von Trainer Oliver Rick hat alle 18 Punktspiele gewonnen, führt die Tabelle der 1. Kreisklasse mit 20 Punkten Vorsprung an. „Ein Nichtaufstieg wäre jenseits aller Vorstellungen. Das wäre so was von verdient“, sagt Frank Fahlbusch, Vorsitzender des Spielausschusses im NFV-Kreis Schaumburg, der nach aktueller Beschlusslage keine Spielgemeinschaften oberhalb der 2. Kreisklasse erlaubt. Als sich die Bad Nenndorfer 2017 dem TuS Riehe anschlossen, gab es diese Einschränkungen noch nicht, deshalb durften die Nordkreisler gemeinsam in der 1. Kreisklasse antreten. Aufstiege waren aber ausgeschlossen.

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Die Verantwortlichen planten seit vergangenem Jahr die Ausgliederung ihrer Fußballabteilungen in einen gemeinsam neu zu gründenden Fußballverein. Dieser Schritt ist jetzt vollzogen. Die Jahreshauptversammlungen der beiden Vereine haben sich am 9. März für eine Fusion der Fußballabteilungen ab der D-Jugend ausgesprochen. „Die Ziele waren und sind dabei, langfristig attraktive Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung im Fußballbereich zu schaffen und somit den gelungenen Weg der Jugendarbeit konsequent im Herrenbereich fortzusetzen“, heißt es in einer Pressemitteilung des neuen Vereins.

Fahlbusch ist mit der neuen Konstellation zufrieden: „Wenn die Vereine so zusammenfinden, ist das eine gute Sache. Das streben wir an und verbieten Spielgemeinschaften, weil sie nicht nachhaltig sind und jederzeit aufgekündigt werden können.“ Das Spielrecht hat der neue Verein als Rechtsnachfolger der bisherigen Spielgemeinschaft erworben. „Der neue Verein dürfte sogar in den Bezirk aufsteigen“, stellt Fahlbusch klar.

Günter Bade führt die SG, der ehemalige Rieher Spartenleiter Christian Cornelius ist sein Vertreter. „Wir haben derzeit 18 Gründungsmitglieder, alles andere wird sich noch finden“, sagt der ehemalige Fußballchef des VfL Bad Nenndorf. Es werde auch nach Modalitäten gesucht, „dass neue Mitglieder nicht doppelt zur Kasse gebeten werden“. Die Stammvereine würden ihren Beitrag zur Mitfinanzierung leisten, so Bade, der alle Formalitäten mit Anträgen bei zuständigen Verbänden und auch dem Amtsgericht erledigt hat. „Die SG ist ein eingetragener Verein mit allen rechten und Pflichten.“

Der VfL Bad Nenndorf ist von der Mitgliederzahl zwar der größte Verein in Schaumburg, das neue Gebilde besteht aber „in etwa pari“ aus Spielern beider Klubs. Auch in der Jugend soll sich nicht viel ändern. Im Jugendförderverein (JFV) 2011 Nenndorf tritt die neue SG an die Stelle der Stammvereine. Bis zur E-Jugend bleibt der VfL Bad Nenndorf eigenständig, die Rieher betreiben weiter ihre Jugendspielgemeinschaft mit dem ETSV Haste und dem MTV Rehren A/R, den weiteren Stammvereinen des JFV.

Auch sportlich sieht die Lage vielversprechend aus. Oliver Rick bleibt Trainer der ersten Mannschaft, die Zweite in der 3. Kreisklasse bleibt in Händen von Stefan Zucker. Rick freut sich bereits auf die neue Serie, gespielt wird zunächst in Bad Nenndorf. „Der Platz in Riehe wird saniert“, erklärt Rick. „Die Kreisliga wird interessant. Alle haben Lust und ich denke, wir wären da gut aufgehoben“, blickt der Coach voraus, der in der nächsten Zeit zahlreiche Talente wie Waldemar Rosenau, Tom Evers oder Romek Oltrogge aus dem eigenen Nachwuchs ins Team einbauen will. Die Verzahnung ist gegeben, Delil Sincar, Torjäger der ersten Mannschaft, übernimmt die A-Jugend und wird dabei von Gianluca Maione, ebenfalls Herrenspieler, unterstützt. Aber auch potenzielle Neuzugänge von anderen Vereinen sind bereits fest an der Angel. „Namen will ich noch nicht verraten, erst müssen uns die Pässe vorliegen“, sagt Rick.

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