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„Alle bleiben“

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10:39 08.04.2021
Saulius Tonkunas (rechts) gibt seinen Spielerinnen auch in der nächsten Saison klare Anweisungen.
Saulius Tonkunas (rechts) gibt seinen Spielerinnen auch in der nächsten Saison klare Anweisungen. Quelle: uk
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„Wir wollten eigentlich ein bisschen Handball spielen“, blickt der Trainer der Oberliga-Handballerinnen zurück. Nur zwei Saisonspiele gab es, bis Corona alles still legte und der Handballverband Niedersachsen (HVN) die Saison Mitte Februar abbrechen musste. Trotzdem bleibt der Litauer auch in der nächsten Saison als Coach bei der HSG. „Der Verein kam auf mich zu und dann haben wir uns schnell geeinigt.“

Tonkunas ist nicht der Einzige, der bleibt. „Alle bleiben“, verkündet er froh. Direkt nach seiner Vertragsverlängerung hat er mit den Spielerinnen Einzelgespräche für die nächste Spielzeit geführt. Das Ergebnis war, dass alle weitermachen werden. „Somit wird es bei uns auch keine Neuverpflichtungen geben“, stellt der Coach klar, der damit seinen Spielerinnen zusätzliches Vertrauen zurückgeben möchte. „Ich habe ihnen gesagt: ‚Nein, wir sind für die Oberliga gut genug.“ Ein halber Neuzugang ist jedoch Aileen Pfaffe. Studienbedingt hätte sie in der vergangenen Saison unregelmäßig ein paar Partien bestreiten können. „Sie hat mir mitgeteilt, dass sie bleibt und mehr spielen wird. Das freut uns sehr.“ Somit ist die Achillesferse der HSG-Damen, der halbrechte Rückraum, auskuriert. Bisher hatte dort Katharina Jahn in aller Regel alleine die Fahne hochgehalten. Nun gibt es mit der Linkshänderin Pfaffe eine weitere Möglichkeit. „Alle Positionen sind bei uns damit doppelt besetzt“, bilanziert Tonkunas. Zum angepeilten Saisonstart im September fehlen wird dagegen Anna-Lena Occhipinti. Sie geht für drei Monate ins Ausland, macht jedoch die Vorbereitung mit und stößt auch danach wieder zur Mannschaft.

Wann sich das Team das nächste Mal wieder treffen wird, steht noch nicht fest. „Ich war lange optimistisch und hatte gehofft, dass es in ein bis zwei Monaten besser wird. Aber rund um Silvester hatte ich mir schon gedacht, dass die Saison abgebrochen werden muss“, so der Coach, der aufgrund der Pandemie seine Mutter und Schwester in Litauen seit inzwischen anderthalb Jahren nicht mehr gesehen hat. Deshalb wagt er auch keine Prognose, wann es die Rückkehr auf die Platte geben wird, hofft aber, „dass wir im Juni wieder in den Betrieb kommen.“ Bis dahin hält sich seine Mannschaft unter anderem mit Online-Training durch Co-Trainerin Annemarie Blume („Sie hat die Mädels gut im Griff“), eigenen Laufeinheiten oder speziellen Challenges fit. „Da hat langsam jede die Schnauze von voll, aber sie sind weiterhin dabei und das freut mich sehr“, lobt der Litauer seine Spielerinnen. „Ich denke, dass sie bei 70 bis 80 Prozent sind.“

Sie auf 100 Prozent zu bringen, ist ein Ziel des HSG-Trainers. „Ich werde die Mannschaft aber auch noch mal ganz neu kennenlernen“, blickt er in die Zukunft, denn so viel gemeinsame Zeit hatten sie bisher ja noch nicht. „Hoffentlich können wir dann ein bisschen länger zusammen Handball spielen.“