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Sportbuzzer-Zulieferung „Brauchen jetzt Flexibilität“
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„Brauchen jetzt Flexibilität“

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17:24 19.06.2020
FrankFahlbusch
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Mit dem Fußball-Landesligisten TSV Krähenwinkel-Kaltenweide hat sich der Titelverteidiger durchgesetzt. Auch der Viertelfinalist VfL Bückeburg war in der Lostrommel. Wie es der Kreis Schaumburg hält, verrät der Spielausschussvorsitzende Frank Fahlbusch im Interview. Herr Fahlbusch, der NFV hat in einem Schreiben sogar sportliche Entscheidungen per Elfmeterschießen vorgeschlagen.

Wir haben einen Vorstandsbeschluss, dass wir den Kreispokal zu Ende spielen wollen – egal wann. Das bedeutet, dass wir in der Saison 2020/21 keinen eigenen Pokalwettbewerb haben. Wir werden gar nicht die Spieltage dafür haben und den Wettbewerb mit dem Viertelfinale fortsetzen. Dann gibt es in der neuen Serie einen Kreispokalsieger aus der Vorsaison?

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Richtig, so haben wir das vor. Deshalb melden wir auch keine Mannschaft für den Bezirkspokal. Der wird in der neuen Serie eh sehr interessant, denn der Bezirk hat ja noch mehr Probleme mit Terminen, weil sie die ganzen Aufsteiger aufnehmen müssen. Haben Sie Infos, wie das laufen soll? Gibt es bei 20 Aufsteigern eine fünfte Bezirksliga-Staffel?

Die Planungen gehen dahin, dass man mit 8er-Staffeln beginnt, um dann eine Hin- und Rückrunde zu spielen. Sollte die Saison zu spät starten, wäre euch eine einfache Runde denkbar. Im Frühjahr werden die Mannschaften dann aus zehn 8er-Staffeln in Auf- und Abstiegsrunden verteilt. Das hört sich interessant an.

Wir müssen ja flexibel bleiben, weil wir nicht wissen, wann es losgeht. Mit fünf Staffeln hätten wir eine ähnliche Zahl an Spieltagen wie in einer normalen Saison. Wenn es erst im Oktober anfängt, hat man ein riesiges Problem mit den Terminen. Dazu kommt noch das unkalkulierbare Wetter. Diese Modelle werden erst nach dem Verbandstag veröffentlicht?

Das sind erst mal grobe Planungen. Ob es so kommt, ist eine andere Geschichte und steht noch nicht fest. Wie wird es im Kreis Schaumburg laufen? Sie haben ja nicht mit unzähligen Aufsteigern zu kämpfen.

Je nach dem wann wir anfangen, werden auch im Kreis die Spieltage knapp. Normalerweise hätte ich für den August sechs Spieltage eingeplant. Die kann ich schon mal knicken, davon gehe ich zumindest aus. Also kommt bei uns etwas Ähnliches wie im Bezirk. Vielleicht teilen wir die Kreisliga auch in zwei 8er-Staffeln auf. Wir müssen uns dann etwas überlegen, wie wir das im Frühjahr zusammenführen. Man könnte eine Auf- und Abstiegsrunde ausspielen, wie es die Jugend bereits praktiziert. Kann der Vorstand diese Modelle einfach beschließen oder bedarf es dazu eines Kreistages?

Das dürfen wir so beschließen. Die aktuellen Satzungsänderungen machen viele Dinge möglich, die vorher nicht gingen. Wir brauchen jetzt aber auch Flexibilität. Wenn wir dazu jetzt noch einen Kreistag einberufen müssen, brauchen wir gar nicht mehr anfangen. Dann will wieder jeder das aus seiner Sicht Beste rausholen.

Ja, das ist ja jetzt schon so. Vier Modelle gibt es und fünf verschiedene wollen die Vereine haben. Haben Sie eine Ahnung, wann es in etwa wieder losgehen könnte?

Woher soll ich die haben? Es wird doch sicherlich miteinander kommuniziert.

Wir hatten am Dienstag eine Konferenz mit den Vorsitzenden der Spielausschüsse im Bezirk. Am 29. Juni ist der nächste Termin, dann wird noch mit den Vereinen im Bezirk gesprochen und danach etwas beschlossen – so Anfang Juli. Und dann hängt alles davon ab, wann die Freigabe zum Fußballspielen kommt. Zuschauer haben wir ja nun wieder, nur spielen dürfen wir noch nicht.

Interview: Uwe Kläfker

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