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Carstens erwartet Nervenspiel

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19:38 19.03.2021
Wird gebraucht: Mindens Spielmacher Juri Knorr (Mitte) plagt sich in Berlin mit Problemen an der Schulter.
Wird gebraucht: Mindens Spielmacher Juri Knorr (Mitte) plagt sich in Berlin mit Problemen an der Schulter. Quelle: dpa
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Morgen stellt sich der Tabellenletzte HSC 2000 Coburg in der Lübbecker Kreissporthalle vor (Anwurf 16 Uhr). „Es ist ein vier-Punkte-Spiel. Mit einem Erfolg können wir den Graben tiefer ziehen“, sagt GWD-Coach Frank Carstens.

Der Auftritt am Donnerstag und die 25:28-Niederlage bei den Füchsen Berlin löste beim Coach jedenfalls keine Jubelstürme aus. „Das Spiel hat uns geerdet.“ Die Mindener hatten beim 11:11 die Chance, gegen verunsicherte und ersatzgeschwächte Hauptstädter das Ruder zu übernehmen, gaben ihre Möglichkeiten aber leichtfertig weg. „Wir hatten die Chance, sie zu stressen.“ Vor allem in der Abwehr schafften es die Gäste nicht, Kompaktheit herzustellen.

Die wird aber nötig sein, um den Aufsteiger erneut in die Knie zu zwingen. Erst Ende Februar holten sich die Ostwestfalen beim 28:24 in Coburg ungemein wichtige Punkte. „Da haben wir in der Positionsabwehr in Verbindung mit einer starken Torhüter-Leistung sehr gut gearbeitet und Bälle für das Tempospiel gewonnen“, erinnert sich Carstens. Man wolle den Gästen zudem erneut das für sie wichtige Kreisspiel wegnehmen.

Im Kampf um den Klassenerhalt werden auch die besseren Nerven entscheiden. „Es wird mental ein ganz anderer Anspruch sein als noch in Berlin“, sagt Carstens, der seine Mannschaft aber im Vorteil sieht: „Die Coburger müssen als Tabellenletzter jetzt punkten, sie haben da mehr Druck.“

Um gut ins Spiel zu kommen, dürfen die Weserstädter nicht erneut den Start verschlafen. In Berlin gelang erst nach sechs Minuten das erste eigene Tor, im zweiten Durchgang ließen sich die Gäste noch länger Zeit. Aber Carstens hat nach der Pause auch positive Dinge gesehen: „Wir haben nie aufgesteckt und uns voll reingehängt.“ Nur wenig Spielzeit bekam dabei Spielmacher Juri Knorr, der von Simon Strakeljahn vertreten wurde. „Er hatte Probleme mit der Schulter und nicht das letzte Vertrauen in seinen Körper“, berichtet der Coach, der aber am Sonntag wieder alle Spieler, außer den Langzeitverletzten, an Bord haben wird. Auch Routinier Christian Zeitz, der sich vor der Länderspiel-Pause mit Problemen an der Achillessehne plagte und in Berlin als Vertreter für den schwächelnden Christoffer Rambo einen guten Auftritt hatte.

Mit zwei Punkten im Gepäck dürften die Grün-Weißen die anschließende Süddeutschland-Tournee etwas gelassener angehen. Am Donnerstag geht es zunächst zum Nachholspiel nach Göppingen, zwei Tage später folgt der Auftritt bei den Rhein-Neckar Löwen, beides keine Punktelieferanten.