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Sportbuzzer-Zulieferung Daniel Burk gewinnt lieber 6:3 als 1:0
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Daniel Burk gewinnt lieber 6:3 als 1:0
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18:50 23.07.2018
Daniel Burk unterstützt beim SV Victoria Lauenau seinen Coach als „spielender Ko-Trainer“.
Daniel Burk unterstützt beim SV Victoria Lauenau seinen Coach als „spielender Ko-Trainer“. Quelle: dak
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von daniel kultau LAUENAU

Der Rodenberger ist inzwischen 42 Jahre alt und spielte bis zum Winter beim hannoverschen Bezirksligisten TuS Harenberg. Dort wärmte er aber nicht als „Stand-By-Spieler“ die Ersatzbank, sondern war ein elementarer Bestandteil der Startelf. Seit dem Winter ist er nun mit beim SV Victoria Lauenau an Bord und unterstützt seit dieser Saison Trainer Lars Glashagen als Ko-Trainer, steht aber auch selbst immer noch voll im Saft und als wichtiger Baustein auf dem Platz.

Angefangen hat seine Karriere mit drei Jahre bei der SG Rodenberg. Weil Burk 1976 geboren wurde, aber dieser Jahrgang im Verein nicht häufig vertreten war, musste der heutige Soldat direkt bei den älteren mitspielen und lernte zwangsweise bereits früh, die Ellenbogen auszufahren. „Das waren häufig die Großen aus dem Kindergarten“, berichtet er. In der C-Jugend war der heute 42-Jährige dann schon immer wieder in der A-Jugend im Einsatz. Er entschied sich daraufhin für einen Wechsel zum VfL Bückeburg.

Zusammen mit weiteren Schaumburger Fußballpromis wie Torben Brandt, Nico Felix oder Tom Cross kickte er zusammen bis zur A-Jugend beim VfL. „Uwe Völkening war in der Zeit der beste Trainer, den ich je hatte. Sein Training war sensationell und wir waren immer top vorbereitet“, schwärmt Burk noch heute.

Weil der damalige VfL-Herrentrainer allerdings kein Interesse an den Jugendlichen aus der Niedersachsenliga hatte, verließen alle Spieler bis auf Brandt den Verein. Ein Fehler, der den Bückeburgern in der Folgzeit nie mehr passieren sollte. Für Buhr ging es über die Stationen SG Rodenberg und TSV Algesdorf zum FC Stadthagen. „Das war meine interessanteste Zeit.“ Dort lief er mit „Megafußballern“ wie Jörg Könecke, Heiner Klein oder Enrico Borghese auf Spieler, die damals Regionalliga-Niveau besaßen. Im gleichen Jahr, 1999, klopfte auch der frisch aufgestiegene Zweitligist Hannover 96 bei Daniel Burk an. „Nach den Abgängen von Gerald Asamoah und Otto Addo hatten sie Interesse.“ Leider verhinderte ein Kreuzbandriss eine mögliche Profi-Karriere.

Über die Stationen Hessisch Oldendorf, FC Stadthagen, SV Hattendorf ging es dann zur ersten langfristigen Trainerstation bei der SG Rodenberg.

Die Mannschaft trug mit einem teilweise unbändigen Zug zum Tor die deutliche Handschrift ihres Trainer. „Ich liebe einfach den offensiven Fußball“, so Burk. „Ich gewinne lieber 6:3 als 1:0. Das ist für die Zuschauer interessanter und für den Gegner schwieriger.“ Im Anschluss folgten der FC Springe und der TuS Harenberg, ehe es nach Lauenau ging, wo der Rodenberger schon seit sechs Jahren in der Alt-Herren-Mannschaft spielt. Für seine körperlich tolle Verfassung hat er eine einfache Erklärung. „Ich mache Sport, seit ich drei Jahre alt bin, habe eine laufverrückte Frau und mein Arbeitgeber erwartet das ja auch von mir“, erzählt der Soldat. Außerdem sei die Regeneration ein wichtiger Faktor.

Sein Trainer Glashagen ist schwer begeistert von seinem Kollegen. „Jeder bei uns profitiert von ihm und solange er so fit ist, wird er natürlich auch spielen. Da ist das Alter völlig egal“, so der Coach.

Über ein Karriere-Ende hat der Bayern München-Fan schon nachgedacht, sieht es aber momentan noch überhaupt nicht ein. „Ich hatte bisher nie das Gefühl, dass ich nicht mehr mithalten kann. Sobald ich das aber habe, oder komplett als Trainer arbeite, mache ich Schluss“, heißt es von ihm. Der Offensiv-Fan blickt zuversichtlich auf die neue Saison und ist mit der bisherigen Vorbereitung seiner Jungs sehr zufrieden. Er selbst wird als verlängerter Arm von Glashagen auf dem Platz agieren. Ein richtig konkretes Ziel für die neue Spielzeit gibt es allerdings nicht.

Die Top Fünf „wären natürlich schön“, und man würde sich dort gerne einreihen, aber dieses Ziel hätten natürlich auch viele weitere Mannschaften. Wo der Verein landet, ist noch ungewiss, Burk wird seiner Mannschaft mit seinem Fitness-Zustand aber auf jeden Fall eine große Hilfe sein.