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Sportbuzzer-Zulieferung „Das Zeug dazu haben wir“
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„Das Zeug dazu haben wir“

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09:29 05.11.2020
Luis Hecht (kleines Bild) ist sich sicher: Wenn beim VfL Bückeburg alle zusammenhalten, ist der Klassenerhalt möglich. fotos: uk, pr.
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Es war der 1:5-Ehrentreffer für die A-Junioren des VfL Bückeburg in der Niedersachsenliga beim U.S.I. Lupo Martini Wolfsburg. Zwei Minuten nach „einfach draufgezogen“ kam der Abpfiff – und es fiel der Corona-Vorhang.

„Das ist natürlich schade. Ich würde gerne vor dem Jahreswechsel noch mal spielen, vielleicht geht im Dezember ja noch etwas“, hofft der 17-Jährige, der die zwölfte Klasse der IGS Schaumburg besucht. Abseits des Coronavirus durchschreitet der Stürmer eine fußballerisch schwierige Phase. Sein Lieblingsverein Borussia Mönchengladbach ließ sich zuletzt in der Champions League in den Partien bei Inter Mailand und daheim gegen Real Madrid (jeweils 2:2) kurz jeweils vor Schluss den Ausgleich einschenken. „Da war ich richtig ärgerlich“, blickt Hecht zurück.

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Und mit seiner Mannschaft vom VfL Bückeburg steht er derzeit mit nur zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. „An sich können wir aber mithalten“, ist sich der 17-Jährige sicher und blickt auf zwei ärgerliche Duelle zurück. „Das 2:2 gegen Hildesheim und das 0:1 beim JFV Calenberger Land waren für uns unnötige Punktverluste.“ Bei der knappen Niederlage gegen den JFV traf Hecht kurz vor Schluss nur den Innenpfosten. Bitter, denn im Abstiegskampf ist jeder Punkt wichtig. Trotz der mauen sportlichen Lage ist die gute Laune allerdings noch nicht verflogen. „Es macht natürlich mehr Spaß, wenn man gewinnt, aber sonst ist es in der Truppe wirklich toll.“

Große Eingewöhnungszeit benötigte Hecht also nicht. Erst vor der Saison kam der Gladbach-Fan von Deister United nach Bückeburg, spielte dort zwei Klassen niedriger. „Der VfL kam auf mich zu, ich trainierte dreimal mit – und dann habe ich mich dazu entschlossen zu wechseln“, erinnert er sich. „Ich kann noch zwei Jahre bei den A-Junioren spielen und möchte die Erfahrung auf dem Level auf jeden Fall mitnehmen. Deswegen konnte ich die Chance auch nicht liegen lassen.“

Unterschiede zwischen den beiden Vereinen merkt Hecht auch während der aktuellen Corona-Pause. Ein so umfangreiches Trainingsprogramm, wie er es beim VfL für den November mit nach Hause bekommen hat, hätte es von seinem ehemaligen Klub wohl nicht gegeben.

Fit werden Hecht und Co. also auf jeden Fall auf den Platz zurückkehren. Und vielleicht ist dann auch noch etwas mit seinem Team möglich.

Ein sportliches Tal konnte er am Dienstagabend schon mal verlassen: „Seine“ Gladbacher fegten in der europäischen Königsklasse die Kicker von Schachtar Donezk in deren eigenem Stadion mit 6:0 vom Platz. Mit dem Klassenerhalt des VfL Bückeburg könnte ein weiterer Höhepunkt dazukommen. „Das Zeug dazu haben wir.“

Sportbuzzer-Zulieferung Von daniel kultau HEVESEN - Fundament geplant
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