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Sportbuzzer-Zulieferung „Das passt einfach“
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung „Das passt einfach“
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14:30 04.12.2018
Zukünftig wird es aller Voraussicht nach wieder Kreisliga-Fußball im Liekweger Waldsportpark geben. Quelle: dak

In den vergangenen Tagen hatten die Vereine zu Informationsabenden in ihre Sportheime geladen, an keinem der drei Orte war harter Widerstand gegen die Fusionspläne zu verzeichnen.

Das zeigte sich auch in den Probeabstimmungen: Alle drei gingen klar pro Fusion aus. Beispiel Liekwegen: Im proppevollen Vereinsheim, der „Waldklause“, gab es nach angeregter, aber ruhiger Diskussion lediglich eine einzige Enthaltung. Es kamen zwar in allen drei Standorten Fragen nach der Nutzung der Sportplätze, nach den Mitgliedsbeiträgen und nach der Zusammensetzung des Vorstands auf, aber nichts davon scheint geeignet, die Fusion zu verhindern. „Wir wollen die Ressourcen besser nutzen, die in allen drei Vereinen stecken“, sagt Sven Bolte, Vorsitzender des TuS Südhorsten.

Im Fußball heißt das Modell, das die drei Traditionsvereine verbindet, „Spielgemeinschaft“. Liekwegen und Sülbeck kicken schon seit sechs Jahren zusammen, zum Start dieser Saison ist Südhorsten dazugekommen. Die Kooperation läuft gut, auf lange Sicht wäre es wohl ohnehin zur Fusion gekommen. Auf die Tagesordnung hat sie jetzt der Spielausschuss des Fußball-Kreisverbandes gehievt. Hintergrund: Die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten kickt sich gerade äußerst erfolgreich durch die 1. Kreisklasse, aber in die Kreisliga aufsteigen kann die Truppe nur, wenn sie nicht als Spielgemeinschaft, sondern als eigenständiger Verein auftritt - so will es der Spielausschuss. Diese Haltung, die es in anderen Landesverbänden in dieser Härte nicht gibt, hat die Vereine zunächst ziemlich verärgert. „Ist nicht schön, dass man uns diese Steine in den Weg gelegt hat“, sagt Joachim Peters, Fußball-Spartenleiter in Liekwegen.

Ab jetzt wird jedoch nach vorn geblickt. Im Frühjahr wird es in Liekwegen (950 Mitglieder), Sülbeck (450 Mitglieder) und Südhorsten (170 Mitglieder) zunächst eine reguläre und dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben. Dann müssen die eindeutigen Ergebnisse der jetzigen Probeabstimmungen bestätigt werden. In Liekwegen und Sülbeck sind dazu Zweidrittel-Mehrheiten nötig, in Sülbeck müssen vier Fünftel der Versammlungs-Teilnehmer „Ja“ sagen. Das künftige Kind hat auch schon einen Namen: Sportgemeinschaft Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten.

„Das Modell, das wir jetzt vorleben, könnte ein Vorbild für kleinere Vereine sein, die - auf sich allein gestellt - in den nächsten Jahren Probleme bekommen werden“, sagt Björn Asendorf, Fußball-Spartenleiter in Sülbeck. Die Gründe für die Klemme, in die sie geraten, liegen auf der Hand. „Früher gab es in den Dörfern nur Fußball, Handball und vielleicht noch Tischtennis“, sagt Asendorf, „heute ist das Freizeitangebot ungleich größer.“ Dazu kommen drei recht neue Phänomene: Das Internet mit seinen zeitfressenden Games macht den althergebrachten Vereinen Konkurrenz, die Ganztagsschulen halten sie von den Sportplätzen fern, und nach der Ausbildung ziehen viele junge Leute heute erst mal in die weite Welt. „Liekwegen und Sülbeck haben in den vergangenen drei Jahre deswegen 21 junge Fußballer verloren“, sagt Joachim Peters.

Auch Südhorsten-Chef Sven Bolte ist für die Fusion. Er nennt ein weiteres Argument. „Wir können dann unsere Kräfte bündeln“, sagt er, „es ist ja kein Geheimnis, dass sich Vereine schwertun, Ehrenämter zu besetzen.“ Der neue Verein bespiele ein großes Einzugsgebiet, das Absprachen nötig mache: „Der eine ist im Turnen stärker, der andere im Rehasport.“ Auch der Liekweger Fußball-Spartenleiter Joachim Peters zielt in diese Richtung: „Unser tolles Jugendkonzept wird in der neuen Konstellation noch besser zum Tragen kommen.“ Als vorweggenommenes Fazit zum Thema Fusion sagt Peters: „Das passt einfach.“

Nachdem die Oberliga-Tischtennisspieler des TSV Algesdorf in der vergangenen Saison schon zwei Klatschen gegen den MTV Jever einstecken mussten, wollten sie es dieses Mal besser machen.

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