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Sportbuzzer-Zulieferung Der Boateng aus Röcke
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Der Boateng aus Röcke
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14:44 23.05.2019
Samuel Pentke sammelte in seinem ersten Herrenjahr viel Einsatzzeit.
Samuel Pentke sammelte in seinem ersten Herrenjahr viel Einsatzzeit. Quelle: dak
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EVESEN

Für Pentke war immer klar, dass er eines Tages zu seinem Heimatverein VfR Evesen zukehrt. Sein Spiel ist körperbetont, aber fair und ballorientiert. Wir unterhielten uns mit ihm in einer Arbeitspause seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank in Schaumburg. Wissen Sie, dass man Sie in der Jugend den „Boateng aus Röcke“ nannte?

Ich hatte keine Ahnung, aber es hört sich nicht schlecht an. Ich habe kein Problem damit. Wie lief es im ersten Herrenjahr? Sie haben nicht immer gespielt, sind Sie persönlich trotzdem zufrieden?

Sogar sehr. Ich hatte mehr Einsätze, als ich zu Beginn der Saison erwartet habe und war häufiger in der Startelf. Eigentlich hatte ich gedacht, im ersten Jahr nur eingewechselt zu werden. Die Mannschaft hat ihr sportliches Ziel, die Meisterschaft, aber mal wieder verpasst, obwohl während der Siegesserie nach der Winterpause alles in Richtung Landesliga deutete. Wie ist der plötzliche Einbruch zu erklären?

Wenn das ich das nur könnte. Wir hatten einen unglaublich starken Lauf, der mit dem 7:0-Sieg gegen die U23 des VfL Bückeburg begann, bei dem ich leider gelbgesperrt fehlte. Wir haben gut verteidigt, wir waren vorne total effektiv. Bei den Niederlagen in Lachem und Luthe funktionierte es aber plötzlich nicht mehr. Macht man sich innerhalb der Mannschaft Gedanken darüber?

Natürlich, die Mannschaft, jeder Spieler, vor allem aber der Trainer. Auch gegen Rinteln haben wir unglaublich viel Torchancen versemmelt. Insgesamt können wir mit der Saison aber zufrieden sein. Wie bitte?

Es gab den Vorfall gegen Ende der letzten Saison und wir müssen berücksichtigen, dass die Mannschaft im letzten Sommer massiv verändert wurde. Unser Saisonstart war entsprechend schlecht. Durch unsere Aufholjagd in diesem Jahr sehen wir uns spielerisch bestätigt. Es war eine gute Saison und wir greifen nach dem Sommer natürlich wieder oben an. Wahrscheinlich mithilfe einiger Neuzugänge, wie man hört. Es droht ein Verdrängungswettbewerb.

Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich kann mittlerweile gut einschätzen, was ich kann und habe keine Sorgen. Sie sind in Bückeburg geboren und im Anschluss in Röcke aufgewachsen. Wurden Sie trotzdem schon mal als Ausländer eingeordnet und gar rassistisch beleidigt?

Beim Fußball habe ich so was nur einmal erlebt, ansatzweise, kaum hörbar. Ansonsten noch nie. Ältere Menschen haben mich schon mal für mein gutes Deutsch gelobt. Ist doch witzig.

Interview: Jörg Bressem