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22:11 26.12.2018

Bis dahin hatten die Gastgeber vor 3800 Zuschauern in der ausverkauften Kampa-Halle eine starke Leistung abgeliefert und die Fans begeistert. „Es ist mir schleierhaft, wie wir nach einer 12:5-Führung so den Faden verlieren konnten“, sagte ein konsternierter GWD-Geschäftsführer Frank von Behren nach der 27:30 (15:13)-Pleite. Ihm täten die Zuschauer leid, so der Manager, der befürchtet, dass die guten Eindrücke der Hinrunde verwischen. Für die Mindener war es die vierte Pleite in Folge, während der TBV zum sechsten Mal in Reihe nicht als Verlierer vom Parkett ging und in der Tabelle vorbeizog.

Die erste Halbzeit verlief lange Zeit wie für die Gastgeber gemalt. Der starken Abwehr um Keeper Espen Christensen gelangen Ballgewinne, die Gäste aus dem Lipperland spielten unkonzentriert, liefen immer wieder in Konter durch Kevin Gulliksen, der acht Tore erzielte. Von 3:2 zogen die Mindener auf 11:4 weg (17.), der dabei durch Christoffer Rambo vollendete Kempa-Trick sollte der Höhepunkt des ersten Durchgangs bleiben. Der TBV bekam Mindener Hilfestellung, fing sich und startete eine Aufholjagd. Die Gastgeber schlossen überhastet ab, Marian Michalczik haderte mit mehreren Aluminiumtreffern. Rambo bekam bereits in der 20. Spielminute seine zweite Zeitstrafe aufgebrummt, spielte nur noch im Angriff und wurde defensiv wegen latenter Gefahr einer Roten Karte in Abwesenheit des verletzten Andreas Cederholm durch Youngster Lukas Kister ersetzt. „Wir haben das defensive Niveau so nicht halten können“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens. Als Mats Korte kurz vor dem Pausenpfiff an TBV-Keeper Peter Johannesson scheiterte, verkürzten die Lipper durch einen Treffer des starken Kreisläufers Christoph Theuerkauf auf 13:15.

Der Trend setzte sich fort, Michalczik traf mit der ersten Aktion nach der Pause nur den linken Pfosten – Lemgo glich zum 16:16 aus. „Es war wichtig, dass wir vor der Pause noch verkürzt haben und dann dran geblieben sind“, meinte Lemgos Trainer Florian Kehrmann, der in der Startphase der Partie bei seinen Akteuren „Angst vor der Mindener Abwehr“ gesehen hatte. Angetrieben von Nationalspieler Tim Suton, der im 18er-WM-Kader von Bundestrainer Christian Prokop steht, setzten sich die Gäste nach der ersten Führung mit zwei Toren (23:21, 49.) ab. „Ich bin sehr unzufrieden und stinksauer über die kämpferische Einstellung. Wir verlieren zu viele Zweikämpfe“, sagte Carstens. Spätestens nach dem 28:24 (55.) durch Suton waren die Lemgoer aller Sorgen ledig und brachten den verdienten Sieg sicher nach Hause. „Wir haben Minden dann vorne wie hinten dominiert“, freute sich Theuerkauf.

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