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Sportbuzzer-Zulieferung Die Mutter als Vorbild
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Die Mutter als Vorbild
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16:53 22.07.2019
Kirsten Münchow (Mitte) gewinnt die Klasse W40. Im Wettkampf erzielt sie mit 51,75 Metern die größte Weite (kleines Bild unten rechts). Sören Hilbig ackert währenddessen für die Deutschen Meisterschaften am nächsten Wochenende in Ulm.fotos: pr.
Kirsten Münchow (Mitte) gewinnt die Klasse W40. Im Wettkampf erzielt sie mit 51,75 Metern die größte Weite (kleines Bild unten rechts). Sören Hilbig ackert währenddessen für die Deutschen Meisterschaften am nächsten Wochenende in Ulm.fotos: pr.
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von daniel kultau EVESEN

Im thüringischen Leinefeld-Worbis warf sie den Vier-Kilo-Hammer im dritten Versuch auf die Weite von 51,75 Metern. Auf Rang zwei landete Anja Thorausch (FSV Sarstedt) mit 37,01 Metern, vor Birgit Keller (LG Sigmaringen), die auf 35,15 Meter kam.

Der Wettergott meinte es an dem Wochenende schlecht mit den mehr als 1200 Athleten, die den Weg zur Anlage gefunden hatten. „Es war nass und kalt“, erinnert sich Münchows Mutter und Trainerin Karin. „Kirsten ist eine Werferin, die Wärme liebt. Von daher wäre sogar eine noch bessere Weite möglich gewesen.“ Eine Überraschung war der Titelgewinn nicht, denn Münchow ging laut der Bestenliste als Favoritin in die Wettkämpfe.

Genau wie die Mutter abschneiden möchte Sören Hilbig am nächsten Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft der U18-Athleten in Ulm abschneiden. Die Voraussetzungen sind schon mal gegeben, denn der 17-Jährige tritt ebenfalls als Favorit an. Die Meldeliste führt er mit einer Weite von 75,43 Metern vor Kai Hurych (KSV Fürth 09, 70,44 Meter) und Lasse Gundlach (ESV Jahn Treysa, 66,61 Meter) an. Für den Nachwuchshammerwerfer wirkt die Deutsche Meisterschaft fast schon wie eine Trostveranstaltung, denn eigentlich wollte er zur Europameisterschaft nach Schweden, die er jedoch um 91 Zentimeter verpasste. Normalerweise schwingt Hilbig den Fünf-Kilo-Hammer, musste für die Europameisterschaften jedoch zum Sechs-Kilo-Hammer greifen. 69,09 Meter waren knapp zu wenig. „Die Chance läuft aber nicht davon“, weiß Karin Münchow, die auch ihren Enkel trainiert. Ein großer Nachteil sei, dass Sören bereits eine Ausbildung macht und viele seiner Gegner noch zur Schule gehen. „Wenn Sören abends von der Arbeit kommt, ist er häufig so kaputt, dass er nicht mehr wie seine Kontrahenten trainieren kann.“ In Vorbereitung auf Ulm hat er sich nun zwei Wochen Urlaub genommen und trainiert zweimal täglich. Neben der Technik stehen auch die Athletik, Kraft und Ausdauer auf dem Programm.

Ob sich die Vorbereitung auszahlt und die DM über die verpasste EM hinwegtrösten kann, entscheidet sich am Freitag um 18 Uhr, wenn Sören Hilbig im Ulmer Donaustadion den Hammer kreisen lässt.