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20:45 25.11.2018
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Ein Mangel mit Folgen: Algesdorf verlor sein Bezirksliga-Heimspiel gegen die U23 des VfL Bückeburg mit 1:2 – unglücklich, weil die Platzherren in einem hitzigen zweiten Durchgang ihre gewohnte fußballerische Leidenschaft entdeckten und zumindest einen Punkt verdient gehabt hätten.

Aber auch die von Frank Malisius eingestellte Gästetruppe zeigte im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Christian Vaas eine starke, eine beherzte Partie. „Auch solche Spiele muss man mal über die 90 Minuten bringen“, freute sich Malisius, der eine echte U23 auf dem Feld hatte, in der junge Leute wie Finn-Kristian Fischer, Vincent Geng, Bjarne Stuckmeier und Luis Othmer spielten. Noch weniger Erfahrung war im Tor. Dort stand der A-Jugendliche Josef Werner, der ein ganz starkes Spiel machte, eine bemerkenswerte Präsenz ausstrahlte und den Bückeburger Sieg in der letzten Viertelstunde mit zwei Glanzparaden festhielt. Vor der Pause waren die Gäste im Gegensatz zu Algesdorf gnadenlos effizient. Bjarne Stuckmeier traf in der 11. Minute aus 18 Metern mit einem tückischen Aufsetzer zum 1:0 der VfL-Reserve. Auch das Bückeburger 2:0 in der 27. Minute fiel ohne große fußballerische Ankündigung. Patrick Benecke zirkelte einen Freistoß auf den zweiten Pfosten, wo sich Bastian Schmalkoch im Getümmel mit einem Kopfball durchkämpfte. Viel mehr passierte nicht. Der VfL Bückeburg verteidigte mit Jan-Eike Raschke und Schmalkoch in der Innenverteidigung routiniert und ließ wenig Algesdorfer Torschüsse zu. Die Platzherren waren vorne durchaus bemüht, im Abspiel aber häufig zu nachlässig. Daran änderte sich in der zweiten Halbzeit zwar auch nicht viel, aber jetzt wirkten die Aktionen des TSV Algesdorf zielgerichteter und heißblütiger. Kein Ball wurde verloren gegeben, in jedem Zweikampf zeigten die Platzherren vollen Einsatz. Das Spiel wurde extrem spannend, spätestens als Sebastian Eiselt in der 69. Minute mit einem Handelfmeter auf 1:2 verkürzte. Als dann Abwehrchef Jan-Eike Raschke wenig später auch noch mit Gelb-Rot vom Platz flog und die VfL-Zweite mit zehn Mann vorne nun fast gar nichts mehr unternahm, hätte im emotionalen Gefecht eigentlich der Algesdorfer Ausgleich fallen müssen. Einmal ging der Ball sogar an die Latte. Schiedsrichter Luis-Enrique Landig hatte in dieser Phase allerlei knifflige Szenen zu bewerten, machte aber keine groben Fehler.

Malisius freute sich nach Spielschluss nicht nur über die drei wichtige Punkte. „Es war eine echte Mannschaftsleistung und bei uns gab es kein Gemecker.“ Das war zuletzt scheinbar nicht immer so. TSV:

Schmidbauer, Harmening, Sölter, Riechers, Otto (77. Gross), Glawion, Matthias, Balke, Kunze, Bytomski (65. Wieggrebe), Eiselt. VfL U23:

Werner, Geng (78. Wartmann), Fischer (54. Sydow), Struckmeier, Battaglia, Lennart Versick, Schmalkoch, Benecke, Jan-Eike Raschke, Siepe, Othmer.