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Sportbuzzer-Zulieferung „Ehrenvoll und verpflichtend“
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung „Ehrenvoll und verpflichtend“
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22:19 27.12.2019
Die Kampa-Halle schließt im neuen Jahr ihre Türen. uk
Die Kampa-Halle schließt im neuen Jahr ihre Türen. uk
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Gegner (ab 16 Uhr) ist der Tabellenzweite TSV Hannover-Burgdorf. „Es ist das letzte Spiel in der Halle und das steht für immer in allen Geschichtsbüchern“, sagt GWD-Trainer Frank Carstens und fordert einen dem Ereignis angemessenen Auftritt seiner Mannschaft („ehrenvoll und gleichzeitig verpflichtend“), die die verbleibenden Heimspiele der Saison in der Kreissporthalle Lübbecke, dem Revier des Kreisrivalen und Zweitligisten TuS N-Lübbecke, austragen wird. Das Spiel ist restlos ausverkauft, etwa 4000 Zuschauer werden erwartet.

So wie zuletzt beim 22:27 in Flensburg dürfen die Gastgeber gegen die Überraschungsmannschaft nicht an den Start gehen. „Wir brauchen einen Schritt nach vorn, was Einsatz, Leidenschaft und vor allem Wachheit zu Beginn des Spiels angeht“, weiß Carstens. An der Förde lagen die Mindener schnell mit 2:8 zurück, kamen trotz einer Leistungssteigerung aber nicht mehr entscheidend heran.

Die Hannoveraner reiten seit Monaten auf einer Welle der Euphorie, „es gelingt ihnen scheinbar alles. Spieler wachsen über sich hinaus oder haben ihre Leistung auf ein neues Niveau gehoben“, so Carstens, der die TSV 2009 als Trainer in die Bundesliga führte.

Die Mindener wollen sich selbst aufbauen, indem sie bereits zu Beginn „mit absoluter Überzeugung auftreten“ und das Publikum hinter sich bringen. Eine Disziplin, bei der es vor allem zuletzt beim Heimsieg gegen den Bergischen HC nichts zu beanstanden gab. Allerdings weiß Carstens auch, dass der Mentalitätszustand der Kontrahenten unterschiedlicher nicht sein könnte. Bei den Gästen läuft es optimal, zuletzt wurde der TV 1897 Stuttgart mit 32:19 überrollt. „Bei uns ploppen dagegen immer wieder neue Baustellen auf, Räder greifen nicht ineinander.“ Wenn das Tempospiel gut laufe, sei der Rückzug nicht stark „oder die Abwehr zeigt Schwächen, wenn es vorne gut läuft.“ Das gehe zulasten der Stabilität, „die wir brauchen, um eine Mannschaft wie Hannover unter Druck zu setzen. Es gilt, das für dieses historische Spiel auszublenden“, sagt der Coach, dem vor allem die variable Deckung der Gäste Kopfzerbrechen bereitet. „Vom Grundsatz ist die Abwehr sehr stark am Gegner orientiert“, hat Carstens beobachtet, „es wird darauf ankommen, im Spiel zu erkennen, wo die Angriffspunkte für uns sind.“

Das Hinspiel verlor GWD 30:36. „Zu Beginn hatten wir Probleme, fanden dann aber gute Lösungen, kamen aber nicht mehr heran. Das war unsere höchste Saisonniederlage und zeigt, dass wir eine gewisse Qualität haben“, sagt der Trainer – „weil wir nicht unter ein bestimmtes Level rutschen.“ Zufrieden ist der Mindener Übungsleiter trotz des Lobes („Dafür kann man sich nichts kaufen“) für die Spielweise seines Teams aber nicht. „Wenn man nach 19 Spielen nur zwölf Punkte hat, kann man nicht zufrieden sein – und wir sind es auch nicht.“

Vor der Saison hätten Experten auf ein Duell auf Augenhöhe getippt, davon ist GWD weit entfernt. „Sie sind Zweiter, wir 16. Davon zu sprechen, wäre respektlos“, stellt Carstens klar, der die Gäste dennoch stressen will: „Wenn wir permanent in Schlagdistanz bleiben, den Gegner unter Druck setzen, sind wir auch in der Crunchtime eine gefährliche Mannschaft.“

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