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Sportbuzzer-Zulieferung Ein gemeinsames in den Armen liegen
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Ein gemeinsames in den Armen liegen
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12:58 09.08.2019
Arnd Zeigler kommt mit Geschichten um das runde Leder am 26. September nach Stadthagen. Quelle: max hartmann
STADTHAGEN

Am 26. September macht der 54-Jährige im Rahmen seiner Tour „Dahin wo es weh tut. Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs – live“ im Ratsgymnasium Stadthagen Halt. Im Interview mit dieser Zeitung spricht der Stadionsprecher des SV Werder Bremen über sein Programm, Schaumburg und den Transferwahnsinn.

Herr Zeigler, wie sieht für Sie eine wunderbare Welt des Fußballs aus?

Viele Fußballfans wissen ja oft gar nicht, warum sie Fußballfans sind, aber sie sind es halt schon immer. Was bei mir ganz wichtig ist, ist die soziale Komponente. Also das miteinander Fußball gucken. Ich war gerade in Griechenland im Urlaub und wenn du herausfindest, dass dein Tischnachbar auch Fußballfan ist, kannst du dich mit ihm darüber unterhalten ohne ihn eigentlich zu kennen. Ich mag gemeinsam zu leiden, zu hoffen, zu träumen und sich auf lustige Art zu kabbeln. Es ist das sich begegnende, was ich toll finde. Angefangen hat alles mit einer Radiokolumne. Wann war denn für Sie klar, dass Sie mit der „wunderbaren Welt des Fußballs“ auch auf Tour gehen könnten?

Das war ein ganz langer Prozess. Ich habe öfter mal Einladungen bekommen, um auf Veranstaltungen einen kleinen Programmpunkt zu machen. Der ist immer so gut angekommen, dass mir meine damalige Agentur gesagt hat, dass ich daraus mal ein Bühnenpogramm machen müsste. Davor habe ich mich ganz lange gedrückt, weil die Leute ja wegen mir kommen und Eintritt zahlen müssten. Das hat mich eingeschüchtert. Meine Agentur hat mir dann die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt, dass sie mir die Martkhalle in Hamburg buchen und ich dann auf die Bühne muss. Das Programm ging dann dreieinhalb Stunden, die Halle war voll und die Leute waren begeistert. Da habe ich gemerkt: Das macht schon Spaß hier. Auf was können sich die Schaumburger an dem Abend denn einstellen?

Es ist immer ein großer bunter Fußballabend, an dem man sich eigentlich versucht gemeinsam klar darüber zu werden, was das tolle am Fußball ist. Es gibt viel zu lachen, es kann passieren, dass man sich gegenseitig anfrotzelt, wenn es Fans verschiedener Vereine gibt, aber es ist nie feindselig. Es ist eher ein gemeinsames in den Armen liegen und Fußball toll finden. Sie sind ja schon so lange dabei. Haben Sie eigentlich einen Lieblingsspieler?

Da würde ich jetzt ganz vielen unrecht tun. Ich lerne viele Spieler kennen und habe bei einer Sendung in Chicago Bastian Schweinsteiger getroffen. Der ist ein guter Typ. Aber ich habe auch guten Kontakt zu Jürgen Klopp, Hans Meyer oder Thomas Schaaf, wir liegen auf einer guten Ebene. Wenn ich einen Spieler nennen müsste, fällt mir als erster Wynton Rufer ein, weil er ein genialer Spieler und intelligenter und lustiger Typ war. In Bremen verehrt man sonst Johan Micoud und Claudio Pizarro sehr. Wie haben Sie das Transferhick-Hack rund um Léroy Sané eigentlich verfolgt?

Generell fremdelt man als Fußballromantiker ja mit dem aktuellen Wechseltheater. Natürlich ist das nicht sympathisch sich über solche Summen Gedanken zu machen, aber was mich dann wieder beruhigt ist, dass wenn man mal in Archiven guckt, dass es in den Sechziger-Jahren schon Artikel im Kicker gab, ob die Fußballer zu viel verdienen und ob das nicht alles ein zu großes Geschäft ist. Man muss als Fan manche Kröte schlucken, die einen aber nicht davon abhält, den Fußball weiterhin toll zu finden. Ist Ihnen eigentlich bisher irgendwas über Schaumburg bekannt?

Bisher nicht. Ich setze mich immer ein Paar Tage vorher hin und schaue ob ich ein Paar Sachen in Archiven finde. Meistens ist es das spannende, dass ich nur rudimentär etwas über die Orte weiß und ich diese dann vor Ort kennen lerne. Ich freue mich deswegen schon herauszufinden auf welche Vereine es vor Ort gibt, auf welche die Leute so stehen oder welche Fußballverbindungen es schon gab. Unter anderem der große Detlev Dammeier kommt hier aus Schaumburg.

Ah ok, da habe ich doch schon mal einen Namen. Ein großes Thema in der Sommerpause bei uns im Kreis waren viele Wechsel, weil Spieler in einem anderen Verein etwas mehr verdienen würden. Wie stehen Sie dazu?

Wenn du dich als Spieler beruflich darauf einstellen musst drei, vier oder fünf Mal in der Woche zu trainieren, dann verstehe ich das schon, dass man eine Aufwandsentschädigung bekommt. Aber wenn es anfängt, dass ein Verein gerade mal eine Böütezeit hat, weil jemand investiert, aber nach drei Jahren keine Lust mehr hat, dann ist der Verein im Eimer. Das sind natürlich Dinge, die man nicht möchte. Wenn das alles im Rahmen bleibt, ist das schön. Aber eigentlich hat man ja immer so die romantische Vorstellung gehabt, dass ein Verein viel erreichen kann, wenn er eine gute Jugendarbeit hat, einen guten Jahrgang, oder Spieler die sich dort einfach wohlfühlen und gerne da spielen. Aber das scheint mittlerweile auch auf unteren Ebenen nicht mehr möglich zu sein.

Die Schaumburger Nachrichten sind Kooperationspartner der Veranstaltung. Tickets gibt es in der Geschäftsstelle der SN in der Vornhäger Straße 44 in Stadthagen.

Interview: Daniel Kultau

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