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Sportbuzzer-Zulieferung Eine Reise ins Ungwisse
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Eine Reise ins Ungwisse
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14:49 28.08.2019
Während der Mindener Marian Michalczik nach der Auftaktniederlage vom Feld schleicht, feiern die Recken. Dies soll gegen Leipzig anders sein. Quelle: Florian Petrow
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von uwe kläfker MINDEN

Die etwa 2000 erwarteten Fans sollen nach dem Mindener Fehlstart mit einer starken Leistung von der Qualität des Teams überzeugt werden. Anwurf istum 19 Uhr.

„Wir müssen die Fans mitnehmen“, sagt GWD-Trainer Frank Carstens. Der Funke müsse überspringen. Nach den Niederlagen gegen den ASV Hamm-Westfalen im Pokal und bei der TSV Hannover-Burgdorf zum Punktspielauftakt ist bereits Druck vorhanden. Aber trotz der 30:36-Niederlage in Hannover haben die Mindener über weite Strecken überzeugt. „Es war hoch intensiv. Wir haben viele Sachen besser gemacht und eine gute Mentalität gezeigt“, sagt Carstens. Ausschlaggebender Faktor war „Recken“-Spielmacher Morten Olsen. Der dänische Weltmeister zeigte eine starke Vorstellung, steuerte acht Treffer zum Erfolg bei. „Das war der Unterschied“, sagt Carstens, der seinem für den verletzten Aliaksandr Padshyvalau eingesprungenen Mittelmann und neuem Kapitän Marian Michalczik dennoch ein gutes Zeugnis („Er hatte eine gute Spielführung“) ausstellt.

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Von den Neuzugängen machte in Hannover Lucas Meister den besten Eindruck. Der Schweizer spielte am Kreis (6 Tore) und im Innenblock der Abwehr als Vertreter für den verletzten norwegischen Vize-Weltmeister Magnus Gullerud. „Das war ein Kaltstart für Lucas, der gleich funktionieren muss. Deshalb ist die Integration rasend schnell gegangen“, sagt GWD-Manager Frank von Behren. Er sei als zentraler Abwehrspieler an jeder Aktion beteiligt, so Coach Carstens. Der Neuzugang selber bremst: „Nach nur einem Spiel davon zu sprechen, dass ich angekommen bin, halte ich für vermessen.“ Aber er habe gute Ansätze gezeigt, gibt sich der Eidgenosse bescheiden. „Wir sind hinten noch nicht da, wo wir sein wollen und müssen noch cleverer sein. Auch mir fehlen noch Automatismen.“ Aber auch die anderen neuen Spieler sind auf einem guten Weg. Juri Knorr hatte Pech, kam nach einem Infekt nur zu Kurzeinsätzen. Linksaußen Joscha Ritterbach „ist fester Bestandteil des Teams“ und für Christoph Reißky sei es als zweiter Mann hinter Christoffer Rambo schwer. „Außerdem kommt er aus einer Verletzung“, sagt Carstens. Der neue Keeper Malte Semisch überzeugte in Hannover noch nicht, aber auch bei Espen Christensen war noch Luft nach oben.

Die Gäste aus Leipzig sind mit einem Sieg gegen die Füchse Berlin gestartet. „Sie haben das durch eine laufintensive und aggressive Abwehr geschafft“, erklärt Carstens. Mit Philipp Weber im linken Rückraum, Alen Miloševic am Kreis und Franz Semper verfügen die Sachsen über viel Wucht im Angriff. „Auch Neuzugang Marko Mamic tut ihnen als Distanzschütze gut“, so Carstens. GWD wird auch heute wieder auf Gullerud und Padshyvalau verzichten müssen. „Unser Ziel sind zwei Punkte. Wir müssen mit den Fans eine Einheit werden und sie auf die Reise mitnehmen“, sagt Carstens.

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