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Sportbuzzer-Zulieferung Erst Spieler bespuckt, dann verprügelt
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Erst Spieler bespuckt, dann verprügelt
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18:49 30.08.2019

Die Polizei ermittelt nun gegen einen 16-jährigen Stadthäger Spieler sowie vier Freunden von ihm wegen gefährlicher Körperverletzung. Drei Rintelner Spieler mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Wie ein Behördensprecher mitteilt, kam es bereits während der Partie am Samstag zum Ärger. Nach Aussage des Opfers soll sein Gegenspieler im Sturm durch seine aggressive Spielweise aufgefallen sein. Er habe sich mehrfach darüber beschwert. Das reichte offenbar schon für den später erfolgten geplanten Übergriff aus.

Beim Abklatschen nach dem Spiel soll der Stadthäger seinem Gegenspieler bereits ins Gesicht gespuckt haben, anstatt ihm den Handshake zu geben. Beide Mannschaften gingen duschen. Im Anschluss, so der Polizeisprecher, standen noch Spieler beider Klubs auf dem Gelände des Jahnstadions zusammen und unterhielten sich locker.

Auf einmal soll der 16-jährige Spieler mit vier Bekannten aufgetaucht sein. Unvermittelt sei der Spieler auf den Rintelner Kontrahenten zugegangen und soll auf diesen eingeschlagen haben. Als Rintelner Kameraden versuchten, den Stadthäger zurückzuhalten, gingen die vier Bekannten wiederum auf die Helfer los. Es soll Schläge und Tritte gehagelt haben. Möglicherweise, so die bisherigen Ermittlungen, gab es auch Tritte gegen den Kopf. Irgendwann löste sich die Prügelei auf.

Nachdem die drei Rintelner Spieler im Alter von 15 und 16 Jahren im Krankenhaus behandelt wurden, erstatteten sie Anzeige bei der Polizei in Stadthagen. Die Beamten ermitteln nun gegen den 16-Jährigen und seine vier Kumpels wegen gefährlicher Körperverletzung, da sie gemeinschaftlich gegen ihre Opfer vorgegangen sind.

Die Polizisten bitten Augenzeugen der Schlägerei, sich auf der Wache zu melden, Telefon (05721) 40040.

Die Brutalität nach dem B-Junioren-Spiel sorgte auch in Fußballkreisen für Entsetzen. Der FC Stadthagen hat sofort reagiert und den Spieler darüber informiert, dass er nie mehr für den Verein auflaufen darf. „Ich habe die Mannschaft auch sofort vom Spielbetrieb abgemeldet“, sagt FC-Jugendleiter Philipp Salefski. So ein Verhalten sei nicht tragbar, es eine Grenze überschritten worden. „Beim FC distanzieren wir uns von Gewalt jeglicher Art“, so der Funktionär, der sich zeitnah beim SCR und dessen Trainer Rolf Bartram für das Verhalten entschuldigte und auch Genesungswünsche übermittelte.

„Ich kann den Vorfall bestätigen, möchte im Moment aber keine Stellungnahme abgeben, weil ich meine Jungs schützen will“, sagt Bartram, der aber anmerkt: „Man sollte jetzt kein pauschales Urteil fällen, vom FC war nur ein Spieler beteiligt.“

Staffelleiter Arne Hattendorf bestätigt, dass sich der FC Stadthagen in der Angelegenheit sehr kooperativ gezeigt habe. „Aber was da passiert ist, geht gar nicht.“ Hattendorf hat sich abgesichert, dass der Vorfall noch auf dem Sportgelände im Stadion passiert ist, deshalb gibt es neben den strafrechtlichen Ermittlungen auch noch eine Verhandlung vor dem Schaumburger Sportgericht. „Ich hoffe auf eine harte Bestrafung“, sagt Salefski und fügt an: „Solche Aktioen nehmen einem die Freude und den Spaß am Ehrenamt.“

Die B-Junioren der Kreisstädter waren nur mit einem dünnen Kader von elf Spielern in die Serie gestartet. Gegen den SCR trat der FC mit zehn Spielern an, weil ein Akteur nicht erschienen war. Aus Gründen des Fair Play liefen auch die Rintelner nur zu zehnt auf, gewannen dennoch deutlich mit 12:0. „Und dann werden wir auch noch auf diese Art und Weise belohnt“, sagt Bartram.

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