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FSG verliert als Kreisligist zwei Finals

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10:03 31.01.2021
Steffen Hillmann (Zweiter von links) freut sich über einen Treffer, Keeper Dennis Treichel (rechts) ist der große Rückhalt beim Masters-Finalisten FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen. Fotos: Sportbuzzer
Steffen Hillmann (Zweiter von links) freut sich über einen Treffer, Keeper Dennis Treichel (rechts) ist der große Rückhalt beim Masters-Finalisten FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen. Fotos: Sportbuzzer
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Sieben verschiedene Teams setzten sich in diesem Zeitraum die Schaumburger Hallenfußball-Krone auf. Auch von 2010 bis 2020 gab es sechs unterschiedliche Sieger, aber auch einen Außenseiter, der gleich zwei Finals verlor. Der Modus wurde ebenfalls geändert. Darauf blicken wir im dritten und letzten Teil der Serie über das Schaumburger Hallenmasters. LANDKREIS.

Egal, in welchem Jahr der VfL Bückeburg in der Endrunde des Sparkassen-Hallenmasters steht, er ist stets der Favorit auf den Sieg. Vor allem unter dem damaligen Trainer Timo Nottebrock, zu Oberliga-Zeiten, hatten die Bückeburger diese Rolle inne. Das hatte zur Folge, dass alles andere als ein VfL-Sieg sofort Häme und Spott zur Folge hatte. „Genervt hat das nicht“, blickt Nottebrock zurück. „Wir hatten uns das einfach erarbeitet. Es gab damals bei uns nicht diesen Schwerpunkt auf die Hallenrunde.“ Trotzdem feierten die Kicker aus der ehemaligen Residenzstadt zwischen 2010 und 2017 vier Siege (2011, 2012, 2015, 2017).

Nach 20 Auflagen brachte die Sparkasse jedoch frischen Wind in die Veranstaltung. Statt wie bisher an zwei Tagen, fand die Endrunde nur noch am Sonntag statt. Und statt im Jeder-gegen-jeden-Modus wurde ab 2012 in zwei Gruppen und anschließenden K.-o.-Spielen gegeneinander gekickt. „Ein echtes Endspiel ist schon geil“, erklärt der langjährige Leiter und Sparkassen-Mitarbeiter Jörg Nitsche. Seitdem platzt die Halle an jedem letzten Sonntag im Januar aus allen Nähten. „Wir werden das Hauptaugenmerk auch zukünftig auf das Sportliche legen. Lieber Fußball statt der großen Show“, so Nitsche. „Für die jetzige Endrunde hätten wir allerdings einen Moderator engagiert.“

Die weiteren Sieger der vergangenen zehn Jahre waren der SV Nienstädt 09 (2013), der SC Rinteln (2014, 2019), der VfR Evesen (2016), der TuS SW Enzen (2018) und der SC Auetal (2020). Im Schatten der Sieger steht jedoch auch die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen. Der Kreisligist schaffte es 2017 ins Finale, unterlag dort dem VfL Bückeburg mit 0:2. Ein Jahr später stand das Team wieder im Endspiel. Erneut ging es in die Hose, diesmal hieß der Sieger TuS SW Enzen. „Das ist, glaube ich, einmalig als Kreisligist“, blickt der damalige Trainer Michael Treichel zurück. Die 2017er-Vorrunde meisterte die FSG souverän, gewann alle Spiele und setzte sich auch gegen den VfR Evesen im Elfmeterschießen durch. „Da hat der Baum in der Halle aber gebrannt. Die Eveser hatten ja technisch starke Hallenfußballer wie Caglayan Tunc oder Burak Buruk. Da haben wir allerdings zu viele Körner gelassen.“ Gegen den VfL Bückeburg war die Halle auf der Seite des Underdogs, aber bei dem schwanden die Kräfte. „Wir hätten daraufhin nicht gedacht, dass wir das Finale noch mal erreichen könnten“, blickt Treichel zurück. Besonders nach der Gruppenauslosung im folgenden Jahr sei man im Lager der FSG skeptisch gewesen, so Treichel. Sein Team bekam es mit dem VfL Bückeburg, dem VfR Evesen und dem TSV Algesdorf zu tun. Als Kreisligist unter Landes- und Bezirksligisten. „Wir haben morgens zusammen gefrühstückt, um den Tag trotzdem ein bisschen zu zelebrieren“, erinnert sich Treichel. Zur großen Überraschung vieler sei seine Elf dennoch ungeschlagen ins Halbfinale eingezogen, setzte sich dort mit 1:0 gegen den Lokalmatador SV Obernkirchen durch, verlor aber gegen die Enzer das zweite Finale in Folge. „Natürlich waren wir da erst mal niedergeschlagen“, blickt der damalige Trainer zurück. „Aber dann haben wir noch länger zusammengesessen, was getrunken, ein Resümee gezogen und waren dann doch ganz zufrieden, zweimal in Folge im Finale gewesen zu sein.“ Mit Spielern wie Alexander Wellschmidt, Fabian Nerge, Stanislav Gutsch, Thimo Krebs, Kevin Sawadzki, Dennis Treichel und Co. hatte die FSG seinerzeit eine starke Hallentruppe zusammen. „Alex Wellschmidt und Fabian Nerge waren vorne unsere Wandspieler, die auch mal einen Ball halten konnten. Und sonst haben wir technisch einfach guten Fußball gespielt“, so Treichel.

Ende Januar 2021 wird es coronabedingt keine Endrunde geben. Die 30. Auflage des Hallenmasters muss verschoben werden und wird im Januar 2022 hoffentlich nachgeholt werden können. Dann vielleicht mit ähnlichen Überraschungen, aber mit Sicherheit wieder in einer vollen Halle.