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Sportbuzzer-Zulieferung „Feuer frei“ zum Start der 3. Liga
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung „Feuer frei“ zum Start der 3. Liga
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19:35 24.08.2018
Marc Siegesmund F: Archiv
Marc Siegesmund F: Archiv
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Und die Handballer des Klubs wollen mit einem Sieg in ihrem Auftaktspiel in der 3. Liga West heute gegen den Northeimer HC zur guten Stimmung beitragen.

Ausgetragen wird die Partie zur neuen Anwurfzeit um 19.30 Uhr in der Wunstorfer Aue-Halle. Diese fungiert fortan als Heimspielstätte der Großenheidorner, deren eigene Halle nicht den Ansprüchen des deutschen Handballbunds genügt. MTV-Chefcoach Marc Siegesmund hofft, dass der „alternativlose Umzug“ keinen negativen Einfluss auf die Zuschauerzahlen haben wird. „Denn wir brauchen die volle Unterstützung, um bei den Auftritten hier ein paar zusätzliche Prozente herausholen zu können“, betont er.

Bei zwei Trainingseinheiten hat sich das MTV-Team erste Eindrücke von der noch ungewohnten Umgebung verschafft. Für den Vergleich mit den Northeimern soll sich die Schulsporthalle der IGS Wunstorf nun erstmals in die Meerfestung verwandeln. Die Besucher erwartet ein buntes Rahmenprogramm inklusive dem Regionsoberliga-Auftakt der dritten Mannschaft gegen den VfV 1887 Hainholz (17 Uhr) und einer Einlaufshow.

Trotz aller Euphorie ist klar, dass der Aufsteiger vor einer schwierigen Saison steht. Siegesmund verspürt auch deshalb keinerlei Druck. „Wir haben nichts zu verlieren, im Idealfall springt am Ende der angestrebte Klassenerhalt heraus“, sagt er. Die Favoritenrolle für das heutige Duell schiebt der Coach dann auch gleich den Gästen aus Südniedersachsen zu. In einem Testspiel im Juli beim NHC, der vorige Saison noch in der Oststaffel der 3. Liga den siebten Platz belegt hatte, verloren die Großenheidorner nach langer Führung mit 26:29.

Das Gesicht von Siegesmunds Mannschaft, in der nur Thorben Buhre, die Hermann-Brüder Niklas und Till sowie Jonathan Semisch über Drittliga-Erfahrung verfügen, hat sich kaum verändert. Einziger echter Neuzugang ist der ungarische Keeper Zsolt Kovacs vom Oberligisten VfL Hameln. Benedikt Wegener kehrte indes vom bayerischen Viertligisten TSV Unterhaching zurück.

Einen Kreisläufer und einen torgefährlichen Linkshänder würde Siegesmund gerne noch dazu holen. Beim Königstransfer aus der Ukraine hakt es nach wie vor an der Arbeitserlaubnis. „Das liegt in den Händen der Behörden, hoffentlich klappt das bald“, sagt der Coach, der die Position im rechten Rückraum neu besetzen muss. Die Lücke ist entstanden, weil Buhre voraussichtlich für die komplette Saison ausfallen wird, nachdem er sich beim Schaumburg-Cup vor zwei Wochen das vordere Kreuzband und den Innenmeniskus im rechten Knie gerissen hat. Zudem steht mit Niklas Hermann, der an einer Entzündung in der rechten Schulter laboriert, ein weiterer Leistungsträger mindestens bis Ende September nicht zur Verfügung.

„Uns fehlen zwei wichtige Säulen, aber Jammern bringt nichts“, kommentiert Siegesmund, der aus der Not eine Tugend machen will. Er setzt darauf, dass die jungen Spieler ihre sich bietenden Chancen nutzen werden. So könnte der erst 18 Jahre alte Mika Ritter anstelle von Buhre mit dem nach langer Verletzungspause wiedererstarkenden Jonathan Semisch den Innenblock bilden. „Wir betreiben gute Nachwuchsarbeit und müssen den Jungs dann auch die Möglichkeiten geben, sich im Herrenbereich weiterzuentwickeln“, meint der Trainer.

Einiges Kopfzerbrechen bereitet Siegesmund die Kreisläuferposition. Da der Transfer des Litauers Eimantas Grimuta (HSG Exten-Rinteln) platzte und Florian Degner nach längerem Auslandsaufenthalt wohl erst im Oktober wieder voll einsatzfähig sein wird, hat er wie schon vor einem Jahr Benjamin Hillebrandt aus dem sportlichen Ruhestand zurückgeholt. „Er kennt die Abläufe und gibt immer 100 Prozent“, lobt der Coach den Routinier, der diesmal allerdings nur so lange als Ersatzmann von Björn Öttermann aushelfen soll, bis Degner fit oder ein neuer Mann integriert worden ist.

Für die erste Begegnung hat Siegesmund alle zwölf gesunden Feldspieler und drei Torhüter nominiert. Ein guter Heimauftakt wäre wichtig für den MTV, der sich von Beginn an gegen den direkten Wiederabstieg in die Viertklassigkeit stemmen will. Dieser konnte bei den zwei bisherigen Versuchen des Vereins 1993 und 2004 nicht verhindert werden. Doch das ist Geschichte. Passend zum Festwochenende am Steinhuder Meer, das heute um 22 Uhr mit einem großen Feuerwerk seinen Höhepunkt findet, gibt Siegesmund die Parole an seine Mannschaft aus: „Feuer frei.“

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