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Sportbuzzer-Zulieferung Frederking wie Robben
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17:49 24.11.2019
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von daniel kultau LIEKWEGEN

Steinbergens Trainer Afrim Sulejmani war sich nach dem Abpfiff sicher, dass seine Mannschaft mit fortlaufender Spielzeit immer mehr abbaute. „Man hat gemerkt, dass wir gestern einen Skat- und Knobelabend hatten“, so der Coach, der mit seiner Elf noch härter ins Gericht ging. „Wer abends saufen kann, der kann am nächsten Morgen auch arbeiten. Für diese Generation gilt das leider nicht mehr.“ Dabei ging es für die Gäste eigentlich richtig gut los. Schon nach fünf Minuten war Krystian Wachta frei durch und schloss trocken zum 1:0 ab. Zwei weitere Chancen ließ der Angreifer innerhalb der nächsten acht Minuten gegen SG-Keeper Jonathan Reuther liegen, der das Privatduell damit gewann. Das Spiel hätte zu jenem Zeitpunkt bereits entschieden sein können. „So einfach kann Fußball sein“, rief Sulejmani seinem Team nach einer Viertelstunde noch lobend zu.

Danach kamen die Hausherren aber auch immer besser in die Partie, jedoch zu keinen zwingenden Möglichkeiten. Einzig Christos Christou umkurvte TSV-Keeper Florian Mehrens, doch Simo Strottmann kratzte den Ball von der Linie. Die rund 100 Zuschauer sahen im Liekweger Waldsportpark viele Zweikämpfe im Mittelfeld.

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Im zweiten Durchgang zogen sich die Steinberger immer weiter zurück, die Hausherren wurden währenddessen immer stärker. Die Belohnung gab es in der 64. Minute, als Rechtsverteidiger Kay Frederking wie Arjen Robben nach innen zog und den Ball zum 1:1 ins Tor knallte - unter gütiger Mithilfe des sonst starken Mehrens. „Da hatte ich Glück, dass ich den Ball so gut treffe“, freute sich der Linksfuß.

Nur wenige Augenblicke später kam der eingewechselte Liekweger Darius Krösche im gegnerischen Strafraum zu Fall. Es gab schon eindeutigere Strafstöße. Der Schiedsrichter war sich jedoch sicher, zeigte auf den Punkt. Mehrens, eine Minute zuvor der Depp, hielt allerdings gegen Hitaf Bamba. Auch in den folgenden Minuten rettete er seiner Mannschaft mit mehreren Paraden gegen Christou und Bamba das Unentschieden. Sein Albtraum an diesem sonnigen Herbstnachmittag blieb aber Frederking.

Kurz vor Schluss zog dieser wieder nach innen, traf den Ball noch besser und erzielte den 2:1-Endstand (87.). Dieses mal war der TSV-Schlussmann chancenlos, der den Ball im langen Eck einschlagen sah. Für den Siegtorschützen war es die letzte Aktion, mit Krämpfen wurde er ausgewechselt. „Die zweite Halbzeit liegt uns anscheinend generell besser“, mutmaßte der Mann des Tages. „Ich hatte zwei Mal die Chance und bin froh, dass ich die heute so genutzt habe“, freute sich Frederking. SG:

Reuther, T. Struckmeier, Vogt (48. Glag), Kramer, Christou, Koné, Altmann, Bamba, Doumoy (75. Krösche), Lewerenz, Frederking (87. Schwarze). TSV:

Mehrens, Franchi, Steep, Rinne, Diallo, Kasseck (74. Sasse), Radtke (51. Mohme), Özkan, Strottmann, Wachta, Kenneh.