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14:51 25.05.2020
Das Team Schaumburg (links) und die VT Rinteln werden in der nächsten Saison als Spielgemeinschaft auftreten. Das Gesicht der Mannschaft wird sich ändern. fotos: pr.
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Die erste Frauenmannschaft des Teams Schaumburg (SHG) ist mit der VT Rinteln eine Spielgemeinschaft eingegangen.

In der vergangenen Saison spielte das Team Schaumburg noch in der Verbandsliga, konnte da aber nicht wirklich überzeugen. Alle Anzeichen standen auf Abstieg, doch dann kam Corona – und die Saison wurde frühzeitig abgebrochen. Das bedeutete, dass die Schaumburgerinnen auch in der kommenden Saison noch in der Verbandsliga hätten antreten können.

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Doch letztlich stellte sich heraus, dass die Mannschaft aus persönlichen und familiären Gründen in der kommenden Saison nicht mehr zusammen antreten wird. Einige Spielerinnen schlossen sich einem neuen Team an, und auch der langjährige Trainer Andreas Griesbach suchte sich eine neue Herausforderung. Aus der Verbandsliga-Riege blieben nur noch drei Spielerinnen über. Doch die Mannschaft ganz aufgeben, das wollte man beim Team Schaumburg nicht. Die naheliegende Lösung: Einen Kandidaten für eine Spielgemeinschaft suchen.

„Wir haben uns in Schaumburg umgeschaut, wie die Vereine mannschaftsmäßig aufgestellt waren“, erklärt Roman Freiberg, Presseverantwortlicher beim Team Schaumburg. So sind die Verantwortlichen auf die VT Rinteln gestoßen. Eine erste Anfrage stellte schnell klar: Auch bei der VTR gab es personelle Sorgen.

„Wir haben uns jedes Jahr die Frage gestellt, ob es noch Sinn macht, eine Mannschaft zu melden“, erklärt Katharina Dux, Spielerin der VTR. Für die kommende Saison sei die Mannschaftsstärke aus ganz unterschiedlichen Gründen auf nur noch sechs Spielerinnen zusammengeschrumpft. „So ist es nicht möglich, anzutreten. Denn da darf keiner mal krank werden“, weiß Dux. Die Anfrage des Teams Schaumburg kam also auch in Rinteln nicht ungelegen.

„Durch die Spielgemeinschaft können wir den Volleyballsport in Schaumburg ein Stück weit mehr am Leben halten“, betont auch Freiberg. Bei den Gesprächen mit der VTR sei deutlich geworden, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen: Möglichst viele Schaumburger Mannschaften sollen erhalten werden. Ohne eine Spielgemeinschaft hätte es auf einen Schlag zwei Teams aus dem Landkreis weniger gegeben. „Volleyballspieler wachsen eben auch nicht auf den Bäumen“, so Dux. Wenn eine Mannschaft erst einmal auseinanderbreche, sei es unwahrscheinlich, dass sich das Team noch einmal wiederfinde.

Klar sei in den Gesprächen auch gewesen, dass das durch Corona bestehende Startrecht in der Verbandsliga nicht wahrgenommen werde. „Für uns war nach der Auflösung unseres Teams sofort klar, dass wir die Landesliga in Angriff nehmen werden. Da muss man auch einfach realistisch sein“, betont Freiberg. Auch die Mannschaft aus Rinteln war sich einig, dass der Sprung aus der Bezirksliga in die Verbandsliga zu groß gewesen wäre. „Wir nehmen die Herausforderung der Landesliga an“, so Dux „auch wenn wir wissen, dass es nicht einfach wird. Mit der Erfahrung der Spielerinnen vom Team Schaumburg ist es aber nicht utopisch.“ Dennoch sei beiden Parteien klar, dass auch ein Abstieg in der kommenden Saison kein Beinbruch wäre.

Die neue Spielgemeinschaft startet demnach unter dem Namen Team Schaumburg in der Landesliga. Gleichzeitig rückt die zweite Mannschaft des Teams SHG damit in die Bezirksliga auf. Freiberg glaubt, dass das neue Team in der Landesliga bestehen könne: „Unser Ziel ist es, uns in der kommenden Saison – sollte sie gespielt werden – in der Liga zu etablieren.“ Der Fokus liege aber vor allem erst einmal darauf, das neue Team zu formen, auch mit noch möglichen neuen Spielerinnen.

Nicht unwichtig, um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Trainer. Die VTR ist in der vergangenen Saison ohne einen Coach angetreten. „Das war nicht optimal, es hat etwas gefehlt“, weiß Dux. Die Verantwortlichen beim Team Schaumburg können aber versichern: Es werde zu 100 Prozent ein Trainer für die kommende Saison bereit stehen. Aktuell liefen noch einige Gespräche, auch über externe Interessenten freue man sich. Ein Plan sei aber vorhanden, so Freiberg.

In Zeiten von Corona waren rückblickend vor allem die Einigung und Absprache zwischen den Vereinen recht kompliziert: Der endgültigen Entscheidung für die Spielgemeinschaft gingen zahlreiche Telefon- und Videokonferenzen voraus. Das Besondere: Die Spielerinnen der beiden Klubs, die in Zukunft zusammen auf dem Feld stehen werden, kennen sich persönlich noch gar nicht. „Wir sind sehr gespannt, unsere neuen Mitspielerinnen endlich kennenzulernen. Aber das wird schon passen“, ist sich Dux sicher.

Für die neue Spielgemeinschaft ist es vermutlich noch wichtiger, als für alle weiteren Teams, dass sie bald wieder wie gewohnt trainieren können. Denn dort muss sich erst einmal eine Mannschaft neu finden. „Wir hoffen, dass wir bald wieder in die Hallen und mit dem Training starten können“, so Dux.

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