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Sportbuzzer-Zulieferung Glawion-Dreierpack am Piepenbusch
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Glawion-Dreierpack am Piepenbusch
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20:14 12.05.2019
Moritz Jäger klärt in Superman-Manier und schnappt Hakan Hot (rechts) den Ball vom Fuß. Quelle: uk
LANDKREIS

SV Eintracht AfferdeFC Stadthagen 6:1.

Ciro Miotti war am Sonnabend in einer bedauerlichen Rolle. Was der Torwart des FC Stadthagen erlebte, glich einem Penalty-Schießen beim Eishockey. Die gegnerischen Spieler tauchten unentwegt allein vor ihm auf. Keine Chance für den armen Miotti, der mit dem FC Stadthagen beim SV Eintracht Afferde mit der 1:6-Niederlage im Abstiegskampf einen schweren moralischen Rückschlag einstecken musste. Stadthagen kassierte in den letzten zehn Minuten vier Gegentore und verlor in der sonst oft so stabilen Abwehr völlig die Ordnung. In der ersten Halbzeit sah das noch völlig anders aus. Die Gäste standen hinten gut und hatten die schnellen Angreifer der formstarken Hamelner bestens im Griff. Selbst als Sebastian Zschoch in der 62. Minute das 1:0 der Gastgeber erzielte und Aaron Oefler in der 74. Minute auf 2:0 erhöhte, blieb der FC Stadthagen im Spiel. Denn als Benjamin Hartmann in der 76. Minute auf 2:1 verkürzte, waren die Gäste dem Ausgleich ganz nahe, wie man auch im Afferder Lager anerkannte. In der Schlussphase lud die Stadthäger Abwehr aber plötzlich zum Tag der offenen Tür. Sie wurde ständig überlaufen, war mit ihrem trägen Tempo gegen die hurtigen Stürmer des SV Eintracht Afferde völlig überfordert. Die Tore von Florian Selchow (82./85.) und Jörn Heinzelmann (83./89.) fielen allesamt nach demselben simplen Muster. Ein Pass, ein schneller Sprint, ein präziser Abschluss und keine Abwehrmöglichkeit für Miotti. FC:

Miotti, Kuhnert, Salwasser (46. Su), Hartmann (86. Önsal), Werns, Kasso, Wischhöfer, Engelhardt, Holz, Kasso, Detering.

SC Rinteln – SV Gehrden 2:3.

Das Spiel des SC Rinteln gegen den Tabellennachbarn SV Gehrden war so wie das aktuelle Wetter: Nach kurzem Sonnenschein wurde es bewölkt und zum Schluss gab es noch einen nicht erwarteten Schauer. Die 2:3-Pleite hatten sich die Rintelner Fußballer allerdings selbst zuzuschreiben. „Unter dem Strich letztlich verdient – gegen einen spielstarken Gegner“, wie SCR-Trainer Uwe Oberländer konstatierte.

Die Gastgeber begannen die Partie stark, führten bereits nach neun Spielminuten durch einen schönen Treffer von Alexander Rogowski aus etwa 16 Metern. „Es ging so los, wie wir uns das vorgenommen hatten. Aber die frühe Führung ist uns mal wieder nicht bekommen. Das war auch in anderen Spielen schon so. Wir haben die Zügel schleifen lassen und pomadig gespielt“, monierte Oberländer. Nach einem Missverständnis zwischen SCR-Keeper Moritz Jäger und Kastriot Hasani bügelte der Schlussmann seinen Fehler aus, nahm Hakan Hot den Ball mit einem Hechtsprung noch vom Fuß (12.). Kurze Zeit später blockte Joscha Obst in höchster Not gegen den einschussbereiten Hot. Die Rintelner spielten viel zu offen, gerieten durch wenige Pässe der Gehrdener unter Druck. Vor allem über die Außenpositionen offenbarten sich Schwächen. Serkan Köse und Hot vergaben kläglich (15., 17.).

Den überfälligen Ausgleich markierte dann der bis dato unglücklich agierende Hot, der den Ball nach einem langen Pass unbehelligt annehmen und einschießen durfte (18.). Die Schaumburger spielten in der Defensive weiter sorglos, eine erneute Hereingabe von der linken Seite vergab der völlig freie Roman Busse (22.). Drei Minuten später kombinierten sich die Gehrdener sehenswert in den Rintelner Strafraum, den Rückpass von der Grundlinie drosch Tim Borowsky – am Elfmeterpunkt völlig freistehend unhaltbar zum 2:1 ins Tor (24.). Die Gäste waren dem dritten Treffer jetzt näher als der SC dem Ausgleich. Dennoch gelang Rogowski nach einem langen Ball das überraschende 2:2 (35.).

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Gastgeber die Überlegenheit der Gäste in den Griff, dabei verflachte aber auch das Spiel. „Wir haben uns läuferisch und kämpferisch verbessert“, analysierte Oberländer. Beide Teams erspielten sich kaum noch Torchancen. Im letzten Drittel der Begegnung verstärkten die Gastgeber die offensiven Bemühungen, das Tor erzielte aber der Gast. Nach einem Eckball verlängerte Florian Beck den Ball zum 3:2 ins Netz (81.). Dominik Schrader (86.) und Hasani in der Nachspielzeit hatten noch den Ausgleich auf dem Fuß.

„Wir konzentrieren uns jetzt auf die nächsten Aufgaben“, sagte Oberländer, der mit der Leistung in der zweiten Halbzeit nicht unzufrieden war. Nach den bereits vermeldeten Abgängen von Sinan Boga, Quendrim Krasniqi (beide SC RW Maaslingen), Kastriot Hasani (SC Auetal) könnte es weitere Abgänge geben. Keeper Luis Böhm zieht es zum Studienort nach Osnabrück und Rogowski werden – mal wieder – Abwanderungsgedanken in Richtung SV Lachem-Haverbeck nachgesagt. SCR:

Jäger, Fahrenkamp, Hasani, Bedey, Schrader, Obst (66. Walter), Boga, Peters (66. Ronnenberg), Krasniqi, Andraws (80. Muzik), Rogowski.

TuS SW Enzen – Koldinger SV 2:0.

Wer zu diesem Spiel zu spät kam, verpasste so einiges. Die Enzer spielten von Beginn an druckvoll und mit enorm viel Zug zum Tor. So brachte Jan Köpper den Gastgeber bereits nach 2. Minuten in Führung, als er den gegnerischen Torwart Marc Ebeling umkurvte und den Ball einschob. Nur eine Minute später traf Hendrik Schröder nur den Pfosten. Leon Horstmanns Schuss in der 5. Minute wurde von Ebeling aus dem Winkel gekratzt. Niklas Thiemann schoss nur wenige Augenblicke später knapp vorbei und ein weiterer Versuch von Köpper wurde vom Keeper entschärft. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr“, fand auch TuS-Coach Fabian Stapel.

Danach schnaufte die Partie erst mal durch. Der Gast zeigte, dass er die Saison abgehakt hat und kickte ohne großen Ertrag vor sich hin. So war das 2:0 durch Köpper hochverdient. Lennart Faul flankte den Ball in den Strafraum, der wuchtige Stürmer stand völlig frei am zweiten Pfosten und nickte den Ball ein (30.). In der zweiten Hälfte ließen die Schwarz-Weißen weitere Chancen liegen und spielten ihre Konter zu schlampig aus. Weil Enzens Keeper Bjarne Mücke aber auch zwei Mal stark rettete, blieb es beim verdienten Enzer Erfolg. “Jetzt gehen wir mit der Einstellung und der Moral in die nächsten Spiele und dann gucken wir, was da am Ende bei rausspringt“, So Coach Stapel. TuS:

Mücke, Blume, Schölzel, Faul (46. Wöbbeking), Horstmann, Schröder, Thiemann, Pluta, Köpper (71. Wischhöfer), Schwarze, Zeckel (90. Schwalm).

SV Lachem Haverbeck – VfL Bückeburg U23 2:2.

Lachem. Nach dem 2:2-Unentschieden der U23 des VfL Bückeburg beim SV Lachem-Haverbeck stellte sich die klassische Frage des Lebens: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Dass die Gäste einen 0:2-Rückstand aufholten, legte nahe, dass es halb voll ist. Weil aber der VfL Bückeburg spielerisch deutlich überlegen war, war Trainer Björn Schütte unzufrieden: „Aus unserer Leistung und Überlegenheit muss doch mehr herausspringen als ein Punkt.“

Dass es nicht mehr wurde, lag vor allem daran, dass Bückeburg vorne zu unkonkret spielte. Zwar wurde das Ziel erreicht, die routinierte, aber kaum durchtrainierte Truppe des Tabellendritten ins Laufen zu bringen, zwar war Lachem-Haverbeck zur Pause tatsächlich völlig mit seinen Kräften am Ende. Aber zu diesem Zeitpunkt stand es durch die Treffer von Flamur Dragusha (23.) und Tayfun Dizdar (39.) bereits 2:0 für die Gastgeber. Die zweite Halbzeit musste es bringen. Doch die VfL-Zweite spielte zwar fleißig, war aber lange Zeit nicht in der Lage, den fast 50-jährigen Torwart Mirko Majcan des SV Lachem-Havebeck wirklich mal zu prüfen. Bis zum Strafraum sah das ganz nett aus, aber dann tat sich nicht mehr viel.

So musste der eingewechselte Jugendliche Luka Rohrbach Tatsachen schaffen. Er zog in der 75. Minute aus 16 Metern einfach mal beherzt ab und traf zum 1:2-Anschlusstreffer. Als Bjarne Sruckmeier in der 82. Minute für Bückeburg zum 2:2 ausglich, schien das Spiel tatsächlich noch zugunsten der Gäste zu kippen. Lachem-Haverbeck schindete Zeit, bei jedem Abstoß, bei jedem Einwurf. Um so erstaunter waren die Gäste, dass es keinerlei Nachspielzeit gab. „Drei Minuten mehr und wir hätten das hier gewonnen“, war Schütte überzeugt. VfL:

Großkelwing, Büsing, Geng (62. Rohrbach), Werner, Voß, Struckmeier, Battaglia, Heine, Hope (67. Arsov), Marvin Sydow (67. Schmidt), Schröder.

SSG Halvestorf-HerkendorfTSV Algesdorf 1:4.

Würden auf der Sportanlage Piepenbusch in Halvestorf Blitzer stehen, dann wäre der Algesdorfer Außenstürmer David Glawion gestern häufiger in die Radarfalle getappt. Mit seiner enormen Schnelligkeit sorgte er mit drei Toren fast im Alleingang für den 4:1-Erfolg des TSV Algesdorf bei der SSG Halvestorf-Herkendorf. „Der war richtig gut aufgelegt“, fand auch TSV-Sprecher Martin Steege. „Die ganze Mannschaft hat heute aber eine Topleistung gezeigt“, fügte er hinzu.

Schon in der ersten halben Stunde hatte der Gast einige gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch immer wieder an SSG-Keeper Fabian Moniac, der einen arbeitsreichen Nachmittag erlebte. Nachdem der Gastgeber nach einer Gelb-Roten Karte für Matthias Günzel in der 38. Minute nur noch mit zehn Mann spielte, öffneten sich immer wieder Räume. In einen davon spritzte Glawion kurz nach dem Halbzeitpfiff. Er war schon im Strafraum, als er gefoult wurde – Strafstoß. Sebastian Eiselt nahm sich den Ball und netzte sicher zum Algesdorfer 1:0 ein.

In der 70. Minute war es dann genau umgekehrt. Eiselt wurde von Moniac im Strafraum gefällt und Glawion verwandelte den Elfmeter zum 2:0 für den TSV. Nur zwei Minuten später sprintete Glawion aus dem Mittelfelfd mit dem Ball am Fuß los, ließ alle Verteidiger hinter sich und sorgte für die 3:0-Vorentscheidung. Das zwischenzeitliche 1:3 durch Julian Maass (81.) war nur Ergebniskorrektur, denn der Schlusspunkt gehörte dem Mann des Spiels. Kevin Bytomski spielte einen Traumpass auf den Außenstürmer, der diesen per Lupfer über Moniac anspruchsvoll verwandelte (84.).

„Das war ein wichtiger Schritt“, fand Steege, dessen TSV zumindest nicht mehr direkt absteigen kann und bei noch drei zu spielenden Begegnungen sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang hat. TSV:

Schmidbauer, Harmening, Sölter, Riechers, Glawion, Herbold (70. Matthias), Balke, Bytomski, Ulbrich, Weidemann (81. Kunze), Eiselt (86. Hübner).

Im ersten Relegationsspiel für den Aufstieg in die Handball-Landesliga hat die HSG Exten-Rinteln ein Debakel erlebt. Das Team musste sich mit 19:29 (10:14) gegen die Reserve des Lehrter SV geschlagen geben.

12.05.2019

BÜCKEBURG.

Selbst die kühnsten Pessimisten dürften nicht mehr von einem Abstieg der Landesliga-Fußballer des VfL Bückeburg ausgehen.

10.05.2019

Freunde von Fakten finden momentan an der Schaumburger Kreisliga gefallen. Die Fußballer des MTV Rehren A/R stehen kurz vor der Meisterschaft, der TSV Hagenburg wird in der Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga spielen, die Reserve des TSV Algesdorf muss zurück in die 1.

10.05.2019