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Sportbuzzer-Zulieferung Gök vor der Ablösung?
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Gök vor der Ablösung?
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20:53 28.05.2017
Sören Balke (links) lässt mit dem TSV Algesdorf nichts anbrennen und gewinnt das letzte Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen. Quelle: hga
LANDKREIS

Allerdings bahnt sich beim VfR Evesen ein Trainerwechsel an, Duran Gök soll vor der Ablösung stehen.Bestätigt ist der aber noch nicht, allerdings auch nicht dementiert.

 SV ObernkirchenFC Springe 4:3.

 

 Coach Oliver Nerge und sein Kotrainer Srdan Petrovic sind mit einem Sieg verabschiedet worden. Der Wille der Hausherren schlug dabei die spielerische Eleganz der Gäste. Springe dominierte in der ersten Hälfte von Beginn an die Partie. Der Ball lief gekonnt durch die eigenen Reihen, der SVO staunte nicht schlecht und hatte Glück, dass Tom Hagen (18.) einen Ball von Luca Köneke auf der Linie klärte. Die spielstarken Gäste vergaben weitere Chancen durch Pedro Diaz-Garcia (20.) und Köneke (21.). Springe ging dann folgerichtig mit 1:0 (26.) in Führung: Tolga Candir steckte den Ball gekonnt in die Schnittstelle der SVO-Abwehr und Philipp Strohecker verwandelte sicher. Die Obernkirchener besannen sich aber auf ihre Willensstärke. Der SVO kämpfte sich in die Partie und glich wie aus dem Nichts aus. Julian Talat bediente nach einem langen Ball Jan Köpper und der Torjäger wuchtete die Kugel aus acht Metern humorlos in die Maschen zum 1:1-Pausenstand.

 Nach dem Seitenwechsel tat sich lange nicht viel, doch in den letzten 20 Minuten fielen noch fünf Tore. Der Gastgeber ging durch Julian Talat (70.) mit 2:1 in Führung. Doch die Springer schlugen zurück, Köneke (81.) traf nach einem Konter zum 2:2. Aber der SVO hatte noch zwei Eisen im Feuer: Chris Hope (88.) netzte aus Nahdistanz zum 3:2 ein und nur zwei Minuten später erzielte Philipp Gräber mit seinem ersten Saisontor das Obernkirchener 4:2. In der Nachspielzeit nutzten die Gäste einen Fehler der SVO-Defensive zum 4:3 durch Köneke aus. „Wir haben in Halbzeit zwei zügiger nach vorne gespielt und waren vor der Kiste sehr effizient“, freute sich Nerge über den Dreier in seinem letzten Spiel auf der Trainerbank des SVO. Der Coach verabschiedet sich als Tabellenneunter zum FC Stadthagen. SVO:

 

 Hartmann (73. Stork), Matz (83. Rethmeier), Gräber, Hagen, Hope, Wist (61. Watermann), Talat, Mittmann, Wehmeyer, Kummert, Köpper.

 TuSpo SchliekumVfR Evesen 2:3.

 

 Das ist ein typisches Saisonabschlussspiel gewesen. Sowohl für die TuSpo Schliekum als auch den VfR Evesen ging es nur noch um die Ehre. Die Gäste aus dem Schaumburger Land beendeten die Serie auf dem vierten Tabellenplatz. Doch scheinbar sind die Verantwortlichen des VfR Evesen mit den Darbietungen des gescheiterten Titelaspiranten unzufrieden. Die Gerüchteküche brodelt: Trainer Duran Gök soll angeblich vor der Ablösung stehen. Peter Möse und Co. sollen sich mit Steffen Mitschker handlungseinig geworden sein. „Es ist noch nichts passiert“, sagt Mitschker auf Nachfrage der SN: „So lange nichts entschieden ist, kann ich auch nichts sagen.“

 Zum Spiel in Schliekum: Der VfR holte zweimal einen Rückstand auf. Der Gastgeber führte durch die Tore von Akin-Fabian Kilicaslan (15.) und Hussein Ismael (48.), der VfR glich durch Caglayan Tunc (20.) und Fatih Akkus (55.) zweimal aus. In der 86. Minute machten die Evesener den 3:2-Auswärtssieg perfekt: Nach einer Ecke von Steffen Lesemann fiel Josef Khodr der Ball vor die Füße und der Einwechselspieler schoss aus 14 Metern dem TuSpo-Keeper den Ball durch die Beine. VfR:

 

 Willers, Menze (75. Salwasser), Ibrahim Khodr (67. Josef Khodr), Städter, Lesemann, Buruk, Akkus, Tarak, Tunc, Korkmazyigit, Kilinc.

 TSV Algesdorf – TSV Barsinghausen 4:2.

 

 Der letzte Heimsieg der Saison war ein munteres Spiel und vor allem hochverdient, weil die Gastgeber mehr Zweikampfwillen mitbrachten und teils lange Wege gingen. Sebastian Eiselt erzielte drei Treffer, Julian Meyer erkämpfte viele Bälle und glänzte als Vorlagengeber von dreien der vier Algesdorfer Tore. „Wir haben heute auch spielerisch ein paar sonst nicht gesehene Elemente eingebracht. Es war toll, ein schöner Abschluss mit 48 Punkten“, erklärte Coach Timo Nottebrock. Zunächst waren die Gäste am Drücker, Robert Just brachte Algesdorf nach einem schön ausgespielten Angriff 0:1 (13.) in Rückstand, als die Blauhemden nicht nah genug an den Gegnern waren.

 Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gastgeber besser in die Zweikämpfe, Steffen Sölter hatte gerade in der Anfangsphase einige gute Chancen. In der 25. Minute war Eiselt erstmals zur Stelle und markierte das 1:1. Die Blauhemden bestimmten fortan das Spiel, kurz vor der Pause gelang Eiselt die 2:1-Führung (43.). In Hälfte zwei waren die Gastgeber zu Beginn träge unterwegs und wurden mit dem 2:2 (49.) bestraft. Sölter lenkte eine flache Hereingabe ins eigene Netz.

 Die Gastgeber überstanden eine Sturm- und Drangphase der Gäste, dann gelang Meyer erneut ein schneller Vorstoß über die linke Seite, Sölter nutzte die Hereingabe zum 3:2 (60.). Einige Großchancen später erzielte Eiselt, diesmal nach Vorarbeit des eingewechselten Steve Schubert, den 4:2-Endstand (86.). TSV Algesdorf:

 

 Kölling – Harmening, Sölter (77. Groß), Meyer, H. Strumpel, Herbold, Balke, Bühre (62. Schubert), Bytomski, Riechers, Eiselt (86. Knorr).

 

 Ein Video zum Spiel finden Sie im Internet auf sn-sportbuzzer.de.

 SV Germania GrasdorfFC Stadthagen 1:0.

 

 Einen Zähler Vorsprung hat der FC Stadthagen auf den Relegationsplatz ins Ziel gerettet. Hauchdünn, aber es reichte zum Klassenerhalt, der bereits vor dem letzten Spieltag sicher war. „Es ging um nichts mehr, so sind wir auch aufgetreten. Es war nicht unser bester Tag“, meinte der scheidende FC-Coach Steffen Mitschker. Die Grasdorfer spielten aggressiver, wollten als Absteiger das letzte Heimspiel unbedingt gewinnen. In der 17. Spielminute bekam die Stadthäger Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Leutrim Ferizi schlenzte den Ball aus 16 Metern ins Tor. In der Folge hatten auch die Gäste ihre Möglichkeiten, so scheiterte Eric Naroska zweimal knapp. „Es war Sommerfußball, unter dem Strich ist der Sieg für die Grasdorfer verdient“, meinte Mitschker, der sich vom FC mit dem Klassenerhalt verabschiedet: „Ziel erreicht, alles gut.“ FC:

 

 Reuther, Kuhnert, Hasta, Tegtmeier (75. Faiedi), Syla, Thies, Niemeier, Ulbrich, Naroska, Bövers, Holz.

 

 

 

 SC Hemmingen-Westerfeld – TSV Hagenburg 3:2.

 

 Für Absteiger TSV Hagenburg ging es im letzten Spiel um Vermeidung negativer Energie, die in den Sommer ausstrahlen könnte. Das Vorhaben gelang. Trotz der 2:3-Niederlage beim SC Hemmingen-Westerfeld war Trainer Felix Dyck mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Die Moral stimmte, es war ein schöner Abschluss, wir steigen erhobenen Hauptes ab.“ Hagenburg verlor nur aufgrund eines umstrittenen Elfmeters. Die Gäste gerieten in der 40. Minute durch ein Kopfballtor mit 0:1 in Rückstand, glichen aber noch vor der Pause aus. Das 1:1 war eine Kooperation von Passgeber Hannes Schauss und Vollstrecker Jan Scholz. Die Gäste ließen sich auch durch die erneute Führung des SC Hemmingen-Westerfeld in der 47. Minute nicht irritieren. Sie glichen mit einem sehenswerten 27-Meter-Fernschuss von Christian Trepte in der 61. Minute erneut aus. Dabei wäre es geblieben, wenn Schiedsrichter Sascha Kothe in der 70. Minute den Platzherren nicht einen Kann-Elfmeter zugesprochen hätte, der das 3:2 des Tabellendritten brachte. „In der 90. Minute hätte er so einen nicht gegeben“, war sich Dyck sicher. TSV:

 

 Schulz, Trepte, Aust, Pape (67. Tautz), Haßlöcher, Scholz, Fieberg, Walter, Kretschmann, Woelke (70. Tieste), Schauss.

 SV GehrdenVfL Bückeburg II 2:3.

 

 Verloren, aber trotzdem beste Stimmung beim VfL Bückeburg II. Weil der Klassenerhalt bereits perfekt war, weil auch alle Personalentscheidungen geklärt waren, ging die Mannschaft von Trainer Martin Prange das Spiel beim SV Gehrden locker an. Für gute Laune sorgten auch die 60 mitgereisten Bückeburger Fans, die nochmal zwei Legenden des heimischen Fußballs in Aktion erleben durften. Prange musste sich nämlich bereits in der ersten Halbzeit selbst einwechseln und brachte später mit Lars Reuther einen weiteren Altmeister ins Spiel. Der Auftritt des Trainers verlief nach Meinung seines Assistenten Frank Bolte allerdings eher unglücklich. „Er verursachte einen Elfmeter und machte vorne keine Bude“, frotzelte er. Der VfL Bückeburg zeigte beim SV Gehrden trotz der Niederlage eine insgesamt ordentliche Leistung. Durch den Treffer von Marc Busse (33.) lagen die Gäste zur Pause mit 0:1 hinten. Eike Schröder erhöhte mit einem Foulelfmeter auf 2:0 für Gehrden (62.). Bückeburg kam mit dem Solotor von Marvin Stahlhut auf 2:1 heran (64.), hatte aber Pech, als ein Weitschuss von Florian Wendt zum 3:1 der Gäste abgefälscht wurde (70.). Für die VfL-Reserve reichte es acht Minuten vor Schluss nur noch zum 3:2-Anschlusstreffer von Fabio Battaglia. VfL II: Özel, Stolte, Marzinowski, Niemann (42. Prange), Ghonaim, Rinne, Inserra, Nasef (71. Mieruch), Battaglia, Stahlhut, Knickmeier (81. Reuther).

 SC RintelnVfL Nordstemmen 0:1.

 

 Am 28. Mai um genau 16.51 Uhr wurde auf dem Steinanger eine Epoche beendet. Der SC Rinteln verabschiedete sich aus dem Fußballbezirk. „Tschüss Bezirksliga“, entfuhr es einem Fan, als Schiedsrichter Volker Mende das Spiel gegen den VfL Nordstemmen beendete, das mit 0:1 verloren ging. Auch deshalb fiel der Abschied ziemlich unpathetisch aus. Die Spieler schlichen verschwitzt vom Platz und Trainer Uwe Oberländer war traurig: „Unsere Leistung reichte nicht aus, das letzte Bezirksligaspiel zu gewinnen. Wir haben zu wenig investiert.“ Viel mehr als die Frage, mit welchem Ergebnis das bedeutungslose letzte Spiel ausgeht, interessierte allerdings die Frage, wie es beim SC Rinteln zukünftig weitergeht. Oberländer führt zu Beginn der Woche mit möglichen Zugängen die letzten Gespräche. „Wir brauchen aber keine Masse“, erklärt er, und er wolle Argumente schaffen, sich dem SC Rinteln trotz des Abstiegs anzuschließen. Andererseits biete die Kreisliga natürlich keinen großen sportlichen Anreiz, um Hochkaräter zu einem Wechsel an die Weser zu überreden, das sei ihm bewusst. Nicht unwichtig ist auch die Frage, ob Alexander Rogowski nach fast einem Jahr Verletzungspause in der kommenden Saison wieder mit dem Fußball beginnt. Er sei unsicher und habe sich noch nicht festgelegt, erklärte der 26-Jährige am Rande des Spiels. Der SC Rinteln hatte gegen den VfL Nordstemmen eigentlich gute Voraussetzungen für einen abschließenden Sieg. Die Gäste schonten nämlich ihren wichtigsten Mann für die anstehende Relegation. Abdulmalik Abdul saß zunächst auf der Bank. Als er aber in der zweiten Halbzeit ins Geschehen eingriff, erzielte er in der 76. Minute mit dem 1:0 des VfL Nordstemmen prompt das entscheidende Tor des Tages. Rinteln besaß jedoch vorher allerlei Torchancen, um ebenfalls zu Treffern zu kommen. Bereits in der ersten Halbzeit hätten Ivo-Niklas Walter und Waldemar Dirks die Führung erzielen können. Nach der Pause war die Leistung des limitierten Absteigers allerdings enttäuschend. Trotz einiger abenteuerlicher Szenen im Gästestrafraum ging der Sieg des VfL Nordstemmen am Ende sogar in Ordnung. SC:

 

 Böhm, Quindt, Hasani, Peters, Ivo-Niklas Walter, Dirks (54. Popoci), Bedey, Kaptan (46. Yannik Walter), Wittek, Schrader, Bergmann (62. Mergoglu).