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Handballer müssen pausieren

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18:23 28.10.2020
Die Bälle liegen ruhig: Die Schaumburger Handballer werden in diesem Jahr keine Pflichtspiele mehr bestreiten. Quelle: dpa
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von daniel kultau LANDKREIS

Der Grund dafür sind die gestiegenen Corona-Fallzahlen. „Zunächst bis einschließlich 31. Dezember“, sagte Präsident Stefan Hüdepohl. Vor genau einer Woche hatte der Verband den Vereinen noch freigestellt Spiele auszutragen, sollte der Inzidenzwert über 35 liegen.

„Wir wollten den Mannschaften ein Höchstmaß an Freiraum einräumen. Jetzt haben die Vereine mit den Füßen abgestimmt. Diese Abstimmung akzeptieren wir“, erklärt Hüdepohl, der aber auch bekannt gab, dass Freundschaftsspiele unter den gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin möglich wären. Wann und wie der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, ist noch unklar. Von der Entscheidung sind auch viele Schaumburger Teams betroffen. Saulius Tonkunas (Trainer HSG Schaumburg Nord, Damen Oberliga):

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„Das ist echt schade. Aber auch wenn der Sport anscheinend keine große Übertragungsquelle ist, müssen wir das natürlich akzeptieren. Die Hygieneregeln der Vereine haben gut funktioniert und wir haben uns alle dran gehalten. Vielleicht hätte eine Unterbrechung bis zum 1. Dezember vorerst gereicht. Wenn das Training weiterhin möglich ist, werden wir weiterhin trainieren.“ Hanns Bäkmann (Vorsitzender HSG Exten-Rinten):

„Super. Endlich haben wir Klarheit und wissen, wie es nun weitergeht. Vorher lag die Entscheidung ja doch bei uns. Wir stehen aufgrund der steigenden Zahlen auch total hinter dieser Entscheidung des HVN. Gestern Abend hatten wir beschlossen sowieso alle Spiele abzusagen und vorerst nicht mehr antreten zu wollen. Das Training findet bei uns weiterhin statt. Allerdings nur auf freiwilliger Basis und mit einer Anwesenheitsliste.“ André Steege (Trainer HSG Schaumburg Nord, Herren Oberliga):

„Eine so schnelle Entscheidung hätte ich nicht erwartet. Als Sportler sind wir natürlich traurig. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert und wollen natürlich auch spielen. Ich bin hin und her gerissen, aber kann es natürlich nachvollziehen. Realistisch wäre es wohl sowieso nicht mehr lange gut gegangen. Mir tut es nun vor allem für die Jugendspieler leid, die nun wieder angefangen hätten und seit März nicht mehr gespielt haben. Die beim Handball zu halten muss jetzt einfach das Ziel sein.“ Melanie Konsoog (Trainerin MTV Auhagen, Damen Landesliga):

„Endlich gibt es mal eine klare Ansage. Die hatte uns bisher gefehlt. Die vorherige Regelung war nichts Halbes und nichts Ganzes. Wir befürworten den Schritt auch absolut, alles andere würde keinen Sinn machen. Mit den Masken rund um das Spielfeld war es nicht der Sport, den man kennt. Es war für uns schon schwierig das alles vor dem Arbeitgeber zu verantworten. Wenn kein Spielbetrieb stattfindet, werden wir vorerst auch nicht trainieren.“ Sebastian Pook (Trainer HSG Schaumburg Nord II, Herren Landesliga):

„Letztendlich ist es die völlig richtige Entscheidung. Mit der vorherigen Regelung hatte der HVN die Verantwortung zu den Vereinen übertragen, was zu einem absoluten Terminchaos geführt hätte. Eigentlich müsste die Saison abgebrochen werden, weil ich nicht weiß, wie sie ab Januar mit Hin- und Rückrunde zuende gespielt werden kann. Bei den bisherigen Testspielen waren die Hygienekonzepte erkennbar und wir haben uns auch alle gut daran gehalten. Sollte der Trainingsbetrieb weiterhin möglich sein, werden wir auch weiterhin trainieren.“