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Sportbuzzer-Zulieferung Initialzündung bleibt aus
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Initialzündung bleibt aus
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21:45 25.11.2018
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Bitter: Beim 29:32 (14:16) gegen den TuS Volmetal mussten sich die Blau-Weißen wie im vorigen Heimspiel gegen die SG Langenfeld (29:40) einem direkten Konkurrenten geschlagen geben. Zwar fiel die insgesamt vierte Niederlage am Stück knapper aus als die drei vorherigen, Trainer Marc Siegesmund stimmte das jedoch keineswegs versöhnlich. „Die Volmetaler haben nicht gewonnen, weil sie besonders gut waren, sondern weil wir so schlecht waren“, sagte er.

Eine herausragende Leistung lieferte TuS-Akteur Jan König ab. Der Topschütze der Staffel erzielte 15 Treffer und schraubte dadurch seine Saisonausbeute auf 124 Tore hoch. „Wir haben lange überlegt, ob wir versuchen sollen, ihn durch Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen“, berichtete Siegesmund. „Unsere Abwehr ist aber zurzeit einfach nicht stabil genug, um über längere Zeit im 5:1-System zu bestehen.“

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Mit der 6:0-Deckung klappte es zunächst auch ganz passabel. Den frühen 1:3-Rückstand (4. Minute) glich Florian Degner mit seinem Drittliga-Premierentor zum 3:3 aus (6.). Den Weg dahin bereitet hatte MTV-Keeper Zsolt Kovacs, der einen Versuch von König parierte. Und der Ungar ging gleich noch ein weiteres Mal als Sieger aus diesem Duell hervor, ehe Till Hermann per Siebenmeter zum 4:3 (8.) für die erste Führung der Großenheidorner sorgte. Dass es zugleich ihre letzte des Abends bleiben sollte, zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ab.

Zwar gaben die Gäste nach dem 5:4 (10.) den Takt vor, doch die Hausherren blieben dran. Der von der Bank gekommene Kroate Branimir Dodig markierte bei seinem Heimdebüt das 14:15 (29.) und durfte damit beim zweiten Einsatz sein erstes Tor im MTV-Dress bejubeln. Allerdings hatte König eine halbe Minute vor der Pause mit seinem achten Treffer des Spiels noch eine Antwort parat.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Dodig richtig auf Touren. Erst traf er kraftvoll zum 15:16 (31.), dann mit einem Drehwurf zum 17:20 (37.) und schließlich per Heber zum 18:21 (38.). „Er hat am Kreis ein paar Kostproben seines Könnens gezeigt“, lobte Siegesmund. Und im Innenblock sei im Vergleich zum ersten Auftritt eine Woche zuvor beim 17:34 gegen den Longericher SC ebenfalls eine Steigerung zu erkennen gewesen, fügte der Coach hinzu.

Im Kollektiv konnte die Defensive allerdings nicht überzeugen. Und die Volmetaler, die zwischenzeitlich auf 25:20 davonzogen (41.), wussten die sich bietenden Lücken zu nutzen. Den MTV-Angreifern mangelte es dagegen an Durchschlagskraft. „In allen Mannschaftsteilen haben ein paar Prozente gefehlt, und unter dem Strich reicht es dann nicht“, kommentierte Siegesmund. Dass Hermann mit einem verwandelten Siebenmeter zum 27:30 (59.) sein 100. Saisontor gelang, verkam zur Randnotiz.

„Es war keine unglückliche, aber eine unnötige Niederlage“, befand Thorben Buhre. Der 28-Jährige, der nach seinem Kreuzbandriss noch einige Monate pausieren muss, hatte unermüdlich versucht, seine Mannschaft von der Bank aus anzufeuern. Vergeblich. „Leider ist die Initialzündung ausgeblieben“, sagte Siegesmund. „Und mit 95 Prozent gewinnst du in dieser Liga keinen Blumentopf.“ MTV Großenheidorn:

Kovacs, Schröpfer, Pommer – T. Hermann (10 Tore/davon 4 Siebenmeter), Dodig, Semisch (beide 4), L. Ritter (3), Bokeloh, Bretz, Byegal (je 2), Degner (1), Cohrs, Nolte (1/1), Öttermann, M. Ritter, Wegener.