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Sportbuzzer-Zulieferung Kein Abstiegskampf für gefestigte Algesdorfer
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22:44 12.09.2019
Tim Harmening vom TSV Algesdorf spielt da, „wo mich der Trainer aufstellt“. Quelle: jö
ALGESDORF

Zu denen gehört auch Tim Harmening, der nach einem dualen Bachelor-Studium den Masterabschluss an der Universität Hannover im schwierigen Fach der Elektrotechnik draufsattelte und jetzt mit 26 Jahren in der Energiewirtschaftsberatung arbeitet. Doch wohin es die Spieler des TSV Algesdorf beruflich auch immer hintreibt, in einem sind sie sich einig – in der Treue zum Verein.

Harmening ist gewissermaßen ein umgekehrter Pendler. Er wohnt in Hannover-Herrenhausen, fährt dreimal pro Woche am Abend zum Training nach Algesdorf und am Wochenende zum Spiel. „Über andere Hobbys muss ich mir da nicht mehr viel Gedanken machen“, sagt er, der wie kaum ein zweiter Spieler für den erstaunlichen sportlichen Aufschwung und die neue Stabilität des Bezirksligisten steht. Er gehörte zum Kreismeisterteam, und er war in den Jahren danach immer eine tragende Säule im Spiel, ob als Sechser oder wie zuletzt gegen den VfR Evesen als Quasi-Libero. „Ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt“, sagt Harmening gleichmütig.

Nottebrock bringt ihn in der Defensive und im Mittelfeld in verschiedenen Rollen und sagt: „Auf Tim können wir uns verlassen.“ Dass der TSV Algesdorf so gut in die Saison startete, kam für Harmening nicht gänzlich überraschend. In der Vorbereitung seien nur manche Ergebnisse schlecht gewesen. Der Rest sei so intensiv und ernsthaft ausgefallen, wie man das vom Trainer mittlerweile gewohnt sei. Das mache vielleicht den kleinen Unterschied zu anderen Mitbewerbern. „Wir haben in dieser Saison Spiele gewonnen, in denen wir sonst nichts geholt hätten“, sagt der Abwehrspieler. Der Kampf und der Einsatz, für den der TSV Algesdorf bekannt ist, sei in den vergangenen Jahren teilweise auch notgedrungen entstanden. „Sollten wir es schaffen, mehr über spielerische Lösungen zu kommen, ist das gut für alle“, findet Harmening, dem seine auf Fakten bezogenen Studiengänge anzumerken sind. Der große öffentlichen Auftritt ist eigentlich nicht sein Ding, wie er uns schon beim ersten Kontakt sagte. Er wählt seine Worte mit Bedacht, wirkt sachlich und analytisch statt unüberlegt und emotional. Seiner Saisonprognose ist deshalb hoher Wert beizumessen. Mit dem Abstieg werde der TSV Algesdorf diesmal nichts zu tun haben: „Wir sind gefestigt, wir landen im gesicherten Mittelfeld.“

Die Algesdorfer erwarten am Samstag zur Mittagszeit ab 12 Uhr den TuS Germania Hagen. Der Kreismeister aus Hameln-Pyrmont ist ein starker Aufsteiger. Bekanntester Spieler dürfte Florian Büchler sein, der es in der Saison 2009/10 sogar zu einem Bundesliga-Einsatz für Hannover 96 gebracht hat. „Das ist eine reizvolle Aufgabe für uns“, sagt Nottebrock, der mit seinem Team aktuell fünf Punkte mehr auf dem Konto hat. „Es ist aber eine Aufgabe auf Augenhöhe.“ Beim TSV sind David Glawion, Kevin Bytomski und Sebastian Eiselt wieder dabei. Auch André Riechers wird nach langer Verletzung im Kader stehen. „In den Punktspielen sind wir zu Hause ungeschlagen“, sagt Nottebrock. Das soll auch zum Erntefest so bleiben.

Interessant wird auch das Derby beim MTV Rehren A/R, der am Sonntag ab 15 Uhr den VfR Evesen erwartet. Die Gäste gehen als klarer Favorit in die Partie. Dennoch ist der Aufsteiger nicht chancenlos, muss aber an seiner bislang mangelhaften Chancenverwertung arbeiten. Die kostete auch am vergangenen Sonntag in Halvestorf zumindest einen Punkt. Der VfR muss siegen, um in der Tabelle oben dran zu bleiben. Tim Harmening

tippt für uns die Spiele des Wochenendes: VfL BückeburgSV Ramlingen-Ehlershausen 1:3, TSV AlgesdorfTuS Germania Hagen 2:1, SV Eintracht AfferdeVfL Bückeburg U23 3:2, SC RintelnTuS Davenstedt 0:4, MTV Rehren A/R – VfR Evesen 1:3. jö, uk

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